Rund um den Krähen

Wunderbare Aussicht vom Krähen
Wunderbare Aussicht vom Krähen
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Aufbau unseres Nachtlagers
Aufbau unseres Nachtlagers
Voller Tatendrang den Weg entlang
Voller Tatendrang den Weg entlang
"Ein Jäger hoch am Himmel.."
„Ein Jäger hoch am Himmel..“
Gemeinsames Gruppenfoto nach einem langen anstrengenden Aufstieg
Gemeinsames Gruppenfoto nach einem langen anstrengenden Aufstieg
Knietiefer Schnee
Knietiefer Schnee
Eiszeitpfad
Eiszeitpfad
Endlos lang ein Weg durch Schnee
Endlos lang ein Weg durch Schnee
Zu Gast bei netten Bauern
Zu Gast bei netten Bauern

Mittlerweile viel zu Lange ist es her das sich eine kleine Gruppe auf den Weg machte um Sylvester auf dem Hohenkrähen zu verbringen. Ein kleiner Bericht mit ein paar Fotos soll trotzdem noch geschrieben sein….

Die Reise begann am Jungfernkopf während alles noch schläft stiefeln wir voll bepackt zur Bushaltestelle um von dort mit Öffis die Reise Richtung Tuttlingen anzutreten. Soweit ging auch alles gut und wir kamen nach schier endlosem Bahn fahren an. Aber wie geht´s jetzt weiter? Wirkliche einen Plan hatten wir nicht und so suchten wir uns den nächstbesten Weg der uns grob in die Richtung führte die wir wollten zum Krähen. Eine lange Wanderung sollte es an diesem Tag aber nicht mehr sein, da wir noch kein Nachtlager hatten. Auch haben wir den Tiefschnee zum Teil ein wenig unterschätzt. In einem nahen Waldstück fanden wir dann einen Ort wo wir unsere Kothe aufstellen konnten und sogar ein kleines Feuer machen. Auf diesem wurde gekocht und sich gewärmt um die, wie wir im Nachhinein erfahren haben, angeblich kälteste Nacht seit ’63 zu überleben.

Der nächste Morgen verlief dann wie gewohnt mit Klamotten zusammenpacken, Frühstücken und weiter geht die Reise. Weiter ging unsere Wanderung durch den Wald und über Felder. Eine Mittagspause mit etwas warmen zu Essen sollte unser nächstes Ziel sein. Gestärkt mit Flädlesuppe und oder Käsespätzle zogen wir nun von Hattingen nach Talmühle wo wir das Glück hatten bei ein paar Milchbauern unterzukommen. Diese erlaubten uns eine Nacht in ihrem Partyraum zu nächtigen. Als kleinen Dank haben wir geholfen die Kühe zu füttern und ein wenig Schnee zu räumen.

Der dritte Tag, unser Ziel für heute war klar. Wir kommen heute zum Krähen. Gesagt, getan. Es war ein anstrengender Weg der uns zum Teil durch knie hohen Schnee führte und über Wege die wohl nicht umsonst den Titel Eiszeitpfad tragen. Manche ließen einen zum Teil grübeln ob man noch auf dem Feldweg läuft oder bereits auf dem Feld daneben. Bei vielen keimte aber auch immer mehr der Wunsch endlich nicht mehr Bergauf zu stiefeln mit Schnee, Wind und Eis im Gesicht.

Trotzdem haben wir es geschafft und konnten mit der Dämmerung am Krähen ankommen. Dort genossen wir eine richtige Matratze und andere Annehmlichkeiten.

Der Sylvester Tag wurde dann damit verbracht die Ruine zu erkunden, sich über eine unglaubliche Aussicht zu freuen und bei Vorbereitungen für ein gemeinsames Sylvesterfest zu helfen.

Dies sollten wir dann auch haben mit ~120 Gleichgesinnten gemeinsam auf dem Hohenkrähen.

Vielen Dank noch einmal für die Einladung und dieses schöne Erlebnis!

 

Rumpeln in der Rhön

Teil I

– Helges Geburtstag-

 

Unsere diesjährige, schon Tradition gewordene, Fahrt über die Geburtstagstage von Max und Helge brachte uns in die schöne Röhn im Grenzgebiet von Hessen und Bayern. Die Tippeltruppe bestand diesmal aus Clara, Winnie, Lukas, Max, Henne, Helge, Mike und Robert, wobei Mike einen Tag später anreiste.

