Das Meer bei Nacht

Das ist übrigend Mayte, wie sie leibt und lebt, und die verrükte daneben kennt ihr ja

Mayte und ich kommen von unserem off-Tag. Wir mussten endlich mal Winterklamotten einkaufen und einkaufen ist anstrengend. Dementsprechend müde sind wir. Wir wollen nach hause. Eine Flasche Rotwein und Johanna wartem auf uns zu hause. Eine schöne Aussicht. Aus purer Romantik schlage ich vor, doch die Straße am meer entlangzu fahren. Es ist schon sehr kalt draußen aber das Meer ist ja auch im Kalten und Dunkeln schön.

Ich genieße die Fahrt, der Bus ist so laut das man das man seine eigene stimme nicht hört, aber die Geräusche sind vertraut, das brummen des busses und das klappern der einrichtung klingen nach urlaub.

Der Mond scheint. Und wenn in Südafrika der Mond scheint, dann scheint er hell. Wir können recht weit übers Meer heraussehen, langsam wird es ein bisschen neblig. Der Stress des shoppens fällt ab und wir beschließen einfach kurz mal auszusteigen.

Der Sound ist gewaltig, der Mond auch. Es ist Ebbe, bis zum Meer geht es einen steilen Hang runter den es tagsüber nicht gibt. Wir laufen runter, mit andacht. Die Wellen die sich aus dem nebel herauslösen sind irgendwie magisch und einfach nur schön. Manche stellen hüllt der nebel völlig ein, andere kann man klar erkennen. Wir sehen die Lichter von Kapstadt, direkt vor uns , Tableview liegt im Nebel, doch wir können sehen wo es ist. Da die Wolken über Tableview heller sind. Man sollte nicht meinen, das die Lichter einer so kleinen Stadt die Wolken erhellen können, doch wo es so dunkel ist wie hier, tun sie das.

Der Mond erleuchtet trotdem den Stand, wir wollen jetzt doch unsere Füße ins Wasser halten. Vorsichtig tasten wir uns ran. Wir wissen ja wie unberechenbar die wellen immer dann hochschlagen, wenn man gerade mutig wid, und dann ist man bis zu den knien nass. Dafür ist es jetzt aber zu kalt. Wir tasten weiter. Und das meer nekt uns. Immer zwei zentimeter vor unseren füßen, hört die welle auf um und noch einen schritt tiefer reinzulocken. Nachdem wir das spiel viermal mitgemahct haben. Kommt sie, die mächtige große welle, die bestimmt wieder nur um uns zu ärgern zwei zentimeter vor unseren füßen stoppen wird. Nicht diesmal. Und natürlich sind wir jetzt bis zu den knien nass. Wir lachen.

Wir müssen zurück, es ist so zu kalt. Aber wir nehmen das ganze szenario die ganze schönheit und freiheit des augenblicks beim langsam zurückgehen nachmal in uns auf. Der Orion blinkt mich an. Die Sterne sin hier und da zu sehen. Der Mond verschwindet kurz hinter einer Wolke und wirft Lichtkreise. Wir sind mitten im Nichts.

Nachts am Meer, kalte Füße bekommen, dass macht mich glücklich.

Chor


Jeden Montagabend ist Residentschor. Also mache ich mich jeden Montag, nach dem Abendessen mit meiner Gitarre, auf zum therapiecenter. Neuerdings mit Catherine. Sie ist neu in unserem Haus und hat Angst vor der Dunkelheit. Auf dem Weg spricht Catherine ununterbrochen. Das ist nichts Neues. Catherine spricht immer ununterbrochen.

Das machen hier viele. Allerdings hat man eine Art Durchzugshören gelernt, was auf betimmte Worte ganz automatisch mit worten wie. Mhm““, oder „is it“, oder „what a pity“ reagiert und bei einem gewissen Tonfall, der besagt, jetzt kommt etwas wichtiges, schaltet sich die Aufmerksamkeit ein.

Das Problem ist, das System funktioniert nicht mit Catherine. Da sie irgendwie immer den Tonfall hat als würde sie dir gerade etwas extrem wichtiges erzählen. Ich schließe also mit dem Plan ab, auf dem weg zum Residentschor eine Einkaufsliste für den morgigen Hauseinkauf zu machen und höre zu, wie sie mir völlig belanglose Dinge mit einer Empörung erzählt die es mir Unmöglich macht wegzuhören. Zum beispiel hat sie gestern die Nachrichten schrecklich gefunden, und sie ist währen dem Mittagsschlaf zehnmal aufgewacht. Während sie jeweils die Zeit nennt, in der sie Wach war und das geräusch nachmacht, das sie aufgeweckt hat.

Ich mag Catherine.

Das Moyacenter kommt in Sicht und von vier verschidenen Richtungen höre ich die andern Residents kommen. Alle ununterbrochen redend.

Jaques kommt mit einer wahnsinnigen lautstärke von Richtung Malacite und erzählt david von der Farm. Der schiebt sein fahrrad vor sich her und lächelt geduldig, Glyniss und Joanna reden leiser, dafür aber umso aufgeregter und auch Maria kommt jetzt in Hörweite.

