Pearly Beach, Rainspider, Baboons…

So hallo ihr alle! Heute ist heritage day, einer der vielen
Feiertage hier, weshalb natürlich nicht gearbeitet werden darf und ich somit Zeit habe was zu schreiben, bzw. euch Bilder zu zeigen.

Ich versuch mal einen kleinen Überblick zu geben von dem was ich so gemacht habe und was euch interessieren könnte.

Vor zwei Wochen haben Felix und ich mal wieder das AUto gebucht um die Gegend ein bisschen zu erkunden. Dann hatten wir die Idee richtung kap agulhas (?), den südlichsten Punkt Afrikas zu fahren. Also los gings, an einem natürlich sonnigen Morgen, nach Hermanus, Stanford, Gans Bay und immer der Straße folgen, was nicht so schwer war da es nur diese eine Straße gab. Die Straßen übers Land sind unendlich lang und wie mit dem Lineal gezogen und der Verkehr ist quasi null. Was nach einiger Zeit sehr ermüdent ist da man nicht mehr viel zu tun hat.
Nach dem wir dann ein paar Mal angehalten haben um einen Blick aufs Meer zu werfen ist unsere Straße dann mittem im Nichts geendet, ein Schild wies uns darauf hin, dass die Waleroute hier endet und nur zwei Schotterwege nach links und rechts führten weiter. Wir haben dann den linken gewählt und sind zum Strand gefahren um uns ein bisschen den Sand ins Gesicht zu pusten lassen, auf unserem Rückweg sind wir dann mehr oder weniger von der Flut überrascht worden. Der Strand wurde immer schmaler und die Wellen überraschten uns weshalb von der einen Seite nass am Auto ankamen. Ca. zehn Wellen verhalten sich ganz normal und die elfte schießt dann 4 Meter weiter als alle anderen und man steht in nassen Klamotten da. Auf dem Rückweg sind wir dann noch kurz zum dangerpoint gefahren, ein Punkt an dem im Laufe der Geschichte das ein oder andere Schiff untergegangen ist, dort hatten wir aber nicht so viel Zeit weil eigentlich schon geschlossen war, der Wärter, der uns auf seinem Moppet entgegen kam aber doch noch reingelassen hatte, für „5 Minuten“ und nur meinte wir sollten das Tor schließen wenn wir gehen.
Zu Hause angekommen sah ich erst ein paar Orangenschalen auf dem Weg zu unserer Haustür und als diese dann auf stand ahnte ich schon was passiert war. Die Baboons sind in unser Haus gelangt als niemand da war und die Vordertür aufstand. Unsere Küche und die Vorratskammer sahen dementsprechend aus.

Ansonsten war letztes Wochenende noch eine Geburtstagsfeier
von Sam und T O, auf der ich mein erstes bushmeat gegessen habe.
Dabei handelte es sich um ein Dieh, oder wie auch immer es geschrieben wird.
So was wie eine kleine Antilope. Sam hatte das Tier letztes Wochenende als wir
in Hermanus waren auf dem Rückweg mit dem Auto angefahren und so konnte ich
dann die Erfahrung machen ein mehr oder weniger typisches südafrikanisches Gericht
zu probieren. Zäh, sehr würzig und man weiß erst dass man den
Kopf isst wenn die anderen einen darauf hinweisen. Allerdings gillt der
hier als Ebenso lekker wir fast alles andere an dem Tier…
Da heute heritageday ist werden auch wir heute abend mit unserem Haus braaien.

Die Spinne ist ürbigens eine Rainspider die in unserem Wohnzimmer war. In meinem Zimmer hatte ich auch schon eine.

African drum cafe…

…heute war das african drum cafe zu Gast im Camphill, weshalb wir praktischer weise keine workshops am Nachmittag
hatten und ich etwas früher zurück war. Also gibts einfach mal ein paar Bilder von heute, ohne viel Text, der kommt dann wenn ich Zeit finde…
Im Großen und Ganzen ging es darum mit der Gruppe einen Rhythmus zu finden, das ganze wurde von vier Leitern erklärt und so haben wir dann verschiedene „Stücke“ getrommelt.