Per Zug ging es also vom Heimathafen aus nach Gersfeld in der Hessischen Röhn wo wir abends gegen 20 Uhr im strömenden Regen ankamen. Das machte uns aber gar nüscht ! Stoisch warteten wir einige Zeit unter dem Bahnhofsvordach erkundigten uns bei Eingeborenen nach der nächsten Kaschemme und fassten den Entschluss eine solche möglichst bald aufzusuchen, da heute schließlich in Helges  Geburtstag reingefeiert werden sollte. Zapp zarapp saßen wir in einer Kneipe im Dorfkern in der die einzigen Gäste die Wirtin selbst und ne Hand voll anderer Menschen waren die grade ein fröhliches Trinklied sangen als wir durch die Tür traten. Jetzt mag man sich denken OHO uff gehts, mitgesungen und nen Bier oder ne warme Suppe abstauben. Falsch gedacht. Nach einigen Liedern unsererseits und einem getrunkenen Bier wurde uns klar gemacht, dass wir doch nicht stören und bitte nicht so laut sein sollen. ( an dieser Stelle sol lder Name dieser sehr ungastlichen Kneipe nicht unerwähnt bleiben: „Futterkiste“). Gut, dann eben nicht! Ha wäre ja gelacht wenn wir nicht ne anständige Kneipe finden in der unserer Engelsgesang gebührend belohnt wird. Rucksäcke auf und hinein in die regnerische Nacht. Nach kurzem rumirren fanden wir eine noch geöffnete loungähnliche Bar. Hier war das Personal freundlicher und die Gäste auch. Eine nette Dame, die Ihre Tuba!!! dabei hatte erklärte uns sogar wo wir für die Nacht ein ruhiges trockenes Fleckchen finden könnten. Dieses Fleckchen war eine Tunnelunterführung die wie für uns geschaffen war. An diesem Ort wurde also Helges 24. Geburtstag begossen. Einen Geburtstag an einem solchen Plätzchen zu verbringen kann man jedem kaffeekränzchenstandardgeburstag Geplagtem stark empfehlen!

-Robert-

(WER SCHREIBT DEN NÄCHSTEN TEIL???)

Von Heli zur Luwi

Und wieder einmal gibt es einen kleinen Fahrtenbericht . Vom 5.3 bis zum 10.3 waren wir mit kurzer Unterbrechung in Witzenhausen unterwegs . Die Fahrtengruppe bestand diesmal, recht ungewöhnlich, aus drei Weibsbildern ( Winnie, Julia, Clara) und mir (Robert).

Gestartet sind wir Vier in Hessisch Lichtenau, in der Nähe von Kassel, mit dem Ziel Witzenhausen bzw. Jugendburg Ludwigstein.

Im schönsten Wetter was der März bieten konnte gings also wie so oft los am Pfadihüttchen der Silberfüchse, wo das Allgemeinmaterial zusammengesucht und aufgeteilt wurde. Weiter mit der Tram nach Heli. Dort kauften wir Proviant für die kommenden Tage und schon gings im Sonnenschein und gefühlten 20 °C raus aus dem Ort und hinaus in die hügelige Nordhessische Landschaft. Auf Feldwegen und am Waldrand entlang schoben wir uns den ersten Hügel hinauf von dem aus wir eine grandiose Aussicht auf die sonnenbeschienenen mit Schneeflecken übersähten Lande hatten . Eine kurze Pause um alles in sich aufzunehmen und weiter auf dem Feldweg über den Eisenberg zum nächsten bewaldeten Hügel. Da wir erst nachmittags gestartet waren und es gegen halb 7 schon dunkel werden würde suchten wir uns auf halber Höhe des Hügels einen Schlafplatz um die Kothe aufzustellen. Das war schnell getan. Ebenso flux entfachten wir ein Feuer außerhalb der Kothe auf dem wir uns dann eine warme Mahlzeit zubereiteten. Als die letzten Sonnenstrahlen hinter der Kothe verschwunden waren und es merklich kühler und dunkel wurde, verfrachteten wir das Feuer ins Zelt und aßen warm eingepackt unser Essen. Mit einer kleinen Singerunde und anschließendem Vorlesen aus Hesses Steppenwolf kam die erste doch recht kalte Nacht auf Fahrt.

Am nächsten Morgen wachten wir mit steifen Gliedern auf und bedauerten es keinen Tee eingepackt zu haben. So entfachten wir draußen das feuer um uns etwas aufzuwärmen und packten danach alles zusammen. Weiter gings ohne Frühstück das wir nach einiger Weile Laufen auf einer Wiese in der Sonne zu uns nahmen . Das Wetter war uns auch heute noch wohlgesonnen, sodass wir einen weiteren schönen Tag in der Sonne tippeln konnten. Ohne besondere Vorkommnisse gings gemütlich weiter über Felder, Hügel, durch Schnee, Matsch und das ein oder andere Dorf.

Wir fassten den Entschluss die heutige Nacht in einer Scheune verbringen zu wollen. Dieser Wunsch erfüllte sich allerdings nicht , aufgrund wenig gastfreundlicher Nordhessen!

So wurde also im Letzten Licht des Tages die Kothe auf einer Schafsweide im Wald ein wenig außerhalb eines Dorfes aufgeschlagen. Trockenes Feuerholz für die Nacht gab es hier glücklicherweise genug , sodass wir aufs sammeln desselben keine Zeit vergäuden mussten bevor die Nacht ganz über uns hereingebrochen war. Ein Fläschen Wein, das Feuer und ein Chilli sin carne mit Nudeln bereitete eine recht gute Grundlage für diese wieder sehr kalte Nacht. Auch die Körperwärme des neben sich liegenden ist nicht zu verachten. In der Nacht waren alle irgendwann mal wach und schürten das Feuerchen erneut an.

