Spanientagebuch Teil 8

27.09.10 Jávea – la granadella

Von heute gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Wir standen mal wieder spät auf und das frühstück zog sich mal wieder ein wenig hin. Ich wollte heute auf jeden fall mal wieder ins meer hüpfen und so schaute ich mir kurz den umgebungsplan an und wir machten uns auf in die granadella bucht um dort zu plantschen. Der weg dort hin war mal wieder sehr kurvig und eng, wie alle straßen hier in der gegend. Da unten angekommen legten wir uns an den steinstrand und ich hupfte sogleich ins kühle nass. Die bucht ist umgeben von hohen felswänden und das wasser dort lud zum schnorcheln ein, so klar wie das war. Beim schwimmen streichelte man ein paar fische und musste ein wenig acht oder sogar neun geben um nicht in einen seeigel zu treten. Das wär bestimmt unangenehm. Da wir keinen schnorchel dabei hatten schwamm ich eine runde, genoss das wasser und die aussicht. Henner ging dann danach schwimmen, so dass einer bei den sachen blieb. Danach chillten wir noch ein bisschen in der sonne, henner erkundete felswände und machte einige kletterversuche und ich zog mir doch einen kleinen sonnenbrand an den schultern zu. Danach sind wir heim und wollten eigentlich zum hafen fahren mit dem rad. Aber da jesus im garten arbeitete während wir auf der terasse saßen und bier tranken zog sich das alles noch ein wenig hin. Henner machte pfannkuchen und letzenendes war es dann doch schon dunkel als wir los wollten. Da die wege hier durch die plantagen doch recht tückisch sind und nur ein rad ausreichende beleuchtung besaß verschoben wir auch heute wieder unsere tour auf morgen. Wir haben ja schließlich immernoch 8 tage. Bloß keinen stress. Morgen wollten wir dann im hellen hinfahren und einen gescheiten weg suchen, den man auch mit ein zwei san miguel wieder zurückfinden kann. Wir lagen dann noch auf der terasse in liegen, genossen den sternenhimmel, tranken diverses und hörten dabei das hörbuch weiter. Später zogen wir nur nochmal nach drinnen um und das wars auch schon wieder von dem tag. Ach ja: ich schaffe das schon noch einen gekko gescheit zu fotographieren. Ich glaube ganz fest daran.

(Der Rest folgt wenn wir wieder sicher gelandet sind. Also naechste Woche dann. Immerhin habt ihr so was zum lesen)

Noch ein Aufruf an die die in Kassel oder umgebung sind:

Kann uns vielleicht jemand am Mittwoch Mittag vom Flughafen Frankfurt Hahn abholen? Das waere voll Bombe! Falls ja, bitte auf meinem oder Henners  Handy melden!!!

Spanientagebuch Teil 7

Benchembla, 26.09.10

Nach dem Aufstehen fand ich im bücherregal ein buch. „wanderfreuden an der costa blanca“ von neunzehnvierundneunzig.aber die bilder die drin waren überzeugten mich doch mal ein wenig über diese „wanderfreuden“ zu lesen. Nach kurzen suchen fand ich dann auch eine ansprechende route hier in der nähe, von der ich sich auch mike recht schnell überzeugen liess. Das wetter gab uns mit nur 26° und der ein oder anderen wolke auch ein klares OK zu dem vorhaben heute zu wandern. Also schnell das auto gesattelt und los. Nach einiger kurverei, die für mich als beifahrer ob des grandiosen ausblickes sehr entspannt, für mike als fahrer aber eventuell recht nervig gewesen sein mag erreichten wir dann auch nach ungefähr einer stunde unser ziel. Der „geheimtipp“ war zwar mittlerweile ein richtiger wanderweg mitsamt markierung und allem, aber trotzdem sehr schön. Er folgte einem langgezogenen tal an dessen linker seite locker 200 meter hohe felswände aufragten, vor denen man sich als mensch geradezu winzig vorkam. Der weg führte also erst an der rechten, dan an der linken talseite in serpentinen aufwärts bis wir nach ca 2 stunden, in denen wir uns immer wieder umdrehen und den ausblick, der uns zuerst nur das riesige, mit oliven- und ölbäumen bewachsene tal, später in der ferne ausserdem noch das meer zeigte, zu genießen. Bei einer gruppe bienenstöcke machten wir dann erstmal halt und peilten die lage. Das problem bei unserer wegbeschreibung lag darin, dass man sich nach 16 jahren nicht mehr an so aussagen wie „bei dem im letzten jahr abgebrannten olivenhain rechts“ oder „hinter dem frisch renovierten haus ist ein alter ziegenpfad“ orientieren kann. Da es mittlerweile auch schon 1600 war und wir so langsam hunger bekamen, beschlossen wir uns nicht mehr an den letzten aufstieg, den wir möglicherweise ohne richtige karte sowieso nicht gefunden hätten zu wagen, sondern umzudrehen. Auf dem rückweg kamen wir den oben beschriebenen felswänden dann noch mal richtig nahe und wir mussten den kopf davorstehend schon ganz schön weit in den nacken legen um die spitze überhaupt noch zu sehen. Laut dem wanderführer sind diese felswände hier in spanien sogar einzigartig, höchstens in den pyrenäen soll es noch etwas vergleichbares geben. So langsam ärgere ich mich auch, dass ich meine kletterschuhe nicht mitgenommen habe, denn die felsen hier sind super fürs klettern geeignet:

super griffig und trotzdem hatte ich bei meinen spärlichen ausflüge an irgendwelchen wänden hier nie das gefühl mir könne gleich der griff entgegenkommen. Naja, so viel dazu. Zurück in javea machten wir dann burger. Burger für mike, maisburger für mich. Dann war es auch schon 2100 und wir waren irgendwie zu fertig um nochmal auf tour zu gehen. Noch ein bier und ein gläschen sangria und dann hörten wir uns an wie „lords und ladies“ von terry pratchett weiterging. Gute nacht.

henner

Spanientagebuch Teil 6

25.09.10 Jávea, Cap de Sant Antoni

nach dem aufstehen haben wir erstmal schön gefrühstückt. Ich glaube wir werden hier wirklich allioli abhängig wenn wir so weiter machen. Da wir jetzt ein auto zur verfügung haben beschlossen wir erstmal heute so gegen mittag zum cap de sant antoni zu fahren und dort ein wenig die aussicht auf die bucht von javea zu genießen und die umgebung zu erkunden. Noch schnell an der aussendusche endlich mal wieder gewaschen und dann ging es auch quasi los. Den weg erstmal dahin zu finden war anfangs gar nicht so einfach. Die spinnen die spanier. Irgendwie gibt es hier allmögliche geschwindigkeitsbegrenzungen, haufenweise einbahnstraßen und dutzende (zweispurige) kreisel, in denen man weiß gott wie fahren muss, kann, soll, wie auch immer. Durch die altstadt ging es erstmal enge serpentinenstraßen hinauf richtung naturschutzgebiet vom montgo. Dort führte eine lange straße ab richtung leuchtturm. Wir parkten unser auto auf dem parkplatz und gingen ein stück den weg entlang. Hat sich nicht viel verändert hier oben, seit ich das letzte mal hier war. Glücklicherweise waren hier oben ausser ein paar einheimischen nicht viele leute unterwegs. Wir setzten uns erstmal in die sonne und genossen die sicht auf die bucht von javea und beobachteten ein wenig das treiben im kleinen hafen und die leute die sich an deck von kleinen segelbötchen sonnten. Weit konnte man auf das mittelmeer hinausschauen und man sah sogar ibiza oder formenterra, was genau kann ich nicht sagen. Vielleicht auch beides. Wir verbrachten einige zeit da oben in der sonne, bei verschiedenen kakteen-arten und olivenbäumen, steilküsten und beobachteten einen sehr großen raubvogel. Was das genau für einer war kann ich nicht sagen, das ist leider weder henners noch mein fachgebiet. Und ruhig war es hier, bis auf die brandung die sich tief unter uns an den felsen austobte. Von hier geht auch ein schöner wanderweg runter in richtung hafen, den man leider zur zeit nicht laufen kann, da dort bei einer starken regenschauer neulich der berg ein wenig an form verlohr und den weg an einer stelle wohl verschüttete. Hier zeigte auch ein wegweiser in richtung gipfel des montgo. 14Km, angesetzte zeit: 5h 45min. Scheint also nicht so leicht der aufstieg zu sein. Aber wir werden ihn wohl doch noch bezwingen sobald ich mich mit raúl unterhalten habe, einen einheimischen freund den ich auch sehr lange nicht gesehen habe, der sogar 4monate bei uns in kassel war und dort deutsch gelernt hat. Ich hoffe er kann uns ein wenig mehr erzählen wie man da gut hinauf kommt und von wo aus man starten soll und so. nun ja wir fuhren irgendwann wieder zurück, erstmal zum arenal um dort die hiesige zeitung zu kaufen, sowie postkarten und briefmarken (sellas – man lernt jeden tag mehr). Danach genossen wir noch ein sehr leckeres eis in der eisdiele unseres (vorher meines) vertrauens und fuhren zurück zum casa. Dort angekommen erstmal nen getränk weggezischt und ein wenig was gegessen. Henner wollte sportschau gucken, ich schloss mich an uns so genossen wir erstmal auf dem sofa noch ein bier. Zu henners freude gewonn der bvb gegen sankt pauli (3:1 am millerntor; h.). Mir is das zwar egal aber henner sagt ich solle es erwähnen. Fragt ihn warum. Nach der sportschau holten wir die fahrräder hervor und radelten durch die pampelsienen heine zum arenal wo wir etwas trinken wollten (und henner wollte in einem lokal einem spanischen fußballspiel folgen). Dort trunken wir auch ein großes bier und setzten uns, nachdem wir ein wenig an der promenade „flanieren“ waren, an den strand und genossen das meer, die wellen, den sand und den hellen mond. Mir war irgendwie nicht gut, vielleicht waren auch einfach samstag abend zu viele leute unterwegs und so machten wir uns bald wieder auf den heimweg. Mitlerweile ging auch bei meinem rad nicht mal mehr das rücklicht, bei henners jedoch gott sei dank alle beide. Nach der rückradelei und henners kurzer bekanntmachung mit einem schlagloch, was er scheinbar unerschätzt hatte, setzten wir uns noch auf die terasse und genossen sangria mit pürrierter melone aus dem eisfach. Darauf verabschiedete ich mich und ging ins bett. Henner schrieb noch den gestrigen bericht und irgendwie hörten wir zum einschlafen dann doch noch die erste cd eines terry pratchett hörbuchs.

