Als Gummitramps zum Bodensee

GUMMITRAMPS

Für uns als Kenner von „Into the wild“ wurde für die Lumpenbrüder und Schwestern die Definition des Ledertramps immer unseren Fahrten und Touren an die verschiedensten Orte gerecht.
Doch bei dieser Tour wählten wir uns, Henner, Max, Robert und ich (Winnie) einen doch altbewährten, aber für uns neuen Weg, die Kilometer der Asphaltwüsten der deutschen Autobahn zurückzulegen. „Wir wollen TRAMPEN!“ (Gummitrampen, wie man es in amerikanischen Expertenkreisen nennt.) Erzählten wir zu anfangs noch mit stolzem Übermut. Aber das Abenteuer „Gummitramps“ wollte uns als gerade zurückgekehrte Leichtmatrosen auf die Probe stellen…

 

Mit einem guten Schluck angetrunkenen Mutes, dem ersten augustlichen Trullalla (es war der 13. August, Helges Geburtstag) und gefühlter Trueness in den Stiefeln, begaben sich die vier Gestalten auf das erste Rastplatz-, Parkplatz-, Haltebuchtmoped. (Undefinierbar!) Es war eine Ansammlung von Zwangspause-LKW-Fahrern, ein paar durchrauschenden Alleinfahrern, die uns mit typischen „Ich würd ja gerne, kann aber nicht“, oder „muss nächste Ausfahrt raus, Sorry“-Tramper-Blicken straften. Nach mehreren Versuchen, gaben die Schildwedeler auf und beschlossen am nächsten Tag die großen Kilometer gen Süden zurückzulegen. Von der Sonne und stinkender Abgase geknechtet, doch den Enthusiasmus noch immer in den Gesichtern liegend, wurde nicht lange überlegt und ein Grünstreifen zwischen LKW-Ladestation und Autobahnparkplatz zum Schlafplatz umfunktioniert. Dies alles nur wenige Kilometer von den Kasseler Betten entfernt. Nun, auf den 13. August folgt ja für gewöhnlich der 14. Und so wurde mit Pils, Radler und BurgerKing-Burgern das nächste Trullalla eingeleitet. ALLES GUTE, Max! (Bleibt sicherlich ein unvergesslicher Geburtstag! 😉 )

Am nächsten Morgen sollte es das Glück nun besser mit den jungen Weltenbummlern meinen. Zu mindestens mit zwei von ihnen. Ein herzensguter LKW-Fahrer, weichgeredet mit jungendlichem Charme, befreite Max und Winnie schließlich aus der Tramperhölle und brachte sie kurzerhand mit 30 Jahren LKW-Geschichte und Tonnen von gekühltem Blut im Ladeverdeck 20Km weiter zum nächsten Rastplatz. Von hieran hatten Wetter und PKW-Fahrer ein Herz für die müden Reisenden. Und während Team 1 (M&W) stetig vorankamen, war Team 2 (H&R) noch immer in der Hölle gefangen. Mit tramperfreundlicher Weiblichkeit gesegnet, begegnete Team 1 spannendsten Lebensgeschichten, guter Musik und schrägen Gestalten, um irgendwann die erlösende SMS zu erhalten: „Wir sind losgekommen. Sind bald in Würzburg. Robert“ Und so trafen sich die Teams und waren für einen kurzen, gemeinsamen Snack am Würzburger Rastplatz vereint. Für das erste konkrete Ziel hatten die Lumpenbrüder und Schwester Wien angepeilt, doch merken sie rechtzeitig genug, dass der Übermut und die Realität der deutschen Tramperfreunde nicht zusammenpassten. Flexibel und spontan wurde das Ziel umdisponiert und so blieb es zwar der Süden, doch immer noch auf deutscher Seite. Der BODENSEE!

Schnell wieder losgekommen, doch beide Gruppen auf verschiedenen Autobahnen Richtung Wasser transportiert, glaubten sie kaum noch an ein abendliches Wiedersehen. Doch wie es der Zufall so will und das beschißende, zum Glück von Bier spendenden portugiesischen Lastfahrern besiedelte Ulmer Autobahndreieck, ermöglichte eine Konstanzer Wiedervereinigung. So legte Team 1 die letzten zu überwindenden km per Zug nach Konstanz zurück, während Team 2 mit der Fähre den Teich nach K-town überquerte. Sie hatten es geschafft!

 

BODENSEE

Nach der Ankunft und freundlichen Geistern aus der Vergangenheit (Marie und Vanny, zwei Freunde von mir, begrüßten uns spontan am Bahnhof) begann unsere Tour und endete Max‘ Geburtstag mit einem Wumms. Der Hafen bot an diesem sommerlichen Abend nicht nur touristisches Sonnenuntergangsambiente, sondern eine musikalische Darbietung, die passender hätte nicht sein können. Sechs bis sieben junge Leute aus den verschiedensten Nationen, mit Instrumenten, Feuerpois und den schönsten Singstimmen gesegnet, hatten unsere ganze Aufmerksamkeit. Sie verkörperten, dass was wir alle lieben: Musik machen, frei und immer unterwegs sein. Nach dem offiziellen Auftritt beschnupperten wir uns alle ein bisschen und es entstand plötzlich eine verrückte Runde aus unsern Gipsy-Musikern, einer Hippi-Lady, zwei stadtbekannten Straßenbummlern und uns dazwischen, als „so was ähnliches wie Pfadfinder, aber ohne Kinder, joa so wandern und so. Ja, und true, halt, ne?!“ Es wurde gesungen, und erzählt, philosophiert und sich ausgetauscht. Was für ein schöner Abend!

Unser Nachtasyl wurde das Ufer des Bodensees. Ein Meter vor dem Wasser breiteten wir unsere Sachen aus und sanken nach kurzer Zeit in einen beseelten Schlaf, wenn da nicht der nächtliche Besuch des Fuchses gewesen wäre, nicht wahr, Robert? 😉

Die Sonne weckte uns mit ihrer warmen Güte und nach aaliger Morgengrüße genossen wir die großartige Lage des Schlafplatzes und waren nach nur drei Schritten und erfrischenden Ausrufen mit Kopf und Fuss im Wasser.

Von der Hitze und der Schönheit Konstanz‘ betäubt, blieben wir an unserem naja, mäßig abgelegenen Örtchen noch einen Tag, bewegten uns nur wenn wir eine Abkühlung brauchten, und krochen dann auf allen Vieren in den klaren und doch von urindurchsetzten See. Es hätte nicht schöner sein können. Doch dann des Nachts, nach einer gepflegten Runde Bier mit alten und neuen Freunden, versetzte ein doch nicht vorbeiziehender Regen die Szenerie in einen sehr nassen Albtraum. Ja, es wollte kein Ende nehmen, und dann ergoss sich gefühlt der gesamte Inhalt des Bodensees über unsere Klamotten, Felle, Kothenplanen… Doch es dauerte eine Weile bis wir uns eingestanden: Hier können wir nicht bleiben! Also rasch die Sachen zusammengepackt und noch rascher den Weg zurück in die Stadt gelaufen, fanden wir uns im Trockenen und mit einer Tasse Kaffee wieder. Wir nahmen den nächsten Zug und machten uns auf die andere Seite des Sees. Nach Lindau. Kaum waren wir dort angekommen, unsere Gemüter noch von Regen durchnässt, grinste uns die Sonne wieder schadenfreudig entgegen. Die Sachen schnell getrocknet und das Nötigste besorgt, verließen wir das Touristenparadies und kehrten in einem Waldstück ein. Gut gegessen und mit trockenen Planen über unseren Köpfen endete der dritte Tag.