Im Chorraum angekommen, fangen 10 Residents alle auf einmal in drei verschiedenen Sprachen an zu reden. Doch das macht nichts denn sie erzählen mir alle das selbe. Es sei dunkel auf dem Weg gewesen, und sie hätten eine Taschenlampe gebraucht.

Diese Neuigkeiten werden von mir mit dem angemessenen „is it“ kommentiert und in dem Moment kommen Glyniss, Maria, Joanna, Jaques und Rosline rein. Jerde von ihnen erzählt mir persönlich, dass es dunkel war und sie mit Taschenlampe gekommen seien. Dabei geraten sich Roline und Joanna in die Haare wer denn zu erst sprechen darf. Auch die anderen fordern nun ihr recht zu sprechen ein und mir wird es zu laut.

Ich hole also meine Gitarre raus und fange an sie zu stimmen. Es wird ruhig. Soweit habe ich sie schon. Das die Gitarre Ruhe braucht kann man akzeptieren.

Dann kommt auch schon Mayte, sie setzt sich ans Klavier. Vielleicht hat sie sogar vor der Tür gewartet bis ich angefangen habe zu stimmen. Dann begrüßt sie wenigstens nicht jeder mit „ es war dunkel heute“ Doch soweit, dass sie komplett ruhig bleiben, wenn Mayte kommt haben wir sie dann noch nicht.

Vereinzelt fällt der schon so oft genannte Satz. Und Jaques springt auf und überreicht Mayte eine Blume. Meine steckt er inj meine Gitarre. „Danke Jaques aber ich stimme gerade“ und Jaques legt die Blume gehorsam aufs Klavier.

Wir fangen an zu singen, vielleicht ein drittel singt mit (sehr schief), ein anderes drittel bewegt den Mund (wenigstens nicht schief) und der Rest sitzt einfach da und lauscht.

Jedes Lied wird kommentiert, jedesmal wird verzweifelt nach Notentexten gefragt, dabei kann fast keiner schnell genug lesen.

Nach einer viertel Stunde kommt Georgina hinein. Nicht ohne sich damit zu entschuldigen, dass sie erst ihre Taschenlampe hätte suchen müssen.

Ich weiß nicht ob ich weinen oder lachen soll. Ich entschließe mich dafür einfach meine klappe zu halten und Mayte weißt ihr schnell einen Platz zu. Den Rest der Chorprobe machen wir keine Pausen zwischen den Liedern, wenn es keine Zeit zum reden gibt, kann sich auch keiner streiten wer reden darf.

Wie immer laufen wir singend aus dem Moyacenter heraus. Heute hilft es nicht viel. Peter, Monte und auch Joanna kommen nochmal rein um zu fragen, ob wir nicht mit dem Chor auf der Talentshow auftreten können.

Es dauert eine Weile, dann sind Mayte und ich allein. Wir lächeln. Wir genießen die Chorstunden, aber noch besser sind die wenigen stillen minuten danach.

Wir schließen ab und laufen nach Hause. Reden über dies und das.

Nur nicht über Dunkelheit und Taschenlampen.

Es ist auch eigentlich gar nicht dunkel, der Mond scheint so hell, das man alles sieht und keiner von uns hat eine Taschenlampe dabei.

Regen

Es ist März, und es hat seit 4 heißen Monaten keinen einzigen Tag auch nur einen einzigen Tropfen geregnet. Seit Tagen ist regen für unsere Region vorhergesagt. Überall um uns herum hat es geregnet. Nur hier nicht. Trotzdem ist es schrecklich schwül. Wir sitzen auf den Bänken vor der Farm und warten bis wir das Ok kriegen nach Hause zu gehen.

Am Himmel türmen sich Wolkenberge. Bloß nicht noch ein trockenes Gewitter. Es ist jetzt fünf Uhr Hendrik entlässt uns mit den ersten Regentropfen. Mein deutsches Anti-Regen Denken lässt mich schnell nach Hause rennen.

Die Tropfen sind angehem kühl. Auf den lezten Metern merke ich das, und gehe etwas langsamer und genieße es.

Als ich da bin drücken sich sechs Nasen ans Fenster um sich wirklich davon zu überzeugen, dass es regnet. Jetzt kommt Esme, meine Hausmutter, hinzu und ein Schei lässt alle neugierigen Fenstergucker zusammenzucken. REGEN. Esme hat gerade Würstchen auf dem Herd doch das macht nichts. Kaum betrete ich die Küche ruft sie REGENTANZ und mein ganzes Haus, ob jung (Gloria 24) ob alt (Hanna 80) stürmt aus dem Haus und tanzt, tanzt bis wir alle vollkommen durchnässt sind. Nur Grieta, die Caregiverin ist mit Paul drinnen geblieben und schafft jetzt unzählige Handtücher heran, damit wir im Haus nicht alles nass machen. Doch noch denken wir gar nicht daran, rein zu gehen. Erst mal, müssen wir noch ausgiebig unter den Wasserfällen duschen, die vom Dach rerabrauschen. Denn wenn es in Südafrika regnet, dann regnet es richtig. Es scheint nicht, als würde der Regen in Tropfen fallen, sondern in ganzen Eimerladungen.