Spanientagebuch Teil 5

Javea, 24.09.10

Der erste Tag allein am haus. Heute haben wir das auto bekommen. Vorher noch früh morgens guido und beate verabschieden. Nochmal pennen. Aufstehen. Kniffeln; mike hat gewonnen. Bis 1700 mussten wir warten, dann holte uns eine freundin von mikes oma ab und wir holten das auto. Einen ford escort. Auf dem rückweg haben wir nochmal den kühlschrank gefüllt. Das wars von dem tag eigentlich im großen und ganzen. Abends sind wir nochmal hier um die ecke auf einen hügel gestiegen und haben uns javea bei nacht angeguckt. Bunt. Seitdem kann ich mich hier auch so grob orientieren. Wir haben uns dann entschieden am nächsten tag hoch zu javea´s leuchtturm zu fahren. Aber davon wird mike schreiben.

henner

Spanientagebuch Teil 4

Javea, 23.09.10

Ein sehr entspannter Tag. Guido und Beate weckten uns morgens so gegen 0730 (oder war´s 0830?) um mit uns auf den markt zu gehen. Ich war zwar nicht mehr direkt müde, aber die betten hier im haus sind wirklich gut… ich blieb liegen. Mike war tapferer als ich und stand auf. Als die drei wiederkamen bequemte sich der henner dann auch mal aufzustehen. Während die anderen schon so langsam zum ersten bier übergingen frühstückte ich erstmal. Brot, gurken, tomaten und allioli. Sehr lecker. Was dann folgte war ein einführungskurs zum thema strandbarhopping. Strandbarhopping bedeutet im wesentlichen sich eine der sieben strandbars auszusuchen, da zu bleiben bis man keine lust mehr hat und dann zur nächsten zu wechseln und so weiter. Uns gefiel jedoch direkt die erste bereits sehr gut. Ein gläschen sangria und ich sprang erstmal ins meer um mich endlich mal richtig auf trab zu bringen. Überrascht stellte ich fest, dass es bereits auf 1600 zuging. Mit einem umweg übers mercadona ging es dann wieder zum haus. Die mission: paella kochen. Hier das rezept, falls ihr bock habt zu kochen. (wenn wir beates bilder haben können wir dieses sogar als bilderbuch hochladen) schritt eins: geflügel mit zwiebeln in olivenöl anbraten. Schritt zwei: fisch anbraten (irgendne bunte mischung mit tintenfisch, scampis und so nem kram) schritt drei: beides erstmal zur seite. Schritt vier: paella-reis (runder reis) rösten (für vier personen hat ziemlich genau ein pint voll gereicht) und dann eineinhalb liter gemüsebrühe und paella gewürz mit safran drauf. Etwas später noch grüne und weiße bohnen dabeipacken. Wenn das wasser verkocht ist ist der reis gut; kurz vorher noch ordentlich knoblauch dazu schmeißen. Schritt fünf: alles durchmischen und zusätzlich mit tomatenvierteln und zitronenscheiben garnieren. Schritt fünf: an einem steintisch mit gutem wein genießen.