Der vierte Tag kündigte das Ende einer bisher sehr entspannten Tour an. Schon am frühen Morgen machten wir uns auf den Weg. Und bald befanden wir Wanderer uns in den Feldern der deutschen Obstlieferanten. Rechts und links vom Weg standen Apfel-, Trauben- und Birnenbäume. Am Horizont erstreckten sich die Alpen, zu ihren Füßen lag still der Bodensee, um den es wimmelte. Was für ein Panorama! Zwar von der Sonne verlangsamt, denn der Schweiß trieb uns nur langsam voran, verbrachten wir auch die nächsten Tage zwischen Apfelplantagen und Waldgebieten. Wir genossen die Aussichten und tippten hin und wieder unsere Zehen in das große Nass, das Zentrum unserer Reise.

Nach einem gediegenen Abschlussessen und einer strapazenreichen Heimfahrt, erreichten wir nach acht Tagen Sonne (und einer Nacht im Regen) unser Kassel. Schweißgebadet und doch von Freiheit und Natur beflügelt, nahmen wir gedanklich Abschied vom Bodensee, und von einander…

 

Die Wiederentdeckung von Bornholm – SoFa 2012

Nun schreiben wir schon das Jahr 2012 und bevor die Welt untergeht dachten wir uns: „Mensch Borholm“, damals Gruppenabschlussfahrt, „war doch so Super, da müssen wir mit unseren Jungens auch nochmal hin!“.
So begab es sich, dass wir gute acht Tage Zeit hatten Bornholm nochmals zu erkunden, bevor wir uns mit den anderen Gruppen unseres Stammes in Kiel treffen wollten, um dann gemeinsam noch eine WocheOostseepiraten zu spielen und von Kiel in Richtung Rostock zu Segeln.
Aber alles der Reihe nach, in manchmal nicht ganz so ausführlichen Sätzen.

Nach einer Nacht auf Rügen ging es mit der Fähre in 3,5h rüber zu unser heiss geliebten Dänichen Insel.
Angekommen, noch was eingekauft, losgestiefelt Richtung Norden, die See zur Linken.
Erstmal raus und bei dem supergeilen Wetter die Wassertemperatur getestet.
Ergebnis: Ohne Beanstandungen – Sehr erfrischend.
Unser Nachtquartier unter freiem Himmel ausgerollt und erstmal Sternenhimmel begutachtet und von den Reisestrapatzen erholt und fein geschlafen.
Der frühe Vogel und auch Silberfuchs macht sich dann morgens recht fix bereit zum weitertippeln. Und so ging es vorbei an Kiefern, Birken, Dünen, Dünen, Sand, Steinen und Sonne, Sonne, Sonne satt, bis wir an einen uns wohlbekannten Platz kamenn. Die gute alte Räucherei wo wir damals lustigerweise zwei Menschen vom Jungfernkopf getroffen hatten und pausierten.
Nun dieses mal haben wir keinen getroffen den wir kennen oder nicht kennen, allerdings konnten es sich alle (ausser mir) nicht nehmen erstmal die ersten dänischen Kronen (nix mit Eurozone!) für feinen Räucherfisch (oder auch ein Eis) auszugeben und gediegen zu Schlemmen.

Irgendwann kam Steffenn dann mit einem 2,5kg Sack Kartoffeln an und meinte das is doch praktisches Gemüse für die Soße heut Abend….(Nudeln, Rot….)
Naja muss man nix zusagen, jedenfalls kurzerhand Wasser aufgesetzt, Kartoffeln gekocht, Kartoffeln zerfallen, Kartoffeln gestampft, Kartoffeln gewürzt, Kartoffelpampenbrei  gegessen. War Gut!
Da dies alles recht viel Zeit in Anspruch nahm beschlossen wir, unsere Daseinsgelassenheit auf Später zu verschieben und erstmal ein wenig  weiter zu Tippeln um einen feinen Ort für unsere Nachtbleibe zu finden.
Naja aus dem wenig wurde dann doch ein wenig mehr und mehr, da die Dänen scheinbar alle direkt 10 meter vom Meer entfernt wohnen, oder Ferien machen, wollen.
Nicht das wir das nicht auch alle wollen würden, in diesen kleinen, urigen Häusern aber: „Endlos lang zieht sich die Strasse…“.
Nun ja, Dinge geschehen und so geschah es auch, dass wir uns plötzlich, die Häuser hinter uns gelassen, an unserem eigenen kleinen Privatstrand wiederfanden und die letzten Sonnenstrahlen des Tages genossen, bevor wir wieder brav unter Sternen gebettet einschliefen.

Am nächsten Morgen zogen wir weiter gen Norden (nicht zu verwechseln mit „gen Italien“). Das gute Wetter beschloss scheinbar auch erstmal weiter zu ziehen aber das macht uns ja bekanntlich weniger aus, denn beim Wandern mit schon vorhandenem Sonnenbrand ist es ja auch nicht so schlimm wenns ein wenig bedeckt ist. Ausserdem schein uns die Sonne ja eh aus dem Ar….
Kurze pause gemacht bei Jons Kapel, einem Ausguckpunk, wo mir die deutschen Rentner die wir dort getroffen haben jetzt noch leid tun, die sich diese unmengen an Stufen hinunter und auch wieder hinauf quälen mussten. Wollten.

Der Pfad führte an diesem Tag sehr häufig hinauf und mindestens genau so oft wieder hinab auf Meeresniveau so dass wir doch das ein oder andere mal sehr ins Schwitzen kamen. Durch eine Art „Bornholer Maccia“ führte der weg an Dornen, Steinen, rieseigen Weiden vorbei, immer weiter Richtung dem uns wohlbekannten Hammersus. Die Sonne beschloss uns übrigens dann doch wieder zu Scheinen. Schönen Dank. Voallem für den letzten Anstieg hoch zur alten Wikingerburg.
Pünktlich angekommen verschwand sie natürlich wieder und rief ihre Freunde Wind und Wolken dann zu einem Happening.
Nach einer Rast und einem wohlverdienten Eis machten wir uns weiter. Wir wollten nur noch ein Stückchen zu einem Platz auf der Karte (die es übrigens kostenlos (!!!) auf der Fähre gab und auch von uns getestet für Sehr Gut befunden wurde) wo scheinbar irgendein Natur-Zeltplatz wäre.
Tatsächlich diesen Platz gab es. Mit Feuerstelle un zwei Sheltern die einem zum Beispiel aus Schweden bekannt vorkommen sollen. Feine Sache das. Und schwupp die wupp eingezogen und Feuer geamcht. Natürlich waren wir nebenbei noch in den Beiden (ja, beiden = zwei) Seen schwimmen. Dass man sich beim Schwimmen zwangsläufig wäscht wisst ihr ja sicherlich alle.
Nach einer ordentlichen Portion Papp (Maisbrei) und ein wenig Gesinge am feuer schliefen wir dann, eigentlich ganz gut, ohne im Regen nass zu werden.
Wir beschlossen allerdings noch, da wir das Nordende der Insel schon erreicht hatten, am nächsten Tag mit dem Bus richtung Osten weiter zu fahren, da  die Nordseite für uns ein wenig unattraktiver war, aufgrund von viele Dörfern und Touri-Magneten.