Die Nacht überlebten alle unbeschadet, was dazu führte das wir unseren Weg Richtung Witzenhausen fortführten konnten. Unser Plan für diesen Tag sah so aus, dass wir auf den nächsten Berg hinaufsteigen wollten auf dem sich eine Waldgasstätte befand um dort einige Stunden zu singen und das ein oder andere Getränk abzustauben.

Der Plan schlug fehl! Das Wetter war heute nicht so schön wie die letzten Tage und auf dem Weg hoch merkten wir schnell, das in höheren Lagen der Schnee noch etwas höher liegt. Hinzu kam, dass wir auf halben Weg hoch von einem holzhackenenden Menschen gesagt bekamen, dass das Gasthaus heute nicht geöffnet habe. Mit weniger Motivation wie zuvor stapften wir trotzdem weiter durch den Schnee.

Nach einer Weile verließ uns Julia, die wieder in die Welt der Verpflichtungen entschwand. Jetzt nur noch zu dritt gings weiter , den Berg wieder hinab. Vorbei an Gut Farenbach zum nächsten Dorf in dem wir uns eine Hopfenkaltschale genehmigten. Nach dem kurzen Aufwärmen im Gasthaus kam dann die letzte Etappe nach Witzenhausen in die Wg von Clara. Wir waren letztendlich einen Tag zu früh angekommen. Der Große Plan war nämlich, dass wir uns am Freitag, also einen Tag später, hier mit einem großen Teil der restlichen Truppe treffen wollten um dann am Samstag zum Beräunertreffen auf die Luwi zu tapern.

So kochten wir uns also das Essen, das wir sowiso für den letzten Abend der Fahrt gekauft hatten und machten nen Gemütlichen.

Am nächsten Tag trafen dann also Max, Mike, Zivi Nico, Schnitzel, Lukas, und Roffe ein. Mit reichlich Getränken für Bespaßung und guter Laune im Gepäck. Später am Abend stieß noch Benni aus Göttingen dazu. Ein sehr spaßiger Abend mit dem ganzen Haufen bereitete die Grundlage für den nächsten Tag auf dem Beräuner- Singewettstreit.

So wanderte also die ganze Rotte von Witzenhausen zur Burg um einen klasse Abend zwischen einem überwiegend lustigem und buntem Haufen von Leuten zu verbringen.

Dort angekommen bauten wir schnell die Kothe auf und schauten uns nach kurzem verschnaufen und einem Schoppen ( OHHHH das ist aber sau Unmeißner !!!!!!! ;-)) die Beiträge der Einzelsänger an, Die Gruppen hatten wir leider verpasst. Bei den Einzelsängern waren ein paar sehr gute Beiträge dabei. Besonders ein auf die bündische Jugend usw. bezogener selbstkritischer, satierischer Text von Malte war überaus gut!

Die auf den Singewettstreit überall auf der Burg stattfindenden Singerunden kann man nicht beschrieben. Das muss man selbst erleben! Aber wie letztes Jahr auch war es einfach nur ein heiden Spaß mit gefühlten 10 gitarren diversen anderen Instrumenten und 100 leuten in nem Gewölberaum auf ner Burg zu singen. Und obwohl alle Leute von überall aus Deutschland kommen und in den unterschiedlichsten Bünden groß geworden sind ist das Liedgut oft sehr ähnlich zu dem eigenen, sodass man aus voller Kehle mitmachen kann. Naja wie gesagt, schwer zu beschrieben.

Eins bleibt noch zu sagen : *kein Platz in unsren Kothen für völkische Idioten * !!!!!

Am nächsten Tag gings dann per Tramp zurück nach Witzenhausen und von da nach Kassel.

Mädels, war ne schöne Fahrt!

Horridoh, Robert

 

 

Eine kleine Schar in den Nebelbergen…

… oder auf dem Dörnberg.

Doch beginnen wir am Anfang !

Anfang Januar, kurz nach Winterlager und Silverstersause im Landheim mit all den guten Freunden und mächtig viel Trubel und wenig Ruhe für sich selbst, sprangen einige Unermüdliche nochmal in die Wanderstiefel um einige wenige Tage die Natur, die Kothe, das Lagerfeuer und alles weitere was zu einer Fahrt dazu gehört in sich aufnehmen zu können. Die Tippelgemeinschaft bestand diesmal aus Clara, Max, Roffe, Henner und mir.

Mit allen trafen wir uns am 3. Januar am Hüttchen des Stammes um die Kotheplanen in die Affenrollen zu integrieren, die Vorräte, die größtenteils noch vom Lager übrig geblieben waren, aufzuteilen und gemeinsam die Fahrt richtung Dörnberg zu starten. Damit sollte Maxes sehnlicher Fahrtenwunsch in Kassels Umgebung endlich gestillt werden. Aber auch wir anderen waren begeistert von dem Gedanken auf den Helfensteinen zu stehen und von dort das schöne Umland zu betrachten.