Das kochen nahm dann doch alles in allem über eine stunde zeit in anspruch, und da guido und beate am nächsten tag schon um vier uhr rausmussten gingen diese dann auch bald ins bett. Mike ebenso. Ich schaute noch schnell die zusammenfassung des letzten bundesliga-spieltages. Für uninteressierte: der bvb hat lautern 5:0 geputzt. Dann war aber auch für mich sense.

henner

Spanientagebuch Teil 3

22.09.10 Benissa, Gata de Gorgos, Jávea

nach einer gefühlten kurzen nacht packten wir unser kleines lager zusammen und beschlossen erstmal zurück zur bahnstation zu laufen und dort zu frühstücken. Dort angekommen wurden wir auch von einer wartenden spanierin mit einem freundlichen „hola“ gegrüßt. Praktisch, denn scheinbar müsste gleich ein zug kommen. Mal schaun in welche richtung. Nach keinen zwei minuten kam auch ein zug in richtung denia, also unsere richtung. Wir stiegen ein und fuhren die kanppe viertel stunde mit dem zug nach gata de gorgos von wo aus wir nach javea laufen wollten. Doch zuvor: frühstück. Es gab brot mit allioli und noch ein paar restlichen oliven. Wir liefen los durch einen kleinen ort, durch enge straßen, an verschiedenen kleinen bodegas vorbei kamen an eine größere straße wo wir gefühlsmäßig in richtung javea laufen wollten. Nachdem wir den ort grade verlassen hatten kam dann jedoch zweifel an der richtung auf. So ging ich in eine kleine töpferei und keramikhandlung um nach dem richtigen weg zu fragen. Dort begrüßte mich ein netter mann der uns sehr nett volllaberte und wohl auch verstand was ich wollte. Jedoch verstand ich ihn nicht wirklich, er redete wie leider sehr viele menschen hier erstens sehr schnell und zweitens in valenciano, einer eigenenen sprache oder einem dialekt oder wie auch immer. So heißt das dorf, oder die kleine stadt wo wir hinwollten für mich seit ich denken kann „javea“ und in valenciano eben „Xabia“. Er wusste natürlich trotzdem was mit Javea gemeint war und nach ein paar kleinen Ausspracheübungen für mich eben für diese beiden Wörter und noch zwei weitere Städte im Umkreis malte uns dieser eine sehr interessante Wegbeschreibung. Ein echtes unikat, aber seht selbst:

Nun ja so flogten wir wohl oder übel dem Weg wieder zurück den wir gekommen sind, überquerten wieder die Bahngleise und kamen dann auch auf eine straße die nach Javea führte. Das erste stück war ganz angenehm zu laufen, da die straße gesperrt war für autos wegen baumfällarbeiten. Dies ging leider nur bis zum nächsten kreisel so schön. Dort mussten wir dann wohl oder übel die 10km an der landstraße entlanglaufen. Ihr wisst ja alle wie angenehm das ist an der straße langzulaufen, aber hilft ja alles nichts, denn auf irgendwelche experimente durch die pampa hatten wir auch keine lust und die spanier haben es auch nicht so mit wanderwegen, wie wir ja schon gemerkt haben. Nun ja so liefen wir und liefen wir. Eine anzeige am straßenrand bestätigte unsere empfindungen und zeigte uns die sommerlich heiße temperatur von 30°C an. Da macht wandern dann doch nicht so spaß. Nun ja wir mussten ja trotzdem weiter und so liefen wir und liefen, vorbei an Mandel-, Orangen und Olivenbäumen auf der einen seite und Autos auf der anderen seite. Als wir kurz rast machten an einem seitenweg wo leider sehr viel müll lag musste ich henner dann mal wieder wecken um weiterzulaufen. Der hat echt die ruhe weg. Ich fands sehr ungemütlich. Schien so als hätten in diesem seitenweg hinter ein paar bäumen schon eine menge leute spaß gehabt….So liefen wir weiter, immer weiter richtung meer und irgendwann, klitschnass mit kaputten füßen vom asphalt erreichten wir dann javea, nur an der komplett falschen seite und wir beschlossen eine telefonzelle zu suchen und meinen onkel zu fragen, ob uns dieser nicht abholen könnte. Und wie immer findet man solche sachen dann doch nicht wenn man sie benötigt und wir waren noch ein wenig unterwegs bis wir eine vor der sporthalle javeas fanden. Wir verabredetens uns am lidl parkplatz. Scheinbar sind die deutschen discounter ketten hier sehr beliebt. Naja ich könnte drauf verzichten, aber da es hier nur eins davon gibt wusste mein onkel natürlich doch wo wir uns befanden. Kaum waren wir da, nicht mal hingesetzt kam auch mein onkel mit beate an und als wir ins auto stiegen wurde uns auch direkt mal ein kleiner cerveza empfang bereitet. Wir sahen wohl ziemlich fertig aus. Das foto, welches mein onkel sich nicht verkneifen konnte zu machen, dazu erspar ich euch mal, ihr kennt uns ja 😉 so fuhren wir noch ein paar minuten und da waren wir an dem haus meiner großeltern, wo ich seit sieben jahren leider nicht mehr war. Sieht gut aus. Ein paar sachen haben sich verändert, aber die details erspar ich euch jetzt mal, ihr könnt euch ja eh nichts drunter vorstellen. Nach einer sehr angenehmen dusche und dem vierten cerveza mitlerweile saßen wir dann auf der terasse, unterhielten uns und genossen erstmal das angekommen sein.(und die eiskalte aussendusche. -h.) Ein haus. Ein kühlschrank voller cerveza und ein onkel samt freundin die uns beide erstmal zum essen an den arenal einluden. Danach noch das ein oder andere cerveza in einer kneipe am arenal, im octopuss wo auch gute rockige musik lief. Da werden henner und ich wohl noch öfter hinstolpern, oder vorallem heimstolpern. Vorallem müssten sich die deutschen lokalitäten mal ein beispiel nehmen denn hier bekommt man immer noch was für die elektrolyte dabei. Wir saßen dann noch bis 2 oder 3 auf der terasse, genossen den sternenhimmel und philosophierten über viele dinge bevor wir dann endlich erschöpft ins bett fielen.

mike

(Bilder lade ich in Deutschland dann hoch, das dauert hier ein wenig lange….)