Am nächsten Morgen ging es nach einem Frühstück mit Brot und Stracke dann weiter. Ins Dorf hinein auf der suche nach einer Bushaltestelle. Bushaltestelle gefunden und im strömenden Regen gewartet. Ich glaub die Jungs haben mit dem Wetter zu viel Karten gespielt und das Wetter hat fortwährend verloren. Danke Jungs. 😉

An dieser Stelle möchte ich mich für Robert noch bei der Frau von der Bushaltestelle Entschuldigen: Undskyld!
Robert wollte dem Busfahrer einer anderen Buslinie einen Gefallen tun und gestikulierte diesem, er könne Weiterfahren. Dieser tat es auch und war wohl dankbar. Die Bushaltestellenfrau wahrscheinlich nicht.

Wir fühlten uns auf der Busfahrt in unserer Planung bestätigt diesen Teil der Insel zu Überspringen und kamen dann in Snoegebaek (?) beim Hafenfest an. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Nachdem wir keinen Supermarkt finden konnten ging es weiter nun Richtung Süden. Immer am Wasser und am wetterbedingt, nicht ganz so glänzendem, weissen Sandstrand weiter und weiter. Hierzu ist nicht viel zu Sagen ausser dass man auch hätte meinen können man sein in der Karibik an einem einsamen Strand gelandet.
Sind wir ja auch. Nur eben auf Bornholm.
Wir stellten unsere Kothe in den Dünenausläufern des Waldes auf, kochten was zu Mampfen und liessen den Tag gemütlich ausklingen.

Das Wwetter beschloss wieder ein wenig bessere Laune zu haben am nächsten Morgen, allerdings noch nicht so wirklich. Es war mehr wechselhaft als alles Andere.
Naja immerhin hatten wir mal wieder eine Kothe mit Meerblick und wir beschlossen dann weiter zu Ziehen. Strand, Strand, Wald, umgestürzte Bäume, Treibholz, Steine, ab und an ein paar Menschen.
In einem kleinen Fischerdorf angekommen machten wir erstmal Pause und füllten Flaschen auf. Tranken Kaffee und ein paar trampten zum nächsten Supermarkt.
Und überhaupt wir haben eigentlich ständig Kaffee Pausen gemacht (auf alle Tage bezogen)…
Weiter den Strand bzw den Sogenannten Kyststi weiter und weiter durch Dünen ging es erstmal leider ziemlich lange vorbei an Ferienhäusern oder so. Bis wir endlich das uns von damals noch bekannte militärische Übungsgelände erreichten und erstmal gucken mussten ob wir überhaupt weiter durften oder aussen rum gehen müssen.
Mussten wir zum Glück nicht wobei das vielleicht im Nachhinein die bessere Wahl gewesen wäre.
Durch dunkle Wälder zog sich der Weg und der Himmel zog leider auch zu. Man ahnte von weiter weg ein Gewitter. Immerhin sollten ja keine Militärübungen stattfinden die diese Geräusche sonst hätten erzeugen können. Wir beschlossen richtung Strand zu gehen und dort weiter zu Wandern wie es Plan war.

Wir erreichten den Strand und genau ab dem Zeitpunkt wo wir total Wetter un-geschützt unterwegs waren setzte ein kalter Regen ein von dem sich die spanische Gota Fría wohl noch ein Stück hätte abschneiden können. Selbst die Augen konnte man bei dem Regen kaum noch öffnen (bei mir trotz (Sonnen-)Brille (Auf die Ironie an dieser Stelle brauche ich glaube ich nicht weiter Hinweisen)) aber nun ja stehen bleiben is nich.
Weite zog die Horde, durchgeweicht bis in die Unnerbuxxen. Natürlich lief das Wasser auch von unseren Beinen von Oben in die Wanderschuhe rein. Später kam dann mal wieder ein wenig Sonne durch als wir an unserem Ziel waren. Ziel konnte man es eigentlich nicht wirklich nenen aber wir wollten da bleiben. Mit dem Übernachten sah es allerdings dort ein wenig doof aus. 3m zum Wasser, dahinter Dornensträucher die am Hang steil nach Oben wuchsen.
Naja erstmal nach Bear Grylls Art raus aus den nassen Klamotten um nicht direkt Krank zu werden sondern das vielleicht noch ein Weilchen herraus zu zögern.
Wir fanden dann später einen kleinen Weg hoch auf den besagten Hang und ein paar Meter platz um ganz dreisst zwei Kothen aufzustellen, worin wir dann, von Nacktschnecken verfolgt,
mehr oder weniger trocken schliefen.

Fortwährend weiter! Die nassen Schuhe spornten uns an, weiter zu Laufen. Oder war es die Sehnsucht nach einem Ruhetag und Standlager, das wir noch vorhatten zu machen?
Nun ja der Weg war eigentlich ganz schön. Immer mal wieder am Strand lang, immer mal wieder durch kleine Wälder über Felsen und Stufen weiter und weiter bis wir wieder einen Platz erreichten wo laut Karte Shelter und Feuerstelle sein sollten. Dem war auch so.
Direkt oberhalb vom Strand gelegen waren wir allerdings nicht allein. Ein Gruppe von Däninnen (und einem Dänen) hatte schon den einen Shelter bezogen.
Die Jungs quartierten sich in dem Anderen ein und wir Älteren bauten die Kothe auf. So. Feierabend. Nein doch nicht. Wir wollten noch was Einkaufen. So erkundigten wir uns bei unseren netten Nachbarn wo denn der nächste Supermarkt sei. Fix erklärt wo dies ist, boten sie uns an, uns zwei Fahrräder zu leihen. Dieses Angebot namen wir Dankend an und so radelten Max und Ich über die Felder ins 3km entfernte Dorf zum Einkaufen.
Man könnte fast sagen, wir haben an diesem Tag einen kleinen Triathlon bestritten. Laufen, Schwimmen, Radfahren (und dann nochmal Schwimmen) 😉

Den Tag liessen wir gediegen mit unseren dänischen Freunden am Feuer ausklingen mit viel Spaß, einen Einblick in  das tägliche dänische Leben von Schulformen hin zu dänischen Schlagerstars und sehr lustigem Vokabular und Missverständnissen.
Zum Beispiel trockneten wir unsere noch nassen Schuhe in der Sonne und stellten diese schräg an ein stück Holz, damit die Sonne besser hineinscheinen konnte. Unsere Nachbarn verstanden den Sinn und Zweck dieser Tat wohl nicht und offenbarten uns abends die wildesten Geschichten, die sie sich ausgemahlt hatten, warum wir unsere Schuhe denn so hinstellen würden. Sie taten dies uns jedenfalls auch gleich, wie sie gestanden und dachten, vielleicht könne man dann schneller Loslaufen und wäre generell schneller.
Nun ja ihr könnt euch ja alle sicherlich denken wie viel Spaß wir da hatten 🙂

Den nächsten Tag hatten wir dann ohne unsere dänischen Freunde ganz für uns und fürs Baden, Badewanne & Sandburg bauen, Lesen, Gitarre spielen, in der Sonne gammeln, in den Supermarkt laufen, Daseinsgelassenheit zu Studieren und natürlich für irgendwelchen Schabernack zu machen.
Wir beschlossen auch die Verleihrunde an diesem Ort zu machen, da wir unten eine wunderbare kleine Bucht mit viel Sand und Steinen und Sandsteinen hatten, direkt am Wasser.
Und da uns dieser Platz optimal gefiel und wir nicht wussten wo wir kurz vor Ronne sein würden. Dort war es vermutlich nicht so fein.
Bei klarem Sternenhimmel und (fast) Vollmond verliehen wir feierlich das Halstuch an Steffen und Chrissi. Sie haben es sich verdient.