1: Ralph und ich, Ralph ist nicht in meinem Haus aber trotzdem nen lustiger Kerl, zwar nicht leicht zu verstehen da er nur wenige Wörter Englisch redet aber klappt schon…
2, 3, 4: Ein paar Bilder vom Trommeln: Jeder von uns (50-60Leute) hat eine Trommel bekommen und dann gings los. Manchmal etwas durcheinander, manchmal aber auch sehr rhythmisch. Spaß gemacht hat es auf jeden Fall. Auf dem 4. Bild ist die Hausmutter von Weidehof, eine andere coworkerinn und wer das links ist weiß ich nicht.
5: Ein paar von den Farmleuten

Das wars erstmal, Grüße…

Ausflüge

Eigentlich hatte ich anderes vor für diesen Freitagabend aber da es ein paar Komplikationen mit einem resident gab und sie jetzt schlafend, zuvor, kotzend, im Bett liegt, muss ich erstmal hierbleiben. Vielleicht komm ich später nochmal raus. Naja um die Zeit zu nutzen dachte ich mir, dass ich euch einfach mal was von unseren Ausflügen und somit ein Bisschen vom Land zeigen kann…

In den ersten Tagen haben wir auch gleich
zwei Ausflüge mit unserem Haus gemacht, der erste hatte das Ziel auf den
nahegelegenen Berg zu wandern. Die erste Hälfte der Strecke lies sich
auch

gut meistern da es ein mehr oder weniger gut befestigter Weg war. Ab der
Hälfte wurde dieser Weg jedoch schmaler und schmaler und bestand
irgendwann nurnoch aus etwas Sand und Steinen die das Laufen, auf Grund
ihrer Größe, erschwert haben. Für einige der residents hatte sich dies
als Problem dargestellt weshalb wir ziemlich abgebremst wurden, was
allerdings nicht weiter schlimm war da wir noch genug Zeit hatten bis
die Sonne untergehen würden. Zu Zeit geht die um ca. halb 7 unter und ab
7 Uhr ist es dann komplett finster. Naja Schritt für Schritt haben wir
uns dann Richtung Gipfelkreuz vorgekämpft, verlaufen konnten wir uns zum
Glück nicht da es nur einen Weg gibt. Dann nach ungefähr einer Stunde
haben wir unser Ziel erreicht und alle Mühe hat sich, wie so oft,
gelohnt und uns belohnt. Belohnt mit einem Panorama-Rundum-Blick über
das camphill-Gelände, zahlreiche Weinfelder, Seen, Berge, ein Stückchen
Stadt und am Horizont der Ozean. Unterhalb des Kreuzes, was irgend ein
übermotivierter dort einmal aufgestellt hat und ca. 2,5Meter hoch ist,
haben wir dann Rast gemacht und die Aussicht genossen. Dann vom starken
Wind getrieben machten wir uns auf den Rückweg. Der sich komplizierter
gestaltete als der Aufstieg, weshalb wir einige der residents etwas
abbremsen mussten, da sie ansonsten in ihrem Übermut wohl den Berg eher
gefallen wären als zu laufen. Auch den Rückweg haben am Ende alle gut
überstanden und so manch einer war sehr stolz auf sich und erzählt einem
auch heute noch, zum gefühlten 10ten Mal, dass er dort oben war. Seit
dem war ich nurnoch ein zweites Mal auf dem Gipfel, aber wir haben uns
schon ein paar andere Berge ausgeguckt, die etwas höher sind und uns
daher herausfordern, aber für den Anfang war der schon ganz gut.

Im Allgemeinen ist die Landschaft hier etwas mit Norwegen zu
vergleichen, Steine, Berge und einige Trampelpfade. Großer Unterschied
ist allerdings die Pflanzen und Tierwelt. Zu der ich aber nochmal
separat was schreiben werde. Und nicht zu vergessen natürlich der Ozean
der, weil in nächster Nähe, immer für eine leichte Brise bis zum starken
Wind sorgt.