Leider ist es viel zu schnell vorbei. Als wir alle getrocket mit leicht angebrannten Würstchen am Abendessenstisch sitzen hört der Regen schon auf.

In der Nacht allerdings fängt es nochmal an ein wenig zu nieseln und ich schlafe beim ersten Regenkonzert 2011 zufrieden ein.

Regen so richtig schätzen zu lernen, dass ist schön am Südafrika.

Harry Potter am Feuer

Abends, wenn ich im Dienst bin, lese ich vor. Ich gehe nicht davon aus, das mir wirklich zugehört wird. Zwei von 6 wissen am nächsten Tag noch was ich vorgelesen habe. Aber alle lieben es. Die pure Tatsache meiner Stimme zu lauschen macht Gloria und Hilton super glücklich. Es war immer schon schön, abends mit allen über Harry Potter zur Ruhe zu kommen aber jetzt wo der Winter abfängt ist es noch besser.

Wenn in unserem kamin ein lustiges Feuer prasselt und jeder aus purer gemütlichkeit, und weniger um sich vor Kälte zu schützten, da das feuer ja warm ist, in seine persönliche Decke gewickelt ist. Wenn ich die Tür des Wohnzimmers schleiße und Gloria merkt, dass ich jetzt von ihr erwarte, dass sie aufhört zu reden und sich lächelnd zurücklehnt. Dann macht das lesen doch doppelt so viel Spaß. Jedenfalls haben wir eine menge Spaß dabei, gemütlich am Feuer Harry zu begleiten, wie er im Februar in den See tauchen muss um Ron zu retten. Und die Tatsache, dass ich gerade eigentlich arbeite, verschwimmt in einer Wolke der vollkommenen Zufriedeheit.

Manchmal rösten wir dann noch Marschmallows oder trinken selbst gemachten Punsch

Am Feuer Harry Potter vorlesen, dass macht mich glücklich.

Jeden Tag eine Blume, ein Heiratsantrag und tausend mal Lachen

Das ist Jaques!!!

Morgends um Punkt 6.00 Uhr. Ich sitze and der Farm und bin mit meinem Boss Hendrik so die einzige. Kathrin ist heute melken, und sonst kommt nie irgendjemand pünktlich. Dann kommt Jaques um die Ecke. Man hört ihn schon von weitem. Er hat Kathrin in der Molkerei getroffen. I marry you. Schreit er ihr durchs ganze Dorf hinterher.

ER hat ein riesen Lächeln im gesicht. Und erzählt mir auch gleich. I met my girlfriend. Ich klau ihm seinen Hut, und er rennt mir uber den Farmhof lauthals krakelend nach. Bis Hendrik dem ein Ende setzt und wir Tiere füttern gehen. Ich stehe bei den Kälbchen im Feld und warte darauf, dass Jaques mir die Eimer mit Futter über den Zaun reicht. Aber der ist verschwunden. Eifach nirgends zu sehen. Plötzlich renn er mir von einem Bush entgegen, wie er da in den letzten zwei sekunden in denen ich nicht hingesehen habe, ingelangt ist kann ich mit zwar nicht erklären, aber in seiner Hand trägt er eine Hibiskusblüte, und im Gesicht, sein fröhlichstes Lachen. Ich freu mich und stecke die Blume wie jeden Tag in meine Haare. Darüber freut sich nun wieder Jaques.

Er sagt , kissi kissi, doch ich erwidere mit einem Kopfschütteln und antworte mit dem selben Sprachmix den Jaques immer spricht. „ No kissi kissi on the farm ni“ ungefähr eine Stunde später, steht er mit zwei weiteren Blumen im Molkeeivorhof den wir gerade ausmissten. Und gibt je Ann-chistin und Katrin eine. Auch sie stecken sie ins Haar.Ich sehe wie er mit Kathrin redet und auf mich zeigt, „ There is my girlfriend“ sagt er. „ I marry her, six o´clock in the chappel. I move in her house. Neben ihm steht Hilton. Er wohnt in meinem Haus und sagt normalerweise nicht viel, doch jetzt brummt er vor sich hin „ No ways, she is my sweetypie. Man muss sehr genau hinhören um überhaupt mitzubekommen , dass er etwas zu Thema beitseuert. Ann- Christin fragt was mit ihr sei. Jaques sagt: „I marry you“

Alle lachen. So oder ähnlich geht das jeden Tag.

Hendrik und das Bier

Das ist Hendrik, und gleichzeitig mein Boss.

Ich mach Abendessen, ich bin müde. Es war ein harter Tag und ich bin richtig schön ausgepowert. Ich schneide gerade das Brot, da kommt Hendrik rein. Er nimmt sich ein paar der guten gäser und haut nach draußen ab.

Oh nein, welche flausen hat der schon wieder im Kopf, ich schreie ihm noch nach, doch bitte die Metallbecher zu nehmen als Hendrik auch schon nach mir ruft.