So ging es also los ohne Stock aber dafür mit Hut. Auf in den Habichtswald richtung Gaststätte Silbersee, wo wir auch nach einem kurzen stop am Erlenloch in der Dämmerung ankamen. Die Kothe wollten wir nach einer kleinen Erfrischung in dem Waldgasthaus auf dem Gelände der „Hütte“ ganz in der Nähe aufschlagen. Also rinn in die gute Stube und nen Schoppen genehmeigt. Als dann gegen 19 uhr von der Wirtin angekündigt wurde, dass wir doch langsam austrinken sollten machten wir uns auch daran.  Wir waren dann auch schon so fast am aufbrechen als der nette Wirt einen Teller nach dem anderen mit den schönsten Sahnetorten, Krebbeln und Baumkuchen vor uns hinstellte und meinte das könnten wir vor der kalten nacht draußen sicherlich gebrauchen. Stimmt, dachten wir uns bedankten uns heiter grinsend mehrmals und ließen es uns sehr schmecken. Danke Gaststätte Silbersee!

Mit angefütterten Mägen machten wir uns mit unsicherem Schritt im stockfinsteren Wald auf den kurzen Weg zur „Hütte“. Nach ca. 10 minuten kamen wir dort an, zündeten eine Kerze an legten die Sachen nieder und knüpften im schwachen Lichtschein die Kothe zusammen. Schnell war noch ein Kothenbaum im Wald abgehauen und die kothe auf dem feuchten Waldboden aufgeschlagen. Ohne viel Gerede wusste jeder was zu tun war. Der eine räumt die Ponchos und Felle eine der andere holt die Rucksäcke an den Eingang. Der Nächste sucht Steine für die Feuerstelle während der letzte sich um das Feuerholz kümmert.

Nachdem alle ihr Plätzchen im Zelt gefunden hatten das Feuer knisterte und qualmte, die Stiefel ausgezogen waren, da viel von uns allen der Streß der letzten Tage ab. Es wurde zünftig gespeist mit Brot, welches am feuer geröstet wurde belegt mit Wurst, Käse, Avocado und vielem mehr. Dazu schlürften wir ein Weinchen. Auch ein Pfeiffchen in Ehren kann niemand verwehren! Gut gesättigt krochen wir in die Schlafsäcke. Clara hatte den „Hobbit“ mitgenommen und so wurde da ein wenig draus vorgelesen  und nach nicht allzu langer zeit schliefen wir alle ein mit dem Gedanken morgen auf den Dörnberg zu steigen, vlt sogar in Nebelschwaden oder auch im Sonnenschein. Wie auch immer. Auf jedenfall bestätigten wir uns alle darin, dass es wundervoll ist mit seinen Freunden für kurze Zeit der Hecktik und Enge des Alltags zu entfliehen und auf seine eigen gestaltet Fahrt zu gehen. Ein bisschen Abenteuer.  Ein bisschen wie die Zwerge und Herr Beutlin auf ihrer Reise zu Smaug und dem einsamen Berg.

Am nächsten Morgen ging es nicht allzu früh los. Nachdem die klammen Kothenbahnen und alle anderen Sachen eingepackt waren machten wir uns auf den Weg zum Dörnberg, aber nicht ohne zuvor noch die Trinkflaschen beim Gasthaus aufgefüllt zu haben.

Der weg führte uns in diesiger, nebliger Witterung durch den Habichtswald richtung Dörnberg (Ort) wo wir noch dies und jenes für den Abend besorgten. Auch dort wurden wir vom Ladeninhaber mit Gebäckstückchen beschenkt. Von dort gings dann stetig hinauf auf den Großen Dörnberg welcher in Nebelschwaden vor uns lag. Alle Geräusche verschluckend umwaberte auch bald uns der Nebel zwischen den alten Buchen und endlich waren wir oben. Uns erwartet natürlich keine grandiose Aussicht sondern eine dichte undurchdringliche Suppe. Doch nach einiger Zeit wehte der starke Wind die Schwaden weg und wir konnten das Umland betrachten. nach einer kurzen Rast an einer Schutzhütte begaben wir uns zu den Helfensteinen, welche aus alten Basaltgestein bestehen und durch erosion zu Tage getreten sind. Nach kurzer Lagerplatzsuche im unterhalb liegenden Waldstück fanden wir nen lauschiges Plätzchen zwischen Fichten mit wintzigem Bächlein in der nähe. So ging das abendliche wortkarge Prozedere erneut los. Holz wurde gesammelt, Kothenbahnen geknüpft…. In der langsam sich anschleichenden Nacht knisterte das Feuer in der Kothe und ein schmackhaftes Süppchen wurde zubereitet. Nach dem ersten Durchgang folgt bald darauf ein zweiter woraufhin wir alle satt waren. Ein paar Lieder gesungen ein wenig aus dem Hobbit vorgelesen und schon waren alle wieder am ratzen.  In der Nacht stürmte es ganz wacker, was zu einem mehr oder minder unruhigem Schlaf führte.

So wachten wir am Morgen auch wieder später wie geplant auf und packten deshalb relativ fix die Sachen und kehrten für nen frühschoppen und kaffee in ein nahes Gasthaus ein. Diesmal gabs keine Gebäckstücke geschenkt! nachdem alle wieder halbwegs aufgewärmt waren gings fort über die ebenen des Dörnbergs nach Zierenberg. Wieder waren wir von Nebel eingehüllt. Am Fuße des Berges angekommen noch die letzten Vorräte aufgebraucht und schon war die Fahrt am Zierenberger Bahnhof zu Ende.Sehr schön wars mal wieder !