Um den Ozean, ich bin mir nicht sicher ob Atlantik oder indischer Ozean,
da die hier irgendwo zusammentreffen, ging es auch im folgenden Ausflug.
Besser gesagt um dessen Bewohner, die Wale, die hier mehr als reichlich
anzutreffen sind und deshalb langsam den Status von Amseln einnehmen.
Gerade deswegen ist Hermanus aber auch einer der weltweit bekanntesten
und besten Walbeobachtungs-Orte, am 24. September startet hier auch das
jährliche walefestival. Uns hat es dann erstmal weg vom Land auf die
hohe See getrieben. Mit einem Boot fuhren wir eine Stunde quer durch die
Bucht auf die andere Seite. Anfangs war das einzig zu bestaunende die
ein oder andere Robbe gewesen, fast an der anderen Seite angekommen
machte unser “Kapitän” dann die ersten Wale aus, zwei an der Zahl, den
Namen habe ich leider wieder vergessen. Erster Eindruck “man sind die
faul”, eigentlich lagen sie nur ziemlich träge im Wasser und haben sich
ab und zu gewendet, aber immerhin waren es Wale und die waren ja auch
nicht zu unserer Belustigung da. Nach einigen Minuten war es ihnen
anscheinend auch zu blöde von uns Landratten begafft zu werden und die
tauchten in aller Ruhe auf nimmer wieder sehen ab. Anfangs noch von der
Größe der zwei Tiere beeindruckt, musste ich beim nächsten Exemplar
jedoch feststellen, dass es immer noch eine Nummer größer, wenn nicht
besser gesagt gigantischer, geht. Art des Wales; mir unbekannt. Größe:
15-20Meter, schwer zu sagen da das Ende des Tieres trotz türkis-klarem
Wasser nicht auszumachen war. Dafür aber um so deutlicher sein anderes
Ende was immer näher an unser Boot trieb und schließlich zwischen Boot
und kleinwagen-großem Walkopf nurnoch wenige Zentimeter waren. Zur
Begrüßungs gab es auch erstmal eine Fontaine und wir mussten feststellen
das der Wal eindeutig unter Nasengeruch litt. Und das Wort Nase
vielleicht etwas unpassend ist, da es sich lediglich um zwei schmale
Schlitze handelt. Schmal allerdings auch nur im Vergleich zum Rest, sie
hätten auch gut als Badewanne für ein Kleinkind dienen können.
Irgendwann hatte auch dieser Wal genug von uns und verschwand in den
Tiefen der See und wir machten uns auf den Rückweg. Das einzige was es
noch zu sehen gab war auf der einen Seite die Landschaft die in Wasser
abfiel und die großen Tanker, die ihre Route ums Kap der Guten Hoffnung
richtung Europa oder Asien drehen, auf der anderen Seite. Ziemlich müde
und voller neuer Eindrücke bin ich dann abends in Bett gefallen um am
nächsten Tag mit meiner Arbeit im workshop zu beginnen.

An meinen offdays fahren wir meistens in die Stadt oder sonst wohin wo man was sehen kann. An einem Tag sind wir auf einen anderen Berg gewandert. Eigentlich wollten wir bis auf die Spitze, mussten jedoch irgendwann feststellen, dass der Weg abprubt endete und ein Pfad oder ähnliches weiterführte. Weshalb wir nur eine Meter durch die Pampa weiter gelaufen sind, dann hatten wir doch zu viel Respekt vor möglichen im Gras liegenden Schlangen. War aber trotzdem eine super aussicht, „oben“ angekommen kurz ein Foto gemacht und dann relativ zügig wieder zurück gelaufen, denn dort war es nicht nur zugig sonder eher stürmig und mir ist fast meine Mütze weggeflogen.(Ich, Richard, Felix)