So der letzte Tippeltag war angebrochen und der Weg ging mehr oder weniger so weiter wie die anderen Tage. Meer – Meer –  mehr Meer. Ich muss ja nicht alles doppelt und dreifach beschreiben. Ausser dass wir am Flughafen Bornholms vorbei mussten und die Gelegenheit hatten diverse kleine Propellermaschinen beim Starten zu beobachten.
Achso das Wetter mochte uns auch scheinbar wieder seit dem Millitärgeländeunwettertag und wir hatten seit dem ordentlich Sonne.

Kurz vor Ronne an einem Platz in einem Kiefernwald der uns irgendwie an den letzten Abend unsrers letzten Bornholmabenteuers erinnerte, beschlossen wir diesmal, allerdings unten, 10 Meter weiter richtung Wasser, am Strand zu Schlafen.
Aber erstmal Einkaufen gehen und für den letzten Abend einkaufen. Abschlussessen: Natürlich: Pölser (Dänische Hotdogs) und Fruchtjoghurt en mass.
Nach dem Abschlussmahl bauten wir Älteren uns einen Unterschlupf aus Kothenplanen und Treibholz wo wir die Nacht drunter verbringen wollten. Pünktlich als dieser fertig war fing es natürlich an extremst zu Schütten so dass wir uns plötzlich mit dem ganzen Gepäck und den Jungs unter eben diesem konstrukt zusammengequetscht befanden. Zum Glück war dies nicht von Dauer und die Jungs konnten sich ihre Loks auch noch aufbauen. Puh.
Wir genossen noch die lange Nacht unter dem nicht ganz so langen Unterschlupf, wo die Beine rausguckten, und uns bot sich noch ein Schauspiel der ganz besonderen Art: Ein richtig heftiges Gewitter was über dem Meer zum Glück (ich hatte tatsächlich ein wenig Bammel) an uns vorbei zog. Eine klasse Vorstellung der Natur.
Um es mit Bear Grylls worten zu sagen: „Ich empfinde es als echtes Privileg jetz an diesem Ort sein zu dürfen“.

Nach einer sehr kurzen Nacht ging es dann morgens um 6Uhr weiter richtung Ronne um die Fähre um 9Uhr zu bekommen um rechtzeitig abends in Kiel auf dem Segelschiff anzukommen.
Dies gelang uns auch bei einer feucht, fröhlichen Überfahrt und wir freuten uns die anderen zu treffen.

Vielleicht schreibt ja jemand anderes noch einen Piratenbericht über das Segeln, so viele Bilder davon habe ich auch gar nicht.

„Und es hält uns nichts mehr und wir freuen uns sehr,
bald flattern Segel gegen Osten.“

horridoh

moikmoikmoik

Die Harzer Hexe …

Nach langem Hin und Her, wo denn die nächste Tippelei der Lumpen hin gehen möge, tätigte Moge einen weisen Vorschlag: „Der Harzer Hexenstieg“

Los ging es also am 4.4. in Osterode, wobei sich die verschieden Lumpenfetzen zunächst erst einmal dort bündeln mussten, da sie von überall her kamen.

Schnell die nötigen Einkäufe im lokalen Netto-Markendiscount erledigt, war unsere Gruppe heiß drauf endlich wieder, in einer neuen Besetzung, auf Fahrt zu gehen.

Alt eingesessene Vagabundenbrüder wie Max und Robert (ab Torfhaus) führten die noch weitesgehend unerfahren Lumpenlehrlinge Clara, Moge, Henner und meine Wenigkeit in die Kunst des unbeschwerten, freien, fröhlichen, angeheiterten, aber sowie immer chronisch unterhopften Tippelns ein …

Osterode zeigte sich von einer sehr urtümlichen Art und Weise, gespickt mit allerlei schönem Fachwerk, wobei der Weg natürlich möglichst schnell aus dieser regionalen Metropole hinein in den Wunderwald Harz führte.

Erschöpft von langer Anfahrt und der Blick auf die Uhr zwangen uns bereits nach wenigen Kilometern eine Köte mit dem herrlichen Namen: „Oberförster“ als nächtliche Behausung aufzusuchen.

Schnaps, Hopfenkaltschale und ein warmes Abendessen ließen uns gut und lange razzen, bis am nächsten Morgen, ein Förster uns relativ deutlich klar machte, dass die Übernachtung geduldet wurde, aber es doch besser sein würde, sich bald wieder auf zu machen …

Sodann kämpften wir uns weiter bergauf voran und lernten in einem anderen Holzunterstand, wo eine Brotzeit mit Meisterschütz als flüssige Beilage, uns sättigte, zwei Wanderer kennen, welche uns noch die ganze Tour über immer wieder begegnen sollten.

Der Weg zeigte nach und nach was er an Vielfältigkeit zu bieten hatte und nach einem ordentlichen Marsch schlugen wir schließlich unweit von Altenau das erste Mal die gute alte Kothe auf und heizten uns mit einem geselligen Kothenlagerfeuer (den Schnaps nicht zu vergessen, Wodka und Irish Whiskey waren auch in der Minibar verfügbar) zur kleinen Singrunde ordentlich an.

Der nächste Tag deutete bereits einen kälteren Wetterumschwung an und die müden Knochen knackten als wir die Kothe zusammenlegten und uns auf nach Altenau machten, um das Frühstück einzunehmen und die sich bedrohlich leerende Minibar wieder aufzufüllen.

Nachdem wir aus einem Gasthaus verwiesen wurden, wo wir lediglich zu einem heißen Tee unsere Brotzeit einnehmen wollten (es sollte nicht das erste und letzte Mal gewesen sein), wurde uns das Kurzentrum als warmer Unterstand empfohlen.

Moge und ich besorgten ein paar lecker Brötchen und nen heißen Kaffee to – Mitnehmen und schon war die erste Mahlzeit des Tages gerettet.

Nach dem Frühstück musste Clara leider feststellen, dass die Hufte nicht ganz mitspielen wollte uns so trennten wir uns schmerzhaft auf dem Weg nach Torfhaus, unsere nächste Station, wo Robert dazu stoßen sollte.

Auf drei verschiedenen Wegen, Clara als Tramperin, Robert sehnsüchtig in Bahn und Bus aus Münster anreisend und der Rest der glorreichen Halunken im Wald stolzierend, trafen wir fast zur gleichen Zeit an der „Bavaria Alm“ in Torfhaus ein.

Der Weg von Altenau nach Torfhaus sollte sich nach anfänglichem unspektakulärem Anstieg, als einer der schönsten Strecken der ganzen Tour herausstellen.

Ein bisschen was von Schweden, Norwegen und der Slowakei war dort zu finden und es tauchten bereits die ersten Schneefelder auf, während die Temperaturen immer weiter sanken, Torfhaus lag bereits auf knapp 800m Höhe.