Spanientagebuch Teil 2

21.09.10 Benidorm, Benissa

Guten morgen spanien! Irgendwann bin ich wachgeworden und habe nachdem ich den kopf gehoben habe einen wunderschönen sonnenaufgang über dem mittelmeer gesehen. Leider musste ich den kopf heben, da henner direkt auf der seite gepennt hat wo er das wunderbar sehen hätte können. Und was macht er? Er verpennt es natürlich fast alles, hätte ich ihn nicht einmal kurz darauf hingewiesen. Naja die sonne scheint hier ja eh immer, wir sind ja in spanien, also nochmal ne runde geratzt. Aufgewacht sind wir dann etwa später, als die sonne doch schon ganz gut power hatte. Also schnell einen mini-schluck von dem übrigen wasser genommen, die sachen eingepackt und weiter geht’s richtung benidorm. Diesmal mit wanderschuhen. Diese brauchten wir auch wie sich noch zeigen sollte. Der weg, oder was das auch immer war, führte weiter an der küste entlang. Rechts geht’s steil runter in richtung blubb-mittelmeer und links bergige pampa. Der weg war sehr schön zu laufen, manchmal vielleicht sogar ein wenig gefährlich aber in so einem moment denkt man da auch gar nicht dran. Nach ein paar serpentinen an der küste entlang ging es ersmal wieder ein gutes stück abwärts in eine bucht. Dort gab es einen mini steinstrand wo sich vielleicht 20 menschen niederlassen können. An diesem tag taten sie es allerdings nicht – und so hatten wir die kleine bucht abgesehen von einem segelboot was davor ankerte für uns alleine. Runter mit den rucksäcken, runter mit den stiefeln und runter mit der hose rein ins wunderbar warme nass. Das war auch genau richtig, da wir schon (mal wieder) richtig durchgeschwitzt waren. (kleiner einschub für die schlechten-wortwitz-freunde, wie ich jetzt in der CBN gelsen habe: Welche Sprache spricht man in der Sauna? → Schwitzerdeutsch. Haha 😀 ) Nach dieser erfrischung hielten wir uns auch nicht mehr sehr lange auf sondern machten uns schnell weiter, wir hatten ja schließlich hunger und wollten nicht dass der ganz große durst kommt bevor wir nicht einen supermarkt gefunden haben. Nur mussten wir natürlich dass was wir vorher runter sind auch wieder rauf. Ja schön so in der mittagsssonne. Ob es wirklich wanderwege waren die wir da gelaufen sind oder nur irgendwelche rinnsäle die das wasser in die landschaft geschaffen hatte weiß ich nicht. Will ich auch nicht wissen. Jedenfalls erwartete uns noch einige gute krackselei über den berg und von oben sah man auch schon die touri-hochburg benidorm. Ein hochhaus am anderen. So stelle ich mir loret del mar vor. Scheint auch so das selbe zu sein wie man von den leuten hört nur eben an der costa blanca und nicht in der saison. Nach einigen weiteren metern und hoch und runters kamen wir dann quasi direkt auf einen markt. Leider schreckten uns in dem moment die vielen leute ab und wir beschlossen doch erstmal einen supermarkt zu suchen. Den fanden wir auch bald nachdem ich nochmal einen kleinen spanischen jungen danach fragte. Zwar sprach er wirklich schnell, jedoch konnte ich glücklicherweise die wichtigen informationen rausfiltern und wir schafften das letzte stück zum mercadona auch noch ohne probleme. Henner ging rein, ich blieb bei den rucksäcken. Wir verdrückten fast ein ganzes (helles) brot, jeder ca. einen lieter wasser und nochmal einen halben lieter apfel-mango saft, deckten uns noch mit einem brot ein und machten uns weiter gen norden. Wir liefen an der strand promenade entlang und waren mal wieder durchgeschwitzt als wir uns entschlossen unter palmen, diesmal mit richtig sonne und so, siesta zu machen. Die machten wir auch richtig erstmal schön ca. 2 stunden unter palmen gedöst und urlaub. Weiter ging es dann aber doch irgendwann. Unser plan war eigentlich: zum hafen laufen und wenn es das finanzielle zulässt mit dem schiff ein paar dörfer weiter fahren. Dort angekommen war uns das aber dann doch ein wenig zu teuer für die paar kilometer und wir entschlossen uns nocheimal mit dem limonen express (dem zug-regiotram-wasauchimmer) weiter nach Calpe zu fahren. Nachdem wir den bahnhof gefunden hatten und noch ein wenig auf den zug warteten fuhren wir eine echt schöne strecke weiter nach calpe, beschlossen dann jedoch noch zwei stationen weiter zu fahren, da uns calpe irgendwie doch ungemütlich erschien und wir dort vermutlich keinen weg an der küste entlang gefunden hätten- geschweige denn einen platz zum übernachten. So fuhren wir nach benissa. Einer stadt etwas weiter im hinterland, soweit reichte unsere fahrkarte noch. Dort am bahnhof angekommen standen wir mitten in der pampa. Nach benissa rein waren es noch ca. 2km, die schafften wir auch noch. Vom schwitzen und bergauf schreib ich jetzt einfach mal nicht mehr. Unser fluch war gebrochten, wir sahen direkt einen uns wohl bekannten supermarkt: tadaa: ein lidl. Dort kaufen wir uns noch ein wenig extras um unser abendbrot zu verfeinern. Weiterhin suchten wir eine telefonzelle an der wir uns kurz niederliessen und meinen onkel anriefen um ihn zu warnen, dass wir irgendwie morgen zum haus kommen werden. Unser fluch schien gebrochen, denn dort ums eck war auch wieder ein supermarkt. Ich erlaubte mir von ein wenig kleingeld noch einen sixer estrella damm und allioli zu kaufen. Wir entschlossen uns wieder richtung bahnhof zu laufen und uns auf dem weg irgendwo in der pampa einen schlafplatz zu suchen. Disesen fanden wir auch zwischen pinien und sträuchern die ich nicht zu deuten weiss und ich zitiere henner: „ich habe selten mit einer so schönen aussicht gepinkelt“. Und nein, er hat geradeaus geschaut 😉 Wir genossen unser abendbrot und unser bier und als die sonne dann völlig untergegangen war schliefen wir bald dann auch mehr oder weniger unter freiem himmel ein. Zwar musste man sich entscheiden, ob man zerstochen werden möchte oder sich totschwitzen möchte (grüße an die sommerfahrtler an dieser stelle!) aber irgendwie hat man dann doch seine zwei drei stunden schlaf gefunden und nachts sogar den großen jäger zu gesicht bekommen.

mike

Spanientagebuch Teil 1

Hallo Ihr!