Anderer offday anderer Ort. Ein kurzer Stop in der Stadt wurde uns mit zahlreichen Delphinen belohnt die die Küste entlang gezogen sind. Dann sind wir zu unserem eigentlichen Ziel aufgebrochen, einem der vielen Strände. Da wir vormittags dort waren haben wir keinerlei andere Leute getroffen. Was hieß wir haben den gesamten Stran für uns alleine. Nach ein paar Metern laufen haben wir uns entschieden Rast zu machen und erstmal im Sand zu liegen. Die Wellen waren sehr unterschiedlich stark weshalb wir öfters spontan unsere Sachen wegtragen mussten da die ein oder andere Welle sonst alles weggespült hätte. Die Sonne brennt, der Sand ist warm, was tun? Sonne, Strand, Wasser. Ok lasst uns baden gehen, gesagt getan. Nach 10 Minuten habe ich dann aber doch aufgegeben weil es einfach zu kalt war. Nur Felix hat eine gute halbe Stunde ausgehalten. Aber die Sonne hat uns anschließend relativ schnell wieder aufgewärmt.(Felix, Sean (Schottland), Speedy(Argentinien))

Jetzt werd ich mal sehen was im Haus so los ist auch heute wieder:

..eine kleine Lehrneinheit: umlilo ist xhosa und heißt Feuer.

So das wars erstmal aus Hermanus, ich gebe weiter an meine Koresspondenten aus einem anderen Teil der Welt.

Vorschau: Ausflug

Da das worldwideweb meinen Artikel verschluckt hat, oder ich was falsches gedrückt habe, aber jetzt keine Lust habe nochmal alles zu schreiben, gibts nur ne Vorschau auf die ersten beiden Ausflüge mit unserem Haus.

Lesen Sie also nächstes Mal was sie sowieso schon wissen: „Wale, gutes Wetter, ein Gipfel, ein Ziel, wir, drei Hunde und eine atemberaubende Belohnung“

Chap chap

wohnen und arbeiten

IMG_1550 IMG_1549 IMG_1548 IMG_1547 CIMG0322 CIMG0325 IMG_1410 IMG_1401 IMG_1397 IMG_1396 IMG_1380 DSCF6188 DSCF6179 DSCF6176 DSCF6120 DSCF6116 DSCF6037 IMG_1579 IMG_1578 IMG_1577 Mein Zimmer IMG_1376 IMG_1358 1Da ich heute meinen freien Tag habe passt es ganz gut, dass ich heute die email Mike erhalten habe, dass der Blog jetzt funktioniert. Deshalb kann ich euch auch gleich ein bisschen mehr über meinen Arbeitsplatzt schreiben.

Erstmal ganz allgemein über das camphill: Das gesamte Gelände wurde vor einigen Jahren aufgekauft, diente es damals als Farm finden heute ca. 20-30 Häuser ihren Platz auf dem Gelände. Im groben ist es nochmal unterteilt in die Schule und die dazugehörigen Häuser und die Farm. In allen Häusern wohnen residents und die dazugehörigen Hauseltern und wenn vorhanden coworker. Ein Dorf kann man es nicht nennen jedoch eine kleine Gemeinde mit eigenen Straßen, Häusern und sogar einer eigenen Wasserversorgung, was für uns bedeutet wir können unser Wasser aus der Leitung trinken, was in Südafrika nicht immer der Fall und daher ein Privileg ist. Im Großen und ganzen sind die Häuser sehr ähnlich, im mediteranen Stil, gestaltet. Mein Haus „Protea“ ist jedoch mit einer Backsteinwand versehen. Im Inneren findet man ca 10 Zimmer, 6 davon sind von residents bewohnt und eins von mir und 3 sind momentan frei und bilden mit meinem die obere Etage. Zu Zeit habe ich deshalb wirklich Platz sowohl in den vier freien Zimmern als auch auf dem riesigen Balkon. Sucht also jemand ein Zimmer hier stehen ein paar zur Vermietung verfügbar;) Außerdem haben wir einen großen Essenraum, ein Wohnzimmer mit Kamin, vor dem sich versammelt wird wenn der südafrikanische Winter mal unter die 15°fällt, einen Waschraum und natürlich das Herz des Hauses die Küche mit begehbarem Kühlschrank, über dessen Notwenigkeit sich streiten lässt, vor allem wenn grad ma nicht so viel drinn ist. Die Wände des Hauses sind relativ dünn weshalb das ganze Haus bescheid weiß wenn die Kinder wach sind. Anderes Merkmal unseres Hauses ist der Alarm; regelmäßig, egal ob tags oder nachts, springt der Alarm ohne ersichtlichen Grund an und zerreißt einem die Ohren. Eigentlich soll er nur losgehen wenn es brennt, sprich irgendwo stark raucht oder jemand den panicbutton gedrück hat. Der ist für den Notfall eines möglichen Überfalls oder Einbruchs, ist wohl seit meheren Jahren nicht mehr vorgekommen aber dennoch besteht die Möglichkeit, weshalb jeder einen solchen Drücker bekommt um im Notfall ein Security-Team zu alamaieren, welches dann gut ausgestattet vor der Tür steht, soll wohl bei den häufigen Fehlalarmen öfters vorkommen, ich durfte die schwerbewaffneten Männer, viellicht zum Glück, noch nicht betrachten. Die kommen nämlich nur dann wenn man den Anruf der nach Beginn des Alarms kommt nicht engegenimmt, was bisher immer der Fall war und wir zum 10Mal unsere Namen, unser Haus, das Passwort und „alles ist in Ordung“ anworten konnten. Die häufigen Felhalamre führen nach und nach dazu, dass der Alarm nicht mehr so ernst genommen wird und meistens genervt darauf reagiert wird. Vor allem wenn man nachts um 3 senkrecht im Bett steht und irgendwie versuch das Gerät mit dem Knopf auszuschalten oder ins andere Zimmer torkelt um den Alarm manuel per Zahlencode auszuschalten. Dann wenn mans am wenigsten erwartet fallen einem die Ohren ab und der Puls geht auf 180. Vielleicht wird dieses Fehlalarm-Problem ja in naher Zukunft gelöst.

