Paddeln auf der Oker

Inzwischen liegt dieser Tagesausflug zwar schon ein paar Tage zurück trotzdem möchte ich euch gerne daran teilhaben lassen!

Eigentlich begann alles recht harmlos ein Freund und Arbeitskollege wollte mit seinem Sohn und einer Freundin einen mehrtägigen Paddelausflug machen, von Braunschweig die Oker hinab. Dazu hatte er uns(mich und noch einige weitere Kollegen) eingeladen. Um wie er sagte „Sicherzustellen, dass ich auch wirklich weg bin!“.

Da ich sowieso Zeit hatte und es ein schöner Tag war trafen wir uns also am Vormittag an der Okercabana, um von dort mit den Booten zu starten. Die Strecke im Braunschweiger Stadtgebiet ist mir recht gut bekannt und von daher eher langweilig. Doch bereits als wir am Ölper Wehr ankamen die erste Überraschung.

Die Bootsrutsche stand komplett unter Wasser. Wo eigentlich ein Höhenunterschied von gut einem Meter ist war eine glatte Fläche Wasser. Das Hochwasser war also doch noch nicht ganz abgeflossen.

Weiter ging also die gemütliche Fahrt , immer mal wieder mussten wir unter Bäumen und Ästen durchfahren. Bis wir an die nächste spannende Ecke kamen wo ein Baum komplett quer im Wasser lag. Da kommen wir nicht links und nicht rechts dran vorbei, drunter durch geht auch nicht – also auf den Ast balancieren und die Boote rüberhiefen…

Kurze Zeit später wurde uns bewusst, dass wir eigentlich jetzt umkehren müssen wenn wir es irgendwie noch zurück schaffen wollen! Hierbei noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an PP, der seinen Feierabend/freien Tag geopfert hat uns später wieder einzusammeln!!!!

So ging die Fahrt wieder weiter bis wir plötzlich vor dem nächsten Hindernis standen. Eine dicke undurchdringliche Wand. Kein rüber drunter oder sonstewas. Da half nur die Boote aus dem Wasser zu ziehen und durch ein Meer von Mücken umzutragen.

Da wir ab da bis Wattenbüttel doch recht gut durchkamen, beschlossen wir dort eine kleine Rast einzulegen um ein paar Fressalien zu besorgen. Immerhin hatten wir eigentlich nicht geplant bis zum Abend komplett mit den anderen Unterwegs zu sein. Kurz nach der Pause kamen wir dann am Mittellandkanal an. Dort hieß es ein weiteres mal umtragen, allerdings mussten wir vorher eine geeigneten Moment abpassen, der uns nicht zwischen großen Lastenschiffen und deren Bugwellen kentern lässt. Das alles ohne Probleme gemeistert zogen wir weiter. Ein Teil von uns beschloss kurz danach ihr Nachtlager aufzuschlagen. Und wir anderen paddelten noch bis Rothemühle weiter, wo wir nach einem langen teilweise recht anstrengenden, aber alles in allem sehr witzigen Tag von unserem lieben Kollegen eingesammelt wurden. Um gegen zehn Uhr Abends in Ruhe den Hänger wieder zu verstauen.

Grüße aus Braunschweig

Moge