Und da sieht man mal weider, nicht lange oder weit muss man weg um die Freiheit zu spüren.

 

Horridoh, Robert

 

 

 

 

 

Die Wiederentdeckung von Bornholm – SoFa 2012

Nun schreiben wir schon das Jahr 2012 und bevor die Welt untergeht dachten wir uns: „Mensch Borholm“, damals Gruppenabschlussfahrt, „war doch so Super, da müssen wir mit unseren Jungens auch nochmal hin!“.
So begab es sich, dass wir gute acht Tage Zeit hatten Bornholm nochmals zu erkunden, bevor wir uns mit den anderen Gruppen unseres Stammes in Kiel treffen wollten, um dann gemeinsam noch eine WocheOostseepiraten zu spielen und von Kiel in Richtung Rostock zu Segeln.
Aber alles der Reihe nach, in manchmal nicht ganz so ausführlichen Sätzen.

Nach einer Nacht auf Rügen ging es mit der Fähre in 3,5h rüber zu unser heiss geliebten Dänichen Insel.
Angekommen, noch was eingekauft, losgestiefelt Richtung Norden, die See zur Linken.
Erstmal raus und bei dem supergeilen Wetter die Wassertemperatur getestet.
Ergebnis: Ohne Beanstandungen – Sehr erfrischend.
Unser Nachtquartier unter freiem Himmel ausgerollt und erstmal Sternenhimmel begutachtet und von den Reisestrapatzen erholt und fein geschlafen.
Der frühe Vogel und auch Silberfuchs macht sich dann morgens recht fix bereit zum weitertippeln. Und so ging es vorbei an Kiefern, Birken, Dünen, Dünen, Sand, Steinen und Sonne, Sonne, Sonne satt, bis wir an einen uns wohlbekannten Platz kamenn. Die gute alte Räucherei wo wir damals lustigerweise zwei Menschen vom Jungfernkopf getroffen hatten und pausierten.
Nun dieses mal haben wir keinen getroffen den wir kennen oder nicht kennen, allerdings konnten es sich alle (ausser mir) nicht nehmen erstmal die ersten dänischen Kronen (nix mit Eurozone!) für feinen Räucherfisch (oder auch ein Eis) auszugeben und gediegen zu Schlemmen.

Irgendwann kam Steffenn dann mit einem 2,5kg Sack Kartoffeln an und meinte das is doch praktisches Gemüse für die Soße heut Abend….(Nudeln, Rot….)
Naja muss man nix zusagen, jedenfalls kurzerhand Wasser aufgesetzt, Kartoffeln gekocht, Kartoffeln zerfallen, Kartoffeln gestampft, Kartoffeln gewürzt, Kartoffelpampenbrei  gegessen. War Gut!
Da dies alles recht viel Zeit in Anspruch nahm beschlossen wir, unsere Daseinsgelassenheit auf Später zu verschieben und erstmal ein wenig  weiter zu Tippeln um einen feinen Ort für unsere Nachtbleibe zu finden.
Naja aus dem wenig wurde dann doch ein wenig mehr und mehr, da die Dänen scheinbar alle direkt 10 meter vom Meer entfernt wohnen, oder Ferien machen, wollen.
Nicht das wir das nicht auch alle wollen würden, in diesen kleinen, urigen Häusern aber: „Endlos lang zieht sich die Strasse…“.
Nun ja, Dinge geschehen und so geschah es auch, dass wir uns plötzlich, die Häuser hinter uns gelassen, an unserem eigenen kleinen Privatstrand wiederfanden und die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen, bevor wir wieder brav unter Sternen gebettet einschliefen.

Am nächsten Morgen zogen wir weiter gen Norden (nicht zu verwechseln mit „gen Italien“). Das gute Wetter beschloss scheinbar auch erstmal weiter zu ziehen aber das macht uns ja bekanntlich weniger aus, denn beim Wandern mit schon vorhandenem Sonnenbrand ist es ja auch nicht so schlimm wenns ein wenig bedeckt ist. Ausserdem schein uns die Sonne ja eh aus dem Ar….
Kurze pause gemacht bei Jons Kapel, einem Ausguckpunk, wo mir die deutschen Rentner die wir dort getroffen haben jetzt noch leid tun, die sich diese unmengen an Stufen hinunter und auch wieder hinauf quälen mussten. Wollten.