Was ich im Haus mache: Erstmal wohne ich dort, genau gesagt in Zimmernummer 9, oben links. Aber zweitens wohnen natürlich auch die sechs residents hier, um die es ja eigentlich geht. Ziel dieses ganzen Zusammenlebens ist es ein familiäres?(Deutsch ist nicht so leicht) Verhältnis zu schaffen. Da ich in einem sogenannten independenthouse wohne muss ich keinen der Bewohner pflegen oder ihm Essen reichen. Meine Aufgaben sind zum einen Medikamente geben, einordnen und dann Haus irgendwie leiten. Also dafür sorgen, dass alles was wir brauchen auch da ist und wenn nicht den entsprechenden Leuten Bescheid geben. Gekocht wird von einer Köchin, die jeden Morgen aus Hermanus kommt. Nur Samstags und Sonntags müssen wir für uns kochen, eigentlich war es so gedacht, dass Samstags die residents kochen, wobei auch da Unterstützung nötig ist, und Sonntags die Hauseltern, was im Moment allerdings wegfällt. Also Sonntags und Samstags kochen, mit den Bewohnern. Und genau bei solchen Gelegenheiten ist meine Hauptaufgabe anzufinden. Die residents in eine möglichst große Selbstständigkeit zu führen. Also muss ich irgendwo irgendwie zwischen „ne lass ma“  und „lasse ma machen“ entscheiden und die residents etwas fordern und gleichzeichtig nicht überfordern. Nicht immer leicht aber mittlerweile etwas einfacherer da ich die Leute nun schon etwas kennen gelernt habe. Alle der Bewohner haben vorher in anderen Häusern gewohnt, in denen zum Teil klare Regeln geherrscht haben, nun sollen sie sich quasi von heute auf morgen versebstständigen. Deshalb gibt es hier anscheinend so gut wie keine Regeln über Essen, Schlafenszeiten und Kaffeekonsum. Hört sich erstmal gut an aber ich denke, dass einige der residents damit etwas überfordert sind. Aber mehr als an die Selbstständigkeit erinnern mache ich im Moment noch nicht. Was genau da die Idee und Vorstellung von diesem Test, oder wie auch immer es genannt wird, ist konnte mir bisher noch niemand sagen. Hinzu kommt, dass die Hauseltern in den letzten Monaten 2 (oder 3) Mal gewechselt hat und zur Zeit nur ich, für einen unbestimmten Zeitpunkt, alleine hier bin. Naja für morgen haben wir ein Haustreffen, was es anscheinend auch nicht wirklich gab, geplant dort wird dann alles besprochen.