Gestärkt mit einem Liter eiskaltem Löwenbräu liefen wir von nun an zu sechst weiter und die Landschaft verwandelte sich zunehmend zu einem Abbild Skandinaviens. Seen taten sich hinter den Kieferwäldern auf und wir hatten teilweise Probleme nicht zu stolpern, da der Blick in die Ferne ragte, aber die wackligen Beine teilweise nicht gehorchen wollten. Wir waren allesamt schlichtweg besoffen von dem Bier auf nüchternem Magen. Auch die ein oder andere Schnapspause konnte an dem Zustand nichts ändern ; )

Ausgezehrt und vor allem hungrig fanden wir schließlich in der Nähe eines weiteren Unterstands im Wald ein lauschiges Plätzen. Routiniert wurde die Kothe hochgezogen, Feuerholz gesammelt und in handliche Stückchen gebrochen, das Nudelwasser aufgesetzt und der ein oder andere Kurze getrunken.

Wir beschlossen eine Nachtwache einzuführen um die Kothe die ganze Nacht über heizen zu können, die Temperaturen waren mittlerweile unter null gefallen.

Mitten in der Nacht fielen dann die ersten weißen Kristalle durchs Kothendach und ein Blick nach draußen bestätigte unsere Vermutung, es fing richtig an zu schneien, am nächsten Morgen lagen 10 – 15 cm Neuschnee, das war für mich persönlich und für die meisten anderen die erste Nacht mit einer Kothe im absoluten Weiß.

Von nun an wechselten wir immer 2 Stunden wandern und 2 Stunden Einkehr in Wirtshäusern entlang des Weges ab, um wieder Wärme aufzutanken.

Es war wirklich ein Genuss im verschneiten Harz zu wandern, allerdings durfte man nicht stehen bleiben, die Kälte setzte uns schon ordentlich zu …

Der Ostersonntag wurde trotz Kälte standesgemäß mit dem Suchen bunter Genussmittel angegangen. Wir schafften es endlich den uralten Plan umzusetzen Klopfer im Wald zu suchen. Clara als legitimierte Osterfee bemühte sich gute Verstecke zu finden, aber Robert und Max, angelockt von vorgegaukelter Wärme der Miniaturschnäpse, jagten aus der Kothe raus und macht sich unverzüglich auf die Suche. Bevor Moge, Henner und Ich lange überlegen konnten sprangen auch wir in unsere Stiefel und fielen aus der Kothe. Es wurde ein kurzes aber lustiges Besäufnis, morgens gegen 11.

Wir einigten uns darauf am letzten Tag ein urtümliches Gasthaus aufzusuchen und original Harzer Küche zu kosten. Diese Gelegenheit ergab sich also in Braunlage.

Nachdem ein freundlicher alter Mann mit den Worten „isch komme jedes Johr hier her und esse stets, usser montags, hier“ uns die Entscheidung abnahm und auch noch extra mit dem Satz „herzhafte Küche für acht Mark neunzig, kann man nix sagen“ zurückkam, betraten wir also dieses Gasthaus, nass geschwitzt und nach Feuer stinkend („ach deshalb riecht ihr wie unsere Köhler“).

Wir Lumpen ließen uns überhaupt nicht lumpen und bestellten Schmaus und Trank für ca. 30 Takken pro Kopf, ohne uns daran zu stören.

Dieses Essen setzte den Schlusspunkt einer sehr gelungenen, abwechslungsreichen, einzigartigen Fahrt in den Harz und ich ahne, dass wir im Balde wiederkommen werden …

Horridoh,

Helge

 

Oh du schönes Frankenlad….

Guten Abend Brüder und Schwestern!

Wer auch immer sich dazu berufen fühlt einen ausführlichen Fahrtenbericht zu schreiben möges dies tun….

ich werde einen stichpunktartigen Leitfaden geben. Vlt. reicht das ja auch schon, sodass man unter Zuhilfenahme der eigenen freien Gedanken sich den Rest der Geschehnisse zusammenspinnen möge…..

 

„Narrenzug durchs Frankenland

– vom Geschwätz der Welt verkannt-

auf verschneiten Straßen.

Lautenspiel, zigeunertanz,

tannbezweigter Mummenschanz,

Schnaps und rote Nasen!“

Von: Moritz Rabe ( Lumpenbruder Motz)

 

 

Fahrtengruppe Albatros auf Vagabundenpfaden in Bierfranken. 22.2 – 26.2.12:

– Benni, Max, Winni, Julia, Robert

– Nichts geplant

– In Bamberg den Straßenmusiker und Lumpenbruder Motz (Moritz Rabe) kennengelernt

– Kneipe

– Schlafplatz in Motz’s WG

– lustiger Abend mit viel Bier und Gesang

– nächster Tag früh los

– Mit Zug nach Ebensfeld ( 5,50 € pp)

– Richtung Staffelberg gelaufen

– Anklopfen -> Schnaps, Wurst und Brot

– Naturfreundehaus -> Liedchen geträllert. überzeugend unsere seit 2 Wochen unterwegs Geschichte aufgetischt. -> Schnaps, Bier, Gulaschsuppe

– Weiter nach Loffeld -> Bräustüble -> gesungen, jede Menge Freibier, Pommes, Stullen, Geld im Hut: ca 20 Euronen.

– Schlafplatz im Heuschober mit frischem Heu. -> Gemütlichkeit ohne Ende. -> Kerzenschein, geschichte vom Land an dem man besser vorbei fahren sollte

– Morgens früh raus weil Pferde zurück auf die Weide mussten

– Motz kaffee in Bräustüble erschnorrt

– Im Nebel auf den Staffelberg rauf

– Kaffee überm Feuer unter Felsvorsprung gekocht. – > windig, neblig, feucht, kalt, – > fabelhaft!

– nach Bad Staffelstein – > bei Fleischerei Leberkäsebrötchen abgestaubt.

– Ins Wirtshaus. Motz geträllert -> a bissel Freibier vom Stammtisch, Geld im Hut: ca. 12 Oironen

– aus Staffelstein raus richtung Rohmanstahl

– dort ins Wirtshaus -> kurz gesungen Geschichte erzählt -> nen Freibier, riesen Haufen Pommes mit Schnitzel. Für Julia nen omlett und Weißwein. Grandios!

– Weiter zum Kloster „14 heiligen“ -> Zimmer für lau im Nonnendiezösenhaus bekommen.  In nahegelegene Klosterbrauerei. -> gesungen -> Schnaps und Bier  teilweise vom Stammtische ausgegeben bekommen. 8 ostereier abgestaubt.

– Im Nonnehaus weiter getrunken .

– Morgens wieder früh raus. kostenloses Frühstück mit kaffee und brötchen, joghurt, saft usw. bekommen.

– gut gestärkt nach Lichtenfels

– Vorm kaffee rumgehangen.

– Verabschiedung von Motz. -> er zurück nach Bamberg. ( An dieser Stelle 1. Semester im Fachbereich Tippologie abgeschlossen.  waren 3 gediegenen  Tage)

– wir 5 weiter zum Dorfplatz – > straßenmukke, jonglieren. blauer Himmel gutes Wetter.

– Pozilei hat uns nach woher und wohin ausgefragt. (“ was seid ihr den nfür welche?“)( Die liebe Polizei!)

– nach  ca. 2 1/2 Stunden singen etwa 35 ois im Hut gehabt.

– weiter nach Degendorf

– im Wald Tüpp mit Pornokalender unterm Arm getroffen. (dessen aussprache irgendwo zwischen schwäbisch, östereichisch und klingonisch)

– Ins Gasthaus „Zur eisernen Hand“ -> Wirt : “ Panzeralfred“

– Erstma nen lecker Bier. als nen paar Gäste da waren gesungen und aufgrund des Bierkonsums und Freischnappes und Freicurrywurst ca. 3 stunden so weiter gemacht. immer lauter immer grölender.