Nee, keine Zeit ich mss jetzt erstmal Abendessenmachen. Aber Hendrik ruft penetrant weiter. Er kann einem schon auf den Sack gehen. Ich lasse mich jetzt nicht von ihm verarschen. Wenn ich jetzt um die Türe sehen würde flöge mir bestimmt eine Glasladung wasser ins gesicht. Ich denke noch , heute nicht Hendrik. Die Serviertenschlacht am Mittagstisch war genug. Dann gebe ich doch nach und begebe mich wieder besseren Wissens, auf die Terasse. gleich, gleich passiert irgendwas doofes. Vielleicht fliegt gleich ein Sandball auch mich zu, oder eine eiskalte hand pakt mich im Genick, aber heute ist Hendrik für eine Überrschung gut. Anstelle die guten gläser zu zerdeppern hat er sie mit kaltem bier gefüllt und hält mir eins vor die Nase. Das Argument, das ich gerade Abendesse mache, gilt nicht. Das kann warten. Erst mal muss ich jetzt trinken, da gibt es keine wiederrede. Ich setze mich, und mir fällt auf wie durstig ich eigentlich bin, das kalte bier wirkt, ich entspanne mich, der Tag fällt von mir ab und Hendrik grinst, er weiß es, er weiß dass mit das Bier tierisch gut tut, und freut sich diebisch mir eine Freude gemacht zu haben. Genauso wie er sich sonst freut wenn er uns sonst einen seiner Streiche spielt.

Jetzt muss ich allerdings noch den ganzen Lieter mit ihm leermachen. Betteln hilft nicht. Das Abendessen muss warten.

Das Bier ist jetzt alle, da es heiß ist, und ich doch hier auch sehr wenig trinke bin ich gut angschwipst, und so schneide ich dann das brot, außerordentlich darauf konzentriert mir nicht in den Finger zu schneiden. Das Abendessen ist eine lustige Angelegenheit.

Von Hendrik mit einem Bier überrascht werden, das macht mich glücklich.

Da bin ich wieder

Von verschiedenen Seiten kamen jetzt Beschwerden, dass ich nicht mehr schreibe, und außerdem scheinen manche, aufgrund mangelnder Abenteuerberichte und der Tatsache, dass ich meistens schreibe, wenn es mir mal nicht ganz so gut geht, aus meinen Berichten zu schließen, dass ich hier nicht ganz so glücklich bin. Falsch!

Ich kann euch tatsächlich keine Abenteuerberichte schreiben. Camphill ist halt Camphill und somit ein ruhiger Ort mit viel Routine aber ich dachte mir, davon kann man ja auch schreiben. Ich werde also nun regelmäßig von den Kleinen Sachen im Alltag berichten. Alles was mich glücklich, nachdenklich, oder auch traurig macht oder einfach von Allem, was ich vermissen werde wenn ich wieder nach Hause komme. Versteht mich nicht falsch. Ich freue mich natürlich auch auf euch.