Der Pfad führte an diesem Tag sehr häufig hinauf und mindestens genau so oft wieder hinab auf Meeresniveau so dass wir doch das ein oder andere mal sehr ins Schwitzen kamen. Durch eine Art „Bornholer Maccia“ führte der weg an Dornen, Steinen, rieseigen Weiden vorbei, immer weiter Richtung dem uns wohlbekannten Hammersus. Die Sonne beschloss uns übrigens dann doch wieder zu Scheinen. Schönen Dank. Voallem für den letzten Anstieg hoch zur alten Wikingerburg.
Pünktlich angekommen verschwand sie natürlich wieder und rief ihre Freunde Wind und Wolken dann zu einem Happening.
Nach einer Rast und einem wohlverdienten Eis machten wir uns weiter. Wir wollten nur noch ein Stückchen zu einem Platz auf der Karte (die es übrigens kostenlos (!!!) auf der Fähre gab und auch von uns getestet für Sehr Gut befunden wurde) wo scheinbar irgendein Natur-Zeltplatz wäre.
Tatsächlich diesen Platz gab es. Mit Feuerstelle un zwei Sheltern die einem zum Beispiel aus Schweden bekannt vorkommen sollen. Feine Sache das. Und schwupp die wupp eingezogen und Feuer geamcht. Natürlich waren wir nebenbei noch in den Beiden (ja, beiden = zwei) Seen schwimmen. Dass man sich beim Schwimmen zwangsläufig wäscht wisst ihr ja sicherlich alle.
Nach einer ordentlichen Portion Papp (Maisbrei) und ein wenig Gesinge am feuer schliefen wir dann, eigentlich ganz gut, ohne im Regen nass zu werden.
Wir beschlossen allerdings noch, da wir das Nordende der Insel schon erreicht hatten, am nächsten Tag mit dem Bus richtung Osten weiter zu fahren, da  die Nordseite für uns ein wenig unattraktiver war, aufgrund von viele Dörfern und Touri-Magneten.

Am nächsten Morgen ging es nach einem Frühstück mit Brot und Stracke dann weiter. Ins Dorf hinein auf der suche nach einer Bushaltestelle. Bushaltestelle gefunden und im strömenden Regen gewartet. Ich glaub die Jungs haben mit dem Wetter zu viel Karten gespielt und das Wetter hat fortwährend verloren. Danke Jungs. 😉

An dieser Stelle möchte ich mich für Robert noch bei der Frau von der Bushaltestelle Entschuldigen: Undskyld!
Robert wollte dem Busfahrer einer anderen Buslinie einen Gefallen tun und gestikulierte diesem, er könne Weiterfahren. Dieser tat es auch und war wohl dankbar. Die Bushaltestellenfrau wahrscheinlich nicht.

Wir fühlten uns auf der Busfahrt in unserer Planung bestätigt diesen Teil der Insel zu Überspringen und kamen dann in Snoegebaek (?) beim Hafenfest an. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Nachdem wir keinen Supermarkt finden konnten ging es weiter nun Richtung Süden. Immer am Wasser und am wetterbedingt, nicht ganz so glänzendem, weissen Sandstrand weiter und weiter. Hierzu ist nicht viel zu Sagen ausser dass man auch hätte meinen können man sein in der Karibik an einem einsamen Strand gelandet.
Sind wir ja auch. Nur eben auf Bornholm.
Wir stellten unsere Kothe in den Dünenausläufern des Waldes auf, kochten was zu Mampfen und liessen den Tag gemütlich ausklingen.

Das Wwetter beschloss wieder ein wenig bessere Laune zu haben am nächsten Morgen, allerdings noch nicht so wirklich. Es war mehr wechselhaft als alles Andere.
Naja immerhin hatten wir mal wieder eine Kothe mit Meerblick und wir beschlossen dann weiter zu Ziehen. Strand, Strand, Wald, umgestürzte Bäume, Treibholz, Steine, ab und an ein paar Menschen.
In einem kleinen Fischerdorf angekommen machten wir erstmal Pause und füllten Flaschen auf. Tranken Kaffee und ein paar trampten zum nächsten Supermarkt.
Und überhaupt wir haben eigentlich ständig Kaffee Pausen gemacht (auf alle Tage bezogen)…
Weiter den Strand bzw den Sogenannten Kyststi weiter und weiter durch Dünen ging es erstmal leider ziemlich lange vorbei an Ferienhäusern oder so. Bis wir endlich das uns von damals noch bekannte militärische Übungsgelände erreichten und erstmal gucken mussten ob wir überhaupt weiter durften oder aussen rum gehen müssen.
Mussten wir zum Glück nicht wobei das vielleicht im Nachhinein die bessere Wahl gewesen wäre.
Durch dunkle Wälder zog sich der Weg und der Himmel zog leider auch zu. Man ahnte von weiter weg ein Gewitter. Immerhin sollten ja keine Militärübungen stattfinden die diese Geräusche sonst hätten erzeugen können. Wir beschlossen richtung Strand zu gehen und dort weiter zu Wandern wie es Plan war.