Freizeit, wohnen und arbeiten gehen hier im Allgemeinen fließend in einander über.

Neben der Arbeit im Haus arbeite ich dann noch unter der Woche, außer Mittwochs(ab nächster Woche Donnerstags) in meinem workshop, der Farm. Aber dazu schreib ich später, weils gerade erstmal genug der Tastendrückerrei ist.

Kleine Lerneinheit zum Schluss:Protea ist die Nationalblume Südafrikas

Erstes Foto unser Haupteingang zum Haus und dann unsere geräumig gelbe Küche, das Haus aus dem Garten fotografiert. Das links ist übrigens der Avokadobaum und oben rechts auf dem Balkon befindet sich mein Zimmer, quasi da wo man die nächste Tür und Fenster vermuten kann.

Angekommen…

Jetzt kanns ja losgehen mit den Beiträgen, vielen Dank an Mike! Ich hoffe es finden sich ein paar spannende Geschichten hier.

…nun ist zwar schon einige Zeit vergangen seit ich in Kapstadt eingeflogen bin und die rund 100 Kilometer nach Hermanus, halb schlafend halb wach, hinter mich gebracht habe, aber trotzdem versuche ich nochmal

Vorne anzufangen.

Viel habe ich „damals“ noch nicht vom Land gesehen da ich um 22.00Uhr angekommen bin, was hier finsterste Nacht bedeutet. Außerdem waren die 15Stunden Flug doch anstrengender als gedacht weshalb ich des öfteren im Auto eingeschlafen bin und mich dann beim aufwachen gewundert habe wieso wir auf der linken Seite über die Landstraße fahren. Der Linksverkehr war sozusagen mein erster Kulturschock, weil es mir im vorher überhaupt nicht bewusst war. Naja man gewöhnt sich an alles. Angekommen wurde ich von meinem Hausvater, so werden hier alle Hausleiter genant, und der alten coworkerin begrüßt. Mittlerweile war es auch schon 0.00Uhr, weshalb ich die ersten Stunden meines ersten Tages in Südafrika mit schlafen verbracht habe. Aufgeweckt durch reges Leben im Haus habe ich dann am nächsten Morgen alle residents, die Köchin, die Hausmutter und die Kinder kennengelernt. Anschließend wurde ich über das gesamte Gelände geführt, am Abend zuvor konnte ich quasi nichts davon sehen, umso größer kam es mir dann am nächsten Tag vor. Alle Namen und Gesichter, die mir vorgestellt wurden habe ich anschließen durch die Bank weg wieder vergessen, was ich aber bei rund 60 residents und 20 Hauseltern gut mit meinem Gewissen vereinbaren konnte.

Die Tage vor meinem eigentlichen Arbeitsbeginn habe ich mit Sachen auspacken, in die Stadt fahren und arbeiten vebracht, arbeiten in dem Sinne, dass es schwer ist nicht zu „arbeiten“ wenn man mit allen Leute in einem Haus wohnt und es eigentlich immer was zu tun gibt. Somit habe ich die Leute in meinem Haus, übrigens 6, kennengelernt und 4 Tage später habe ich dann angefangen in den workshops zu arbeiten, dazu aber später mehr.

Da es nicht so leicht ist zu schreiben was vor 7 Wochen passiert ist, jetzt einfach ein paar Bilder.

Die ersten beiden sind aus dem Flugzeug, die Anzeigetafel wo sich das Flugzeug gerade befindet hat mich einige Stunden des Fluges unterhalten, zumindest bis zu dem Zeitpunkt an dem ich es kaputt gespielt habe. Moral von der Geschichte war, dass ich mir für den Rest des Fluges keine Filme mehr angucken oder Musik hören konnte. Naja zum Glück saß ich ja am Fenster, da gabs genug zu gucken. Wie zum Beispiel auf den nächsten Bild, den ersten Zipfel Afrika´s. Marokko oder Algerien. Dann noch den Ausblick von meinem Balkon über einen Teil des camphill Geländes und ein Foto meines „neuen“ Zimmers, die erste Woche habe ich noch in einem anderen gewohnt.