Viel Spaß beim Lesen

Meine kleine Großfahrt

Mit 4 monatiger Verspätung machten wir ,ich ,3 weitere Young-Co-Worker, Rosemarie(Hausmutter im Ruhestand) und 12 Residents uns auf in die Gergend Cererberg. Der Urlaub war schonmal im Oktober angesetzt aber durch einen Autounfall vereitelt worden und so versuchten wir wieder die alte Gruppe zusammenzubekommen aber vergeblich. In den Cederbergs ist höchste Brandgefahr und irgendwie rauchten in der alten Gruppe alle. So wurde dieser Urlaub nicht, wie geplant, ein Urlaub für die die sonst nie Urlaub haben, weil es keine Familie gibt. Sondern schlicht und einfach ein Urlaub für alle, die gut laufen können und nicht rauchen. Erschreckend eigentlich, das bei 92 Residents da nur 12 in Frage kamen. Obwohl man fairerweise sagen muss, dass einige einfach nicht mitkonnten weil man auch noch Melker, Gärtner und Bäcker im Camphill brauchte. Montag ging es jedenfalls mit dem Bus los. Die Aufgabe des Buspackenswar schon das erste Abenteuer. Der Bus war zwar für 20 Personen und wir waren nur 17. aber der Anhänger fürs Gepäck war doch etwas zu klein. Da wir Feuerholz, Essen und mehr als 12 Bettdecken mitnehmen mussten, da die residents natürlich alle keine Schlafsäcke hatten geschweige denn, jemals gezeltet hatten. Die 4 stündige Fahrt verlief dann auch ereignislos und friedlich. Obwohl ereignislos relativ ist. Die Polizeiautos die uns auf der Straße überholten waren für einige vielleicht sogar das tollste am ganzen Urlaub. Die Landschaft war auf ihre weise unglaublich schön und beeindruckend. Berge, wie in Norwegen aber alles kahl, oder nur voller braunem Gestrüpp wechselten sich ab mit endlosen Wein- oder Apfelplantagen und Wüsten voller Gesteinsformationen, in denen man wie in Wolken, einfach alles entdecken konnte. Am Lagerplatz angekommen, ein schöner schattiger, sandiger Platz unter den einzigen Bäumen in der Gegend und einer riesigen Feuerstelle wurden erstmal die Zelte aufgebaut. Zu meiner anfäglichen freude waren sie oben offen. Nur ein Moskitonetz war zwichen uns unt den Sternenhimmel. Der in südafrika nooch einiges intensiver ist als ich es sonst wo gesehen habe und in den Cederbergs war er noch mal besser als im Camphill. Da keiner der Residents je gezeltet hatte herrschte große Aufregung und an die Schlangen und Paviane musste auch ich mich erst gewöhnen, weil man alles abschließen musste und nie barfuß herunlaufen konnte. Außerdem machen wilder Paviane Nachts einen schönen Radau. Das Programm das uns unser Gastgeber bot war vielseitig und ließ uns weinig Pausen, was für uns Co-Worker bedeutete nicht ständig jemanden belustigen zu müssen und so konnten auch wir die Fahrt in vollen Zügen genießen. Wir sahen und Steinformationen an, kletterten durch alte Höhlen, sahen Wandmalereien von den Ureinwohnern, suchten und fanden Fossilien und hatten einige schöne Wanderungen. Die eine Wanderung führte und an einen malerischen Fluss mit djungelartiger umgebung der zwar kalt aber fantastisch zum baden war. Die andere Wanderung führte und einen der Berge hoch, wobei ich mit bedauern sagen muss, dass ich auf halber Strecke mit den weniger fitten Residents warten musste, da ich beim Schnick Schnack Schnuck verloren hatte. Trotzdem war diese Wanderung für mich das spannendste. Die Landschaft war umwerfend und an Anfang der Wanderung suchten wir einen Leoparden. Unser Gastgeber war nämlich das Cape Leopard Trust, eine Organisatien die die Leoparden der Cerderbergs untersucht und dafür Kameras aufstellt, Dung untersucht aber halt auch Leoparden fängt um sie mit einem Sender um den Hals wieder frei zu lassen. Wir kamen also in den Genuss mit neuster Technik nach den Radiowellen dieser Leopardenmama zu suchen. Leider ohne großen Erfolg. Wir konnten zwar die Richtung der Leopardin ausmachen, aber Leoparden können sich einfach zu gut verstecken und das Land ist weit. Bei dem vollen Programm verliefen die Abende sehr friedlich, ich hatte meine neue Gitarre mitgenommen und für die residents gespielt. Die noch weniger mitsangen als unsere Kidies. Aber die haben eine bessere Erklärung, von denen können nämlich die wenigsten schnell genug die Texte mitlesen. Wenn sie denn lesen können. Trotzdem war es schön mal wieder am Lagerfeuer zu spielen und da ja so oder so kaum jemand mitgesungen hat musste ich mich auch nicht auf bekannte lieder aus dem Ding versteifen, sondern konnte auch fröhlich das ganze englische Pfadiliedgut spielen. Die Nächte waren eiskalt was uns leider zwang nach der ersten Nacht das Dach auf unser Zelt zu befestigen. Man konnte also nicht mehr mit Sternenhimmel schlafen. In der letzten Nacht hatten wir noch einen schönen Braii (grillen), das darf auf einem südafrikanischen Zeltlager natürlich nicht fehlen und nach 4 tollen ausgefüllten Tagen ging es wieder zurück. Die Rückfahrt war wieder von idyllischer Landschaft geprägt und zu meiner großen Freude machte unser Busfahrer Eddie Vedder an. Die Musik passte hervorragend zur Landschfaft da wir und wirklich im Nirgendwo befanden und erst nach einer Stunde Fahrt das erste Haus und nach zwei Stunden Fahrt die erste Siedlung mit Supermarkt erreichten. Auch wenn es wegen der Rückfahrt eher „Out of the wild“ war. Trotzdem eure Clara hat sich selten ohne euch so frei und glücklich gefühlt. Obwohl es natürlich auch schön war wieder eine richtige Toilette zu benutzen und vor dem Duschen nicht erst einen Eimer voller Wasser über seinen Kopf hochziehen musste. Der Empfang meiner Residents war auch sehr rührend, der meiner Hausmutter allerdings weniger schön, die war nämlich schon aufgebrochen zu ihrem freien Wochenende und hatte nach Claraart. Meinen Schlüssel, den ich ihr vor der FAhrt gegeben hatte, falls sie ihren Schlüssel in der Speisekammer einschließt, nämlich vergessen und dafür in ihr Zimmer eingeschlossen. Und so konnte ich erst in mein Zimmer und an das Essen nachdem ich mir den Schlüsselbund mit allen Schlüsseln des Camphills geholt hatte und etwa 300 Schlüssel in ihrer Tür ausprobiert hatte. Ich hatte also einen kleinen Großfahrtersatz, obwohl ich doch sehr bedaure nicht mit nach Polen kommen zu können. Obwohl die Einladung die ihr da fabriziert habt für meinen geschmack weder textlich noch visuell aüßerst einladend gemacht wurde. Kleine Kritik am Rande. Nicht böse nehmen. Ich hab euch lieb und freue mich schon tierisch auf euch. Auch wenn es bei mir noch ne Weile hin ist. Clara PS: Fotos werden nachgereicht wenn ich meine Speicherkarte zurückbekomme.