– 3 gäste ( Alex, Alexej, und Hans Wurst? ) total begeistert und zum Umfallen betrunken am Ende.

– Als die 3 Besoffkies endlich aus der Kneipe geschmissen waren, durch beherztes Eingreifen von Seiten Panzeralfreds, machten wirs uns auf dem Boden des Schankraums gemütlich.

– morgens noch nen kaffee von  Panzeralfred bekommen. dann hieß es Ade.

– Nach Lichtenfels zurück und ab nach Kassel.

 

Es bilde sich ein was immer jeder denken mag .

Horridoh, Robert

 

         

         

         

       

Zigeunerfahrt

Es ist zwar schon ein bisschen her, aber da wir dachten dieser blog könnte auch noch ein weilchen weiter existieren obwohl wir nicht mehr tausende Kilometer voneinander etnfernt sind, dachte ich, dassich euch im nachhinein mal unser fahrtenbuch vom Rennsteig abtippen kann

1. Tag

Nach einer 1 2/2 stündigen Zugfahrt kamen wir im sonnigen Hörschl an, wo wir uns sogleich auf den Rennsteig begaben. Augrund der drückenden Hitze waren wir auch allesamt nach der ersten Steigung durchnässt. Wir das sind Clara, Julia, Robert und Max, König des heutigen Tages. Die drückenden Hitze machte uns zwar zu schaffen doch trotzdem bezwangen wir die ersten Auf und Absmit einigen Pausen. Nach kurzer Rast in einem Gasthof und auffüllen der Trinkflaschen ging unsere muntere Wanderung weiter in Richtung „Hohe Sonne“ unserem Ziel.

Schlussendlich entschieden wir uns an einer Schutzhütte gut 2,6 km vor der „Hohen Sonne “ unser LAger aufzuschlagen. Die Zeit bis zur Dämmerung haben wir mit kochen, Singen und Ausruhen überbrückt bis wir dasnn der Erschöpfung nahe unsere Kothe aufgeschlagen haben und nach Claras Lesestunde sind wir alle in einen wohlverdienten Schlaf gefallen, froh wieder auf Fahrt zu sein.

Max

2. Tag

Am nächsten Morgen gings in aller Frische aus den Federn. In der Nacht hatte es angefangen zu Gewittern und somit waren die Kothenplanen ein wenig nass. Die bunte Truppe von Halsabschneidern, Strauchdieben und schmutzigen Dirnenraffte sich jedoch auf und packte teilweise im wiedereinsetztenden Regen ihre Sachen. Nachdem dieser morgendliche Kraftakt vollbracht war, ging es ersteinmal bis zur Ausflugsstätte “ Hohe Sonne“.  Dort frühstückten wir genüsslich unsren Proviant, bestehend aus Käse Brot und Wurst. Nachdem auch dieser morgendliche Ritus hinteruns gebracht war kamen die wichtigen Dinge an die Reihe. Die bunte Schar setzte sich bei wieder einsetztendem Regen unter einen bestuhlten Unterstand des Ausflugsbiergartens und bestellte sich Getränke. Die beiden Lumpenbrüder Max und ich, tranken 3 leckere Bier während die beiden Dirnen, Julia und Clara sich mit Kaffee begnügten.                                                                      Nach einer ganzen Weile erhoben wir uns sehr gut gelaunt und setzten unsere Tippelei fort. Es ging also lustig weiter und die Kilometer vergingen wie im Fluge. Als wir dann nach einer Weile an ein weiteres GAsthaus kamen, entschieden wir uns halbwegs demokratisch dazu die Dirnen( aufgrund besseren Aussehens und Geruchs ) trampen zu lassen um die Vorräte aufzustocken. Wir Lumpenbrüder freuten uns ungemein und genehmigten und daraufhin erst mal einen Schoppen. Nach ca. einem großen Bier tauchten Julia und Clara schon wieder mit vollständigem Einkauf zurück. Wir waren begeistert und tranken nioch ein Bier. Die Dirnen tranken Radler und O-Saft.

Noch besser gelaunt als zuvor ging es, bei sich besserndem Wetter, weiter. Spätnachmittags entdeckten wir den ultimativen Schlafplatz inmitten einer idyllisch gelegenen Felsformation, die sich als natürliches Ehrenmal der Geffallenen des Rennsteigvereins wirkten. In der Abendsonne blickten wir auf Felsen sitzend und Gitarre spielend in die Ferne und genossen den Moment. Danach gabs noch Essen ( Reis mit Luch RAhmsoße) und anschließend wieder eine Vorleserunde bei Lagerfeuer in der Kohte.

Ein gelungener Tag für die fahrenden Lumpen.

Robert

3. Tag

Nach einer geruhsamen aber doch etwas frischen Nacht am bisher idyllischtsn aller Lagerplätze , genossen wir ein ausgiebigen Frühstück auf den Felsen. Danch machten wir uns an das Erklimmen des „Großen Inselbergs“ Mit 916m ü NN die höchste Erhebung unserer Tour. Doch erst mussten wir unsere Wasservorräte auffüllen. An dem nächsten Gasthaus stoppten wir deshalb. Leider mussten wir hier erfahren, dass nicht alle Menschen denen wir auf unserer Tour begegneten freundlich und hilfsbereit sein. 50 cent pro Flasche sollten wir für das Auffüllen blechen. Und das bei sengender Hitze und steilem Anstieg. Zum Rasten genötigt machten wir daher eine Kaffeepause. Zum Dank für die nette Hilfsbereitschaft hinterließen wir reichlich Sand von unseren Schuhen im Flur und eine besonders dankbare Duftnote in der gasthöfischen sanitären Anlage.

Der Aufstieg begann und der Scheiß floss in Strömen und doch lief sich der Weg locker flockig. Max und RObert schoßen nur so den Berg hoch während Clara und ich immer etwas zurücklagen. Als ich auf 3/4 Weg nach oben über die Kuppe kam standen die beiden vor einem BAumstamm auf dem ein altes Ehepaar saß. Diese waren sehr angetan von uns jungen, wandernden Menschen und vorallem überrascht von den zwei Affen. Wie wir erfuhren, haben die beiden ihr Leben lang gewandert und auch viel in Jugendgruppen gearbeitet. Errinnert an ihre Jugendtage spielte und der Alte, der wie ein Väterchen aus einem Märchen wirkte , eine Weise auf der Mundharmonika.

Von dieser Begegnung freudig gestimmt und mit dem Gedanken im Kopf: So will ich auch mal werden, wenn ich alt bin, besiegen wir die letzten Meter bis zur Spitze des Berges, wo wir uns mit, Bier, O-saft, Bratwurst, Salat und Apfelstrudel belohnten. Während wir dort so leichtleberisch über den Kronen des Thüringer Waldes thronten kam uns die Idee, die Leute zu besingen. Vorallem auch das alte Ehepaar, was einige Zeit nach uns sein Ziel erreicht hatte. Also beschlossen wir uns, statt eine weiteres Bier zu süffeln, in eine Mauerecke zu setzten, die Affen zu drapieren, und die Gitarren und die Liederbücjer zu zücken. Mutig stellten wir Max hut auf und begannen voller Inbrunst zu singen. Wir vier zerlumpten Gaukler mit modischer Strubbelfrisur im Gypsyhemd und Kniebundhose (teilweise) voll in den eigenen gesang vertieft. Ein herrliches Bild was sogar von einigen Zuhörern fotografiert wurde. Von vielen bekamen wir anerkennung und Lob und neben dem riesen Spaß und der Freude andere mit unsren Liedern zu beglücken verdienten wir uns auch noch eine stattliche Summe von ca. 40 €. Unser altes Ehepaar lies es sich auch nicht nehmen mit uns zwei Liedchen anzuspielen und  uns dann weiterhin einer gute Fahrt zu wünschen.