Nun haben wir mal den weg ins Internetcafe gemacht um eigentlich fuer den Rueckflug einzuchecken. Das Taten wir auch. Nun haben wir noch ein wenig Zeit und wollten euch noch die Paar Artikel unseres Spanien-Tagebuchs nicht vorenthalten.

Liebe Gruesse aus der Sonne

Henner und Mike

Kassel, Frankfurt, Alicante, Villajoyosa ; 19.,20./09/10

Aufstehen in Hog. Ich hatte nicht sehr viel geschlafen. Liegt vielleicht daran, dass mein schlafsack mittlerweile nicht mehr der allerwärmste ist. Hier in spanien ist er natürlich immer noch zu dick. Jedenfalls ging es dann nach einem gefühlten kilo frischen waffeln erst mal nach ks. Den rucksack umpacken, nochmal kurz chillen und ab zum zug nach frankfurt. Per mitfahrgelegenheit für 2 euro nach frankfurt ist durchaus akzeptabel. Die dame war auch sehr nett. Da waren wir dann um 19:00 in frankfurt und hatten noch jede menge zeit. Die haben wir dann erstmal mit baguett essen und leckerem tyskie-bier in einem bahnhofskiosk verbracht. Da konnte ich sogar fußball gucken. Für die, die es nicht interessiert: der bvb hat das derby gewonnen.

Jedenfalls hatten wir die zeit dann auch rumgebracht und wir saßen endlich in hahn am flughafen. Die selbe ecke wie das letzte mal, der selbe unbequeme boden und blödes rumliegen. Aber wieder nur 3 stunden schlaf. Irgendwie werde ich wohl doch älter, das lager hat mir noch ne ganze weile nachgehangen. Der flug ging dann auch erstmal ne stunde später als geplant. Aber das war mir egal, ich habe sowieso geschlafen. Aber mike hat der ausblick auf die aufgehende sonne glaube ich gefallen.

Pünktlich zur landung bin ich aufgewacht. Ist sehr schön hier, beziehungsweise: da bei alicante. Hier natürlich auch. Da ( bei alicante) hat man eine landschaft, wie man sie aus vielen italo-western kennt. Sprich berge, steine, gestrüpp und (gut, das kommt nicht in western vor) das meer.

Da waren wir dann in alicante. Erst wollte ich unbedingt hoch zum castello de santa barbara steigen, aber das haben wir dann doch zum glück gelassen als wir schon halb oben waren. Nach 500 metern mit rucksack auf dem buckel waren unsere t-shirts nämlich zum ersten mal nass. Und zwar richtig klitschnass. Nicht nur so ein bisschen kinder-sommerfahrtsgelaufe-nass. 😉 dann haben wir halt unseren nicht vorhandenen plan geändert und erstmal einen supermarkt gesucht. Die betonung liegt auf gesucht (spanisch: buscar – das ich das nicht vergesse, so wie da, wo ich esd gebraucht hätte -m.) jedenfalls haben wir keinen gefunden. Egal- andere dörfer haben auch schöne supermärkte. Wir wollte alicante dann jedenfalls zügig verlassen. Vorher gab es nur ein problem: die vorher schon latent vorhandene schwüle entschied sich sich in einen wolkenbruch zu verwandeln. Naja, wir sind jung, wir haben zeit, erstmal nen bier trinken und nen bocadillo essen. Und dann noch nen bier trinken, weil es immer noch regnet und die straße unter wasser stand. Nach eineinhalb stunden war uns das dann zu doof. Kurzer einschub für die jungfernköpfe: auch in alicante gibts ne regiotram. Mit der sind wir dann erstmal ne halbe stunde rausgefahren. Das war dann also villajoyosa. Wie gesagt, wir waren beide ziemlich geschlaucht. Und eine wichtige spanische gewohnheit ist die siesta. Nen schönen platz hatten wir auch schnell gefunden. Am strand, quasi direkt am meer und natürlich unter palmen, wo wir vor den paar tropfen vom himmel geschützt waren. Leider wurde aus den paar tropfen dann doch ein richtiger, ekliger nieselregen, der unser palmendach besiegte. Die nächsten zwei stunden verbrachten wir notwendigerweise halb in einem parkhaus auf einer treppe. Kurzer exkurs in spanische: alte spanische frauen sagen zu scheisstagen „muy triste este día“ irgendwann mussten wir da dann raus, sonst hätten wir wahrscheinlich die nacht da verbracht. Mike hat mich da so ein bisschen rausgetrieben, ich habe mal wieder gepennt.^^