Bilder da!

Wusstet ihr schon, dass Kühe mehr milch geben wenn man ihnen Weihnachtslieder r vorsingt?

Nun bei uns im Camphill weiß das jeder (ist ja auch antroposophisch;))

Aber wenn man unsere Reisdents fragt dann ist das ja ganz klar. Der Trick ist ihnen um 11 uhr nachts weihnachtslieder vorzusingen.

Obs klappt weiß ich nicht, da ich am 25ten nicht melken war. Fakt ist aber, dass sich heilig Abend bei uns das halbe Camphill um 11 Uhr zwichen gutem Essen, Bescherung und der Mitternachtsmesse bei den Nachtweiden der Kühe einfindet und aus vollem herzen ein Weihnachtslied nach dem anderen singt.

Die Kühe nehem davon nicht wirklich notiz, sie schlafen tief und fest, nur wenn man sie lange genug mit dem taschenlampenlicht ärgert heben sie irgendwann schwach den kopf. Ob das aber zu mehr milch beiträgt?

Die drei neuen kälbchen sind als einziges wach, wahrscheinlich trinken sie morgen dann mehr milch. Sie muhen oder eher mähen leise vor sich hin.

Auch wenn ich den erklärten sinn dieser verantaltung definitiv bezweifel ist es doch eine super schöne tradition.

Einfach das gefühl mit allen die man gerne hat, allen hauseltern und kindern, allem gästen und dem ganzen farmteam gemeinsam im freien zu singen und dann auch noch nachts an heilig Abend ist einfach richtig cool.

Schade nur, dass nachher für mich auch noch der mitternachtsgottesdienst anstand in dem der Chor singen musste.

Der Gottesdienst hier ist jedenfalls grauenvoller und langweiliger als jeder andere gottesdienst in dem ich je war.

Irgendwann, habe ich mir vorgenommen, werde ich mal einen richtogen afrikanischen Gottesdienst besuchen und nicht so einen Christengemeinschaftsding.

Obwohl der Tag voll gewesen war trafen die deutschen Young Co Worker nach der Mitternachtsmesse noch zu wichteln und wein und ich habe mit anstand das hässlichste, unbrachbarste aber auch coolste und bis jetzt wahscheinlich meist benutzteste wichtelgeschenk bekommen.

Ihr müsst euch neonfarbene kinderknete vorstellen, die an der Luft trocknet nur das das material nicht knete sondern styroporkügelchen sind die mit neonfarbenem kleber zusammengehalten werden.

Jedenfalls haben jetzt schon drei der anderen super hässliche türschilder mit herzchen, blümschen, grünen wolken mit gesicht, und sonnen mit sonnebrille.

Ich füge demnächst ein foto bei.

Ansonsten war der 24te harte arbeit gewesen, vom melken ging es direkt zur generalprobe unseres weuhnachtsspiels um dann zur chorprobe für die mitternachtsmesse zu rennen und danach in fünf minuten brote zum mittagessen zu schmieren.

Unerwartet kam ich danach sogar noch zu einer stunde schlaf um dann auch gleich wieder zur farm zu hetzten und dann fast im anschluss, nach einer halben stunde möhren raspeln weiter zur aufführung zu rennen.

Wieder erwarten lief die aufführung ziemlich gut, die leute haben an den richtigen stellen gelacht und gott sei dank war ich die einzige die bemerkt hat, das meine beiden mitschäfer total betrunken waren.

Das weihnachtsessen im anschluss war super. Es gab möhren und kartoffelsalat mit kaltem lamm und schinken. Man bemerke es war heiß draußen und die residents haben sich doch auch sehr über die geschenke gefreut die ich ihenen ausgesucht hatte. Leider habe ich das nicht bei akllen gese´hen. Da papa und mama natürlich beide während der beschrerung angerufen haben. Aber nichts desto trotz habe ich mich sehr über die anrufe gefreut.

Mein wihnachtspäckchen kam zwar nicht rechtzeitig an aber ich hatte auch ein bischen was zum auspacken. Das beste geschenk kam von meinem haus, ein ventilator, der momentan auch nachts durchläuft und es nicht nur erträglich in der hitze macht sondern auch noch die mücken fernhält.

Die anderen tage waren dann auch eher ruhig, am 25ten sind wir abens tanzen gegangen. Es war super vorallem weil es erst das zweite mal war das wir abends rauskamen. Um 4 uhr waren wir dann wieder zu hause und ann christin ist eigentlich direkt zum melken gegangen.

Das wird mir dann an neujahr blühen.

Nebenbei habe ich noch ein paar neue südafrikanische spezialitäten kennengelernt. Neben fritierten kürbisfladen in zimt und zucker ist doch das seltsamste chips auf toastbrot.

Ich habe es auch heute endlich geschafft mal meine haare den wetterangemessen wieder kurz zu schneiden. Leider wird das auf der Arbeit schön unproktisch werden aber was solls.