Nach dem Auenthalt auf dem Inselberg ging es sehr steil bergab. Auf der Suche nach einem Lagerplatz liefen wir noch ein ganzes Stück weiter als ursprünglich gedacht bis wir  kurz vor einem Gasthaus ermattet beschlossen, dass wir nicht mehr weiterlaufen konnten, wollten. Da jedoch viel zu viele Wnderer , Radfahrer und faule Leute in Autos auf dem Weg unterwegs waren , machten wir es uns für eine lange Weile unter einem Wegweiser bequem . Von vielen vorbeifahrenden wurden wir etwas schräg angegafft was uns aber nicht von Nichts tun abhielt.

Hinter Tannen versteckt bauten wir schließlich die Kothe auf , in der wir dann auch lecker kochten und genossen uns selbst, was leider zu dem haltlosen Verzehr unserer Frühstücksvorräte führte.  Von HArtmut und ich und Uno durch den Abend begleitet genossen wir das Leben bis wir irgendwann im Lande der Träume versanken.

Julia

Tag 4

Nach einer langen Nahct und langem Schlaf wachten wir um ca. 10 Uhr nicht 100% erfrischt auf. Wir beschlossen unser Frühstück bei der GAststätte einzunehmen , brachen das Zelt ab und liefen los. DAs Wetter war angenehm und so leifen sich die ersten 5 km wie von selbst. Gerade als wir am Gasthaus ankamen fing es ein wenig an zu tröpfeln . Eine äußerst höfliche Kellnerin scheuchte alle Gäste ins Innere und wir beschlossen unser Frühstück lieber unter einem nahe gelegenen Baum einzunehemen. Es tröpfelte etwas, das Frühstück war gut und wir hatten nur noch ca 5 km Tagesetappe vor uns so beschlossen wir erstmal einzukehren und bestellten das Übliche. Bier für die Herren, Radler und Saft für die Damen. Leider war das Wetter zu schlecht für Straßenmusik, so tranken die Jungs noch ein Bier udn Julia und ich machten uns über das Kleid der bedienung lustig, grün mit rosa Hirschen.

Wir hatten eine längere Diskussion ob wir noch 500 m Umweg über einen Begsee machen sollte. Die Frauen gewannen, und so machtenwir uns trotz Nieselregen auf zum nahegelegenen See. Die Jungs erklärten uns für verrückt und Julia und ich sprangen sofort in den See, während ein nahe gelegener Kiosk Robert und MAx mit dem deutschen Grundnahrungsmittel versorgte. DAs Wasser war scheißkalt und herrlich erfrischend. Wir schwammen ein wenig und wuschen unsere Haare und gesellten uns zu den Jungs auf einen großen Stein. Es gab Bier und heißen Grog auch Max und Robert zu etwas Körperhygiene und danach leifen wir weiter.An einer Pommesbude stellten wir fest, dass es schon 4.30 Uhr war und aßen erst mal mittag. Danach führte uns der Weg bergauf und bergab Vorbei an einer unglcublich grünen Wiese und die Sonne kan heraus und tacuhte alles in ein wunderschönes Abendlicht. Es lief sich gut und nsch einem weiteren recht steilen Berg fanden wir einen netten, geraden und weichen Lagerplatz in ein wenig Abendsonne. Die Kothe sand wie eine eins und wir kochten Nudelln mit Tomatensoße und Zuccini und Robert klimperte im Hintergrund. Als die Sonne untergegengen war begaben wir uns ins Zelt zu einer kleinen aber feinen Singerunde und schliefen danach über „Hartmut und ich“ sanft weg.

Clara

So  zum letzten Tag gibt es keinen FAhrtenbericht mehr, aber ich glaube es ist sowiso ein bisschen zu viel zu Lesen. Viel Spaß dabei

Lumpentrupp auf Fahrt …

Moinsen Brüder und Schwestern.

Um den Laden hier mal wieder zu aktualisieren ein klitzekleiner Fahrtenbericht.

Vom 11.11-13.11 fand in Hofgeismar das 2. FNA statt. Dies sollte als Ausgangspunkt unserer Fahrt dienen.

Am Freitag trafen wir uns im Landheim mit dem Plan im Kopf am nächsten Tag in der Früh  in richtung Kassel loszulaufen. Gesagt getan. Wir (Clara, Mike, Max, und ich) liefen bei kaltem, diesigen Herbstwetter mit guter Laune und dem frohen Gedanken daran wieder einmal auf Fahrt zu sein in Richtung Zierenberg.

Unsere Freischnauzeroute führte uns über die kargen Felder des hofgeismarer Umlandes und hinein in den Wald. Flachmann sagte hallo.

Hinaus aus dem Wald und am Waldrand entlang, an einer Gänsefarm vorbei wo wir vom wilden Geschnatter der künftigen Weihnachtsbraten begrüßt wurden und überlegten wie toll es doch wäre sich eine dieser weißen Prachtvögel zu stibitzen und am Abend zu verzehren.

naja der Hunger war noch nicht groß genug.

Es ging weiter über eine Landstraße und über eine Kuppe von wo aus wir einen nebelbeschränkten Blick auf die Baustelle des Caldener Flughafens hatten. Eine kleine Pause bei der wir wieder auf Kumpel Flachmann trafen und ein Apfel verzehrt wurde gab uns Kraft für den weiteren Weg.

Entusiastisch stürzten wir uns querfeldein in ein kleines Waldstück, welches uns vor einer Bundesstraße wieder ausspuckte. Nachdem wir uns orientiert hatten ging es wieder über Felder weiter richtung Ziel.

Über uns zog ein Schwarm Kraniche hinweg, sich in den Winden in die Höhe keisend.

Man kam durch ein kleines Dorf, indem wir erneut auf unseren alten bekannten Mr. Flachmann trafen.

Etwas orientierungslos traten wir die letzte Etappe nach Z- Berg an, welche unsere kleine Truppe bergan weiter führte. Oben angekommen hatte man eine famose Aussicht auf ein nebelverhangenes Tal.

Sich den Weg abwärts suchend kamen wir nach einiger Zeit tatsächlich im Dorf an und machten die letzten Schritte richtung „Luchshütte“. Da es schon fast dunkel war begannen wir sofort mit dem Aufbau der Kothe, richteten uns ein und enzündeten ein knisterndes Feuer um die müden Glieder aufzuwärmen.  Nach ein paar schnitten Brot gings nochmal runter ins Dorf um die lokalen Gepflogenheiten auszukundschaften und sich bestmöglich ins Dorfgeschehen einzubinden. —————

————- Nach einigen Stunden kehrten wir mit türkischen Teigtaschen in der Hand und der dörflichen Gepflogenheiten wegen erheitert in unser Lager zurück. Erneut wurde ein Feuer entzündet und die türkischen leckereien verzehrt.  Glückselig  schliefen die vier Menschlein im Schein des lodernden feuers ein.

Am nächsten Tag wurden  die Sachen  gepackt und der Heimweg mit dem Zug angetreten.