Wir erreichten den Strand und genau ab dem Zeitpunkt wo wir total Wetter un-geschützt unterwegs waren setzte ein kalter Regen ein von dem sich die spanische Gota Fría wohl noch ein Stück hätte abschneiden können. Selbst die Augen konnte man bei dem Regen kaum noch öffnen (bei mir trotz (Sonnen-)Brille (Auf die Ironie an dieser Stelle brauche ich glaube ich nicht weiter Hinweisen)) aber nun ja stehen bleiben is nich.
Weite zog die Horde, durchgeweicht bis in die Unnerbuxxen. Natürlich lief das Wasser auch von unseren Beinen von Oben in die Wanderschuhe rein. Später kam dann mal wieder ein wenig Sonne durch als wir an unserem Ziel waren. Ziel konnte man es eigentlich nicht wirklich nenen aber wir wollten da bleiben. Mit dem Übernachten sah es allerdings dort ein wenig doof aus. 3m zum Wasser, dahinter Dornensträucher die am Hang steil nach Oben wuchsen.
Naja erstmal nach Bear Grylls Art raus aus den nassen Klamotten um nicht direkt Krank zu werden sondern das vielleicht noch ein Weilchen herraus zu zögern.
Wir fanden dann später einen kleinen Weg hoch auf den besagten Hang und ein paar Meter platz um ganz dreisst zwei Kothen aufzustellen, worin wir dann, von Nacktschnecken verfolgt,
mehr oder weniger trocken schliefen.

Fortwährend weiter! Die nassen Schuhe spornten uns an, weiter zu Laufen. Oder war es die Sehnsucht nach einem Ruhetag und Standlager, das wir noch vorhatten zu machen?
Nun ja der Weg war eigentlich ganz schön. Immer mal wieder am Strand lang, immer mal wieder durch kleine Wälder über Felsen und Stufen weiter und weiter bis wir wieder einen Platz erreichten wo laut Karte Shelter und Feuerstelle sein sollten. Dem war auch so.
Direkt oberhalb vom Strand gelegen waren wir allerdings nicht allein. Ein Gruppe von Däninnen (und einem Dänen) hatte schon den einen Shelter bezogen.
Die Jungs quartierten sich in dem Anderen ein und wir Älteren bauten die Kothe auf. So. Feierabend. Nein doch nicht. Wir wollten noch was Einkaufen. So erkundigten wir uns bei unseren netten Nachbarn wo denn der nächste Supermarkt sei. Fix erklärt wo dies ist, boten sie uns an, uns zwei Fahrräder zu leihen. Dieses Angebot namen wir Dankend an und so radelten Max und Ich über die Felder ins 3km entfernte Dorf zum Einkaufen.
Man könnte fast sagen, wir haben an diesem Tag einen kleinen Triathlon bestritten. Laufen, Schwimmen, Radfahren (und dann nochmal Schwimmen) 😉

Den Tag liessen wir gediegen mit unseren dänischen Freunden am Feuer ausklingen mit viel Spaß, einen Einblick in  das tägliche dänische Leben von Schulformen hin zu dänischen Schlagerstars und sehr lustigem Vokabular und Missverständnissen.
Zum Beispiel trockneten wir unsere noch nassen Schuhe in der Sonne und stellten diese schräg an ein stück Holz, damit die Sonne besser hineinscheinen konnte. Unsere Nachbarn verstanden den Sinn und Zweck dieser Tat wohl nicht und offenbarten uns abends die wildesten Geschichten, die sie sich ausgemahlt hatten, warum wir unsere Schuhe denn so hinstellen würden. Sie taten dies uns jedenfalls auch gleich, wie sie gestanden und dachten, vielleicht könne man dann schneller Loslaufen und wäre generell schneller.
Nun ja ihr könnt euch ja alle sicherlich denken wie viel Spaß wir da hatten 🙂

Den nächsten Tag hatten wir dann ohne unsere dänischen Freunde ganz für uns und fürs Baden, Badewanne & Sandburg bauen, Lesen, Gitarre spielen, in der Sonne gammeln, in den Supermarkt laufen, Daseinsgelassenheit zu Studieren und natürlich für irgendwelchen Schabernack zu machen.
Wir beschlossen auch die Verleihrunde an diesem Ort zu machen, da wir unten eine wunderbare kleine Bucht mit viel Sand und Steinen und Sandsteinen hatten, direkt am Wasser.
Und da uns dieser Platz optimal gefiel und wir nicht wussten wo wir kurz vor Ronne sein würden. Dort war es vermutlich nicht so fein.
Bei klarem Sternenhimmel und (fast) Vollmond verliehen wir feierlich das Halstuch an Steffen und Chrissi. Sie haben es sich verdient.

So der letzte Tippeltag war angebrochen und der Weg ging mehr oder weniger so weiter wie die anderen Tage. Meer – Meer –  mehr Meer. Ich muss ja nicht alles doppelt und dreifach beschreiben. Ausser dass wir am Flughafen Bornholms vorbei mussten und die Gelegenheit hatten diverse kleine Propellermaschinen beim Starten zu beobachten.
Achso das Wetter mochte uns auch scheinbar wieder seit dem Millitärgeländeunwettertag und wir hatten seit dem ordentlich Sonne.

Kurz vor Ronne an einem Platz in einem Kiefernwald der uns irgendwie an den letzten Abend unsrers letzten Bornholmabenteuers erinnerte, beschlossen wir diesmal, allerdings unten, 10 Meter weiter richtung Wasser, am Strand zu Schlafen.
Aber erstmal Einkaufen gehen und für den letzten Abend einkaufen. Abschlussessen: Natürlich: Pölser (Dänische Hotdogs) und Fruchtjoghurt en mass.
Nach dem Abschlussmahl bauten wir Älteren uns einen Unterschlupf aus Kothenplanen und Treibholz wo wir die Nacht drunter verbringen wollten. Pünktlich als dieser fertig war fing es natürlich an extremst zu Schütten so dass wir uns plötzlich mit dem ganzen Gepäck und den Jungs unter eben diesem konstrukt zusammengequetscht befanden. Zum Glück war dies nicht von Dauer und die Jungs konnten sich ihre Loks auch noch aufbauen. Puh.
Wir genossen noch die lange Nacht unter dem nicht ganz so langen Unterschlupf, wo die Beine rausguckten, und uns bot sich noch ein Schauspiel der ganz besonderen Art: Ein richtig heftiges Gewitter was über dem Meer zum Glück (ich hatte tatsächlich ein wenig Bammel) an uns vorbei zog. Eine klasse Vorstellung der Natur.
Um es mit Bear Grylls worten zu sagen: „Ich empfinde es als echtes Privileg jetz an diesem Ort sein zu dürfen“.

Nach einer sehr kurzen Nacht ging es dann morgens um 6Uhr weiter richtung Ronne um die Fähre um 9Uhr zu bekommen um rechtzeitig abends in Kiel auf dem Segelschiff anzukommen.
Dies gelang uns auch bei einer feucht, fröhlichen Überfahrt und wir freuten uns die anderen zu treffen.

Vielleicht schreibt ja jemand anderes noch einen Piratenbericht über das Segeln, so viele Bilder davon habe ich auch gar nicht.

„Und es hält uns nichts mehr und wir freuen uns sehr,
bald flattern Segel gegen Osten.“

horridoh

moikmoikmoik

Lumpentrupp auf Fahrt …

Moinsen Brüder und Schwestern.

Um den Laden hier mal wieder zu aktualisieren ein klitzekleiner Fahrtenbericht.

Vom 11.11-13.11 fand in Hofgeismar das 2. FNA statt. Dies sollte als Ausgangspunkt unserer Fahrt dienen.

Am Freitag trafen wir uns im Landheim mit dem Plan im Kopf am nächsten Tag in der Früh  in richtung Kassel loszulaufen. Gesagt getan. Wir (Clara, Mike, Max, und ich) liefen bei kaltem, diesigen Herbstwetter mit guter Laune und dem frohen Gedanken daran wieder einmal auf Fahrt zu sein in Richtung Zierenberg.

Unsere Freischnauzeroute führte uns über die kargen Felder des hofgeismarer Umlandes und hinein in den Wald. Flachmann sagte hallo.

Hinaus aus dem Wald und am Waldrand entlang, an einer Gänsefarm vorbei wo wir vom wilden Geschnatter der künftigen Weihnachtsbraten begrüßt wurden und überlegten wie toll es doch wäre sich eine dieser weißen Prachtvögel zu stibitzen und am Abend zu verzehren.

naja der Hunger war noch nicht groß genug.

Es ging weiter über eine Landstraße und über eine Kuppe von wo aus wir einen nebelbeschränkten Blick auf die Baustelle des Caldener Flughafens hatten. Eine kleine Pause bei der wir wieder auf Kumpel Flachmann trafen und ein Apfel verzehrt wurde gab uns Kraft für den weiteren Weg.

Entusiastisch stürzten wir uns querfeldein in ein kleines Waldstück, welches uns vor einer Bundesstraße wieder ausspuckte. Nachdem wir uns orientiert hatten ging es wieder über Felder weiter richtung Ziel.

Über uns zog ein Schwarm Kraniche hinweg, sich in den Winden in die Höhe keisend.

Man kam durch ein kleines Dorf, indem wir erneut auf unseren alten bekannten Mr. Flachmann trafen.

Etwas orientierungslos traten wir die letzte Etappe nach Z- Berg an, welche unsere kleine Truppe bergan weiter führte. Oben angekommen hatte man eine famose Aussicht auf ein nebelverhangenes Tal.

Sich den Weg abwärts suchend kamen wir nach einiger Zeit tatsächlich im Dorf an und machten die letzten Schritte richtung „Luchshütte“. Da es schon fast dunkel war begannen wir sofort mit dem Aufbau der Kothe, richteten uns ein und enzündeten ein knisterndes Feuer um die müden Glieder aufzuwärmen.  Nach ein paar schnitten Brot gings nochmal runter ins Dorf um die lokalen Gepflogenheiten auszukundschaften und sich bestmöglich ins Dorfgeschehen einzubinden. —————

————- Nach einigen Stunden kehrten wir mit türkischen Teigtaschen in der Hand und der dörflichen Gepflogenheiten wegen erheitert in unser Lager zurück. Erneut wurde ein Feuer entzündet und die türkischen leckereien verzehrt.  Glückselig  schliefen die vier Menschlein im Schein des lodernden feuers ein.

Am nächsten Tag wurden  die Sachen  gepackt und der Heimweg mit dem Zug angetreten.

Nicht dieZeitspanne der Fahrt zählt, sondern die erworbenen Eindrücke….

Horridoh,

Robert