Da es für weihnachtswünsche jetzt wohl doch ein weing zu spät ist wünsche ich euch einfach nur einen guten rutsch und sende liebste grüße ans winterlager und alle die die jetzt wie ich gerne mal für ein paar stunden rüberhüpfen wollen. Morgen geht’s ins schwimmbad oder? Aber silvester am strand ist ja eine ganz nette alternative zur hochburg hofgeißmar.

Lieb grüße clara

Advent, Advent die Sonne brennt

Morgends um 5.45 klingelt der Wecker. Langsam unglaublich langsam pelle ich mich aus meinem Bettbezug, der mir neuerdings die Decke ersetzt. Es war heiß in der Nacht. Sobald ich mal sitze gaht alles ganz schnell. Ab in die Farmklamotten, schnell ins Bad, Zähneputzen, Schal gekonnt um den Kopf binden und um Punkt 6.00 Uhr trudel ich in der Farm ein. Der erste Tag ohne melken nach vier Tagen, da fühle ich mich fast schon ausgeschlafen. Hendrik begrüßt mich mit einem müden Hallo. Heute Nacht seien wieder Leute auf der Farm gewesen. Er musste bis 01.00 Uhr wach bleiben. Vermutlich wollten sie Schweine klauen. Nichts desto Trotz schwingen wir uns gleich darauf in den Bukkie. Felder wässern und Tiere füttern ist angesagt. Auf dem Weg finden wir ein Mädchen verwirrt umherstreifen, sie sei eine neuer Young-Co Workerin und suche die Farm. Nachdem wir sie auch eingelden hatten setzte Hendrik uns ab, damit wir die Sprinkler verschieben konnten und er selbst fuhr zurück um den Rest des Farmteams zu holen, welches natürlich wie immer geschlossen zu spät eingetrudelt war. Die Hälfte fehlte immer noch. Sprinkler verschieben ist eine nasse Sache. Die Pflanzen die wir bewässern sind mindestens Knie hoch und natürlich nass von der letzten bewässerung. Normalerweise klebt die Hose nass an deinen Beinen, so nass, das dir das Wasser noch im die Gummistiefel läuft, die du ja eigentlich trägst um dich vor der Nässe zu schützen. In diesen Moment war es sogar noch fast kalt. Jedenfalls kalt genug um die Nässe nicht als willkommene Erfrischung zu begrüßen. Daraufhin spazierten Natascha ( die neue co-workerin) und ich erst mal durchs halbe Camphill um die Kühe zu füttern. Eine geschlagene halbe Stunde und es wurde langsam heiß. Danach hieß es die Kompsteimer bei den Häusern abzuholen und an die Schweine zu verfüttern. Eine stinkige angelegenheit für die, die nicht am Tag zu vor (wie ich) drei Abwassertanks ausgeleert hatten. Für das Hühner und Gänse füttern wurde ich dann alleine los geschickt und ich versuchte es ein wenig länger auszudenen als nötig um nicht noch eine Aufgabe vor dem Frühstück zu bekommen. Zurück auf der Farmstelle musste ich jedoch feststellen, dass ich doch nur eine Viertel Stunde gebracuht hatte und es erst 7.30 war. Mist. Ich habe dann erst mal Wasser aufgesetzt und abgewaschen und der Rest kam dann um 7.45Uhr. Pünktlich zum Frühstück. Das Wasser hatte gerade angefangen zu kochen und währen ich den Instantkaffe ausschenkte kam auch Gregory mit der Milch und dem Yoghurt frisch von der Molkerei. Nach dem Tischgebet und dem üblichen Rudolf Steiner Text für Dienstag begannen zu Essen und Gregory und Jaques hatten den üblichen Streit wer denn nun Kathrin und mich heiraten dürfte. Dabei muss man dazusagen, dass die Möglichkeit das der eine die eine und der andere die andere bekommt noch nie diskutiert worden ist. Teilen gibt es nicht und da der Präsident ja auch 7 Frauen hat ist Polygamie auch kein Hindernis. Der versuch den beiden zu erklären, dass meheehe nur bei Zulus erlaubt ist scheitete schon vielfach. Die Hitze kam jetzt langsam auch in den Frühstücksraum gekrochen und so würde das aufs Frühstück folgende Meeting( bei dem ich übrigends erfahre, dass die mindestthemperatur in der Nacht 17 grad war) auch etwas mehr als nötig ausgedehnt. Ich hatte Glück. Mir wurde die Aufgabe zugeteilt zusammen mit Wim auf dem Traktor und mit einem Wassertanker hintendran die jungen Bäume zu bewässern.während der Rest des Teams Feichis raurupfen durfte. (Teppichartige Pflanzen mit riesigen Wurzeln, die die Eigenschaft haben unsere Zäune herunter zu ziehen. Mein Job hieß zwar auch den ganzen Vormittag in der prallen Sonne zu stehen aber wenigsens hatten wir einen Wasserschlacuh dabei. Alle 15 min wurde Wims Hut mit Wasser gefüllt und ich wässerte meinen Schal den ich seit einigen Wochen als Kopfschutz trage. Das langarmlige Hemd welches ich zum schutz vor sonnenband mitgenommen und schon vor dem Frühstück als zu heiß befunden hatte wurde