Nicht dieZeitspanne der Fahrt zählt, sondern die erworbenen Eindrücke….

Horridoh,

Robert

Pfingstlager 2011

Für alle die gerne Pfingsten dabei gewesen wären aber nicht konnten ein paar Bilder.

Das Lager war wirklich grandios und durch den Anschluss der Pfadfinderschaft  Luchs an den  Pfadfinderbund Großer Jäger  ein sehr wichtiges und einmaliges Ereignis das allen beteiligten wohl immer in Erinnerung bleiben wird.

Mehr Bilder gibts auf der Luchseite !

Maoris, Siedler und Touristen…

…sie alle nutzten den Whanganui River. Fuer die Maoris war es der Strom aus dem sie Nahrung bekamen und fuer die ersten Siedler eine wichtige Hauptverkehrsstrasse und natuerlich auch Quelle fuer Nahrung. Heutige Touris nutzen ihn hauptsaechlich als „bespassung“. Einer der Great Walks liegt genauer gesagt auf diesem Fluss und da wir auf unserem Weg in Richtung Norden noch ein wenig Zeit hatten und noch eine kleine Tour machen wollten entschlossen wir uns noch einmal richtig paddeln zu gehen – also nicht nur mal so 1-2 Stunden aufm See.

Also angekommen in Whanganui hiess es fuer uns erst einmal wieder Informationen einholen wo man denn hier den besten/guenstigsten Kanu -Anbierter hat. Natuerlich nicht dort in der Stadt sondern in einem kleinen Nest namens Ohakune. Also dorthin und auf dem Weg schon von der Strasse aus einen Blick erhalten auf den Strom auf den wir uns fuer drei Tage begeben wollten. Die Aussicht auf die Vegetation und den Fluss erfuellte uns mit Vorfreude.

Endlich in Ohakune angekommen suchten wir uns dann auch einen Kanu-Anbieter heraus. Wir entschieden uns fuer Yeti-Tours (wenn der Name nicht schon ueberzeugt ;)) Also jeder drei Plastiktonnen in die Hand gedrueckt und mit den Worten wir sehen uns dann morgen frueh um 07:30Uhr an unserer Aussenstelle war es das dann auch schon.

Der naechste morgen ging also sehr frueh los. 6Uhr aufstehen, allen Kram den man so braucht in die Faesser einladen und mit den Tonnen in der Hand und dem Rucksack auf dem Ruecken zu deren Aussenstelle, die vom Campingplatz, Gott sei Dank, nicht sonderlich weit entfernt war. Dort angekommen haben wir dann die Tonnen in den Bus verladen und unsere Rucksaecke in deren Lagerhalle in eine Ecke gestellt. Und dann hiess es noch einmal gut 2 Stunden mit dem Bus fahren ehe wir nach Whakahoro kamen wo wir „ins Wasser gelassen“ worden. Der grosse Schock zur fruehen Stunde kam schon dort. Eine schaetzungsweise >20Mann grosse Schulklasse die sich auch von dort auf den Weg begeben sollte. Also wir schnell das Kanu beladen und ab ging die Post. Unser Busfahrer hat auf eine weitere Einleitung verzichtet, nachdem wir ihm versichert haben, dass das nicht unsere erste Tour mit Kanus ist und wir daher schon einiges an Erfahrung haben.

Geplant war also dann fuer diesen Tag eine 4-6 Stunden Etappe (laut Brochure). Da wir aber keine Lust hatten Abends diese Schulklasse am Hals zu haben planten wir unsere Tour ein wenig weiter und bereiteten uns darauf vor noch einen Campingplatz weiter zu fahren also noch einmal gut 2 Stunden mehr paddeln. Aber das Wetter sollte ja gut sein also alles keinProblem…

Wir erreichten den ersten Campingplatz und machten dort eine kleine Mittagspause – Muesliriegel und n‘ Stueck Schoki als kleiner Energie Schub.  Denn wir liessen uns nicht nur auf dem Fluss treiben sondern paddelten auch recht ordentlich und die Aussicht die wir die ganze Zeit geniessen konnten machte einfach Hunger. Farne und Steilhaenge mit wunderhuebschem scheinbar Naturbelassenen Urwald saeumten den Weg am Fluss. Nicht zu vergessen auch die hunderte von wilden Ziegen die ueberall auf irgendwelchen Steinvorsprungen sassen und am grasen waren oder einfach nur doof in die Gegend guckten.

Wir kamen am naechsten Camp vorbei und danach sollte es eigentlich auch nicht mehr sonderlich weit sein bis zu unserem Campinggelaende. Auch die Fluesse die von links und rechts kamen deuteten darauf hin, dass wir es bald geschafft haben sollten. Schliesslich setzte auch langsam aber sicher die Daemmerung ein und wir wunderteten uns wo den nun unser Camp seie.

Mit dem letzten Licht des Tages sahen wir dann endlich ein Schild, zwar kaum mehr zu lesen was darauf stand aber wir fanden einen Platz zum anlegen und auch eine Schutzhuette wo wir unser Nachtlager im mehr dunklen als hellen aufschlugen. Wir stellten dann auch fest, dass wir wohl an dem einen Camp vorbei gefahren waren und inzwischen noch eins weiter gekommen waren. Landungspunkt zur „Bridge to Nowhere“ direkt neben dem Mangapurua Camp. Egal weiter wollten wir diesen Tag definitiv nicht, also kochten wir noch schnell unsere Nudeln und legten uns dann schlafen. Auf das wir am naechsten Tag es ganz gemuetlich angehen lassen koennen.

Der naechste morgen kam und wir entschlossen uns, da wir ja so viel Zeit haben, einen kleinen Abstecher zu der Bruecke zu machen die irgendwann nach dem ersten Weltkrieg erbaut wurde, da man Soldaten weite Teile des Gelaendes als Farmland anbot und somit sich auch einige Farmen ansiedelten. Inzwischen ist aber davon nicht mehr viel uebrig  und somit steht eine solide Steinbruecke mitten im Wald und wird nurnoch von einigen Wanderern und Fahrradfahrern genutzt. Wieder zurueck an unserem Kanu luden wir die Faesser wieder ein und machten uns auf eine gemuetliche Paddeltour. Das Wetter war bestens und so liessen wir uns mehr treiben und genossen die Sonne und die wunderschoene Landschaft, alsdas wir uns wirklich ins Zeug legten um zu paddeln. Mittag machten wir diesesmal an einem Camp wo gleichzeitig auch eine alte Maori Versammlungsstaette liegt. Leider waren von denen keine Anwesend und so schauten wir uns nur ein wenig um und bestaunten das „Maorihaus“ welches genauso wie der Pfahl davor mit huebschen Schnitzereien verziert war. Weiter ging es den Fluss hinunter und am spaeten Nachmittag erreichten wir auch diesmal Planmaessig das naechste Camp welches ein wenig oberhalb des Flusses lag und einen Blick auf selbigen Bot. Sowie auf die Steilwand auf der anderen Seite des Flusses. Ein wirklich schoener Platz in der Mitte vom scheinbaren nirgendwo, umgeben von Wald, Farnen und dem Fluss.

Der letzte Tag war dann wieder sehr entspannt. Nicht ganz so strahlend blauer Himmel wie am Vortag aber immernoch relativ warm und ab und an zeigte sich auch einmal die Sonne. Das einzige spektakulaere an diesem Tag war vermutlich eine Ecke auf dem Fluss mit ein paar etwas staerkeren Stromschnellen, die wir aber ohne