wir hatten natürlich immer noch nicht eingekauft und nur noch ne halbe flasche wasser; und natürlich haben wir auch in villajoyosa keinen laden gefunden. Sonderlich viel mühe haben wir uns aber ehrlich gesagt nicht gegeben. Wir wollte eigentlich nur noch irgendwo unterkommen. Wir sind dann erstmal aus dem kern-ort raus und weiter nördlich die küste hoch. Dummerweise hatten wir beide noch turnschuhe an, was die kletterei auf dem wirklich schweren küstenweg nicht gerade leichter machte. Wahrscheinlich wären wir gnadenlos abgesoffen, wenn das wetter nicht gegen abend etwas besser geworden wäre. Der himmel war zwar immer noch nicht spanisch-blau, sondern eher nordhessisch-grau, aber immerhin nieselte es noch mehr. Der schlafplatz entschädigte dann aber für vieles: ca. 20 meter über dem meer unter einem kleinen pinienbaum, in den wir unsere kohtenplane gespant hatten, mit super blick auf die aufgehende sonne. Quasi zimmer mit meerblick.Aber wir waren dann auch beide kaputt genug um uns einfach nur noch hinzulegen und zu pennen. Wir sind dann nur noch einmal aufgewacht, in die schlafsäcke gestiegen und haben uns gefreut, dass der himmel langsam aufklarte. Zwei minuten später war ich eingeschlafen.

henner

Grüß mir die Sonne…

Hey Ho Ihr lieben Leute,

Nun ist es gleich soweit. Ich fahre mit dem Henner für 16 Tage nach Spanien und wieso sollten wir hier nicht auch etwas von unseren Erlebnissen mit euch Teilen? Dafür ist dieser Blog ja da. Unser Flieger geht morgen Früh um 06:40 Uhr und ein paar Stunden später sind wir dann in Alicante von wo aus wir uns aufmachen werden zum Haus meiner Großmutter. Wie wir da hinkommen und wann genau wir dort ankommen ist ungewiss und sowieso erstmal egal. Das „einfach Weg“-Gefühl überwiegt und ist ja nicht das erst mal, dass wir ohne Plan irgendwo hinfahren 🙂

Das Abcamplager war übrigens ganz schön, für die die es interessiert. Wir sind Freitag von Hümme nach Beberbeck gelaufen und haben dort die Nacht ( leider aufgrund von mangelnden Kothenbäumen und Regen und der Dunkelheit) im Haus verbracht. Gestern sind wir dann von Beberbeck an der Friedenseiche vorbei, nach Hofgeismar gelaufen. Selbst mit den Kindern ohne wirklich große Probleme. Den Tag haben wir dann ausklingen lassen mit deftigem Kartoffeleintopf, einer gemütlichen Singerunde und einer Verleihrunde ohne Verleihungen, in welcher der alte Marder-Wimpel in den Winterschlaf  geschickt wurde und das Amt des Stammesführers symbolisch an Roffe weitergegeben wurde, da Timo sich ja mit Robert am 17.10. auf ans andere Ende der Welt macht. Die Nacht wurde dann selbstverständlich in Kothen übernachtet. Eisig kalt war das. Nicht so wie letztes Jahr. Ich glaube ihr habt uns die Sonne und die wärme geklaut und mitgenommen!
Heute morgen habe ich dann mit den kleinen Jungens Waffeln für alle Gebacken, die beim Frühstück allen sehr gemundet haben. Super wenn so eine Idee entsteht, wenn man auf Gruppenstunde einfach mal das Wort „Waffen“ mit „Waffeln“ verwechselt 😉
Der weitere Morgen war dann wohl das Übliche: Aufräumen, Packen und den Zug erwischen. Davon haben Henner und ich leider nichts mehr mitbekommen, da wir schon nach dem Frühstück gefahren sind um noch Kram einzupacken und zu Duschen und so weiter. Nur keinen Stress. Robert hat übrigens auch Fotos geschossen – Wie gewünscht!

Ach ja: Helge, Jan und Benni sind nun auch irgendwo in Schweden am Wandern. Die müssten seit gestern dort angekommen sein. Alle sind sie irgendwie am Wandern. Naja: Wenn nicht jetzt Wandern – Wann dann?

So. das wars auch erstmal so aus der Heimat. Vielleicht schaffen es Henner und Ich ja auch mal direkt live vor Ort aus Spanien zu berichten. Oder wir schicken euch eine Flaschenpost. Das Meer. Schön. Ich weiß ja schon fast gar nicht mehr wie dieses Aussieht…

Grüße

Henner und Mike