wieder rausgeholt und komplett in Wasser getränkt. Ob die Bäume von unser Bewässerung etwas mitgekriegt haben oder alles wieder verdampft ist nachdem wir verdampft waren kann ich nicht sagen, da unser Boss von der Gangsterjagt in der Nacht müde war durfeten wir sogar eine halbe Stunde früher gehen. Zu Hause angekommen hole ich erst mal mein Harry Potter Buch aus dem Zimmer und fange im Wohnzimmer an zu lesen wobei ich Paul alle 10 minuten wieder anziehen muss da er sich schlauerweis e einfach komplett entkleidet. Für ein warmes Mittagessen ist es eigentlich zu heiß und so bleibt die Hälte des Essens übrig (Die armen Kinder in Afrika ;), unsere Schweine freuen sich. Am nachmittag wurden wieder Schläüche verschoben, Zäune abgebaut und ich verbrachte den halben Tag damit herauszufinden warum der Strom, der auf den Schweinezäunen seinen sollte es irgendwie geschaft hatte in die Kuhzäune zu geraten obwohl überhauptkeine Verbindung bestand. Letztendlich stand ein stück Kuhzaun ab und berührte den Sromzaum der Schweine. Was zwar den Strom im Kuhzaun erklärt, aber noch keineswegs das Fehlen des Stroms im Schweinezaun. Aber nach dem der Zaun zurückgebogen war funktionierte alles wiedr ganz normal. Dann durfte ich wieder Hühner und Kühe füttern und der rest des Teams machte Feuerholz für den Winter. Und dann war auch schon Schluss. Ich wollte eigentlich nichts lieber als mit allen Klamotten am Leib in den Pool zu springen. Aber da ich haussitten musste, mussten ich mich mit einer kalten dusche begnügen. Beim Abendessen versuchte ich die übriggeblieben Nudeln diesmal kalt doch noch aufgegessen zu bekommen. Vergeblich. Dafür gab es Toastbrot, ausnahmsweise mal getoasted da ich mit eine halbe stunde dafür Zeit genommen hatte. Eigentlich hatte ich vorgehabt heute Harry Potter zwei zu Ende vorzulesen da wir gestern schon aud der Kammer des Schreckens entkommen waren aber mein Haus wollte einen Film sehen. Wodurch ich endlich mal in den Genuss von „Madagaska“ kam. Die Pinguiene kannte ich ja schon. Zurück in meinem Zimmer versuchte ich ganz früh schlafen zu gehen, da die 4 Tage melken doch noch in meinen Gliedern stecken. Aber unmöglich. Unglublich stickig und wir dürfen unsere Fenster über Nacht nicht mehr aufmachen. Unfähig bei dieser Hitze zu schlafen entschloss ich mich noch einmal stoßzulüften um die inzwischen kühle Luft von außen hereinzulassen. Um dabei nicht einzuschlafen setzte ich mich mit meinem harry Potter außen auf das Fensterbrett und genoss den Wind der draußen wehte. Angehehm kühl ist es drußen und direkt vor meinem Fenster steht dick und fett, wie ich ihn in Deutschland nie gesehen habe, der Orion. Es war so schön dort draußen auf der Fensterbank, dass dies der eigentliche grund war euch zu schreiben. Einfach um diesen Moment mit euch zu teilen. Um dann aber festzustellen das der Moment nur so unglaublcih fantastisch ist wenn man den Rest des Tages auch hatte Ich sitze also auf der Fensterbank. Es ist stockduster und der ganze Himmel ist voller Sterne. Nur ein Stern fehlt. Der Kopf der Orions den ich eine Weile suche. Das Buch in meiner Hand ist vergessen, gibt mir aber ein weiteres Gefühl der Geborgenheit. Die Grillen zirpen der Wind weht einer erfrischende brise in mein gesicht. Nur eingewickelt im mein Bettlaken horche ich auf das Rauschen der Bäume und dabei kommt ein anderes Geräusch angeweht. Die Marimbaband spielt gerade im Commutitycenter und ich höre erst nur vereinzelte Xhylophonkänge. Aber je mehr ich mich von dem Rachen der Bäume und zirpen der Grillen abgrenze kommt die melodie durch. Die Marimbaband spielt siahamba( was übrigends übersetzt „we are marching in the light of god“ bedeutet, papa). Ich sizte da und lausche. Ich weiß nicht wie lange, ich versuche nochmal den Kopf des Orions zu finden aber er ist nicht zu sehen, ich beschließe dass ich diesen Moment mit euch teilen will als gerade ein Auto die geräuschgeladene Stille unterbricht. Ich kann sogar durch die Baüme erkennen, dass es keins von unseren Autos ist und werde damit sehr effektiv daran erinnert, warum die Fenster im der Nahct nicht aubleiben sollten. Ich klettere also mit einiger Mühe und Bedauern in mein immer noch stickiges Zimmer zurückm, schließe die Fenster und fange an zu schreiben. Inzwischen bin ich schon wieder nass geschwitzt und das ist erst der Anfang des Sommers. Schickt mir ein bisschen Kälte rüber. Ich hab euch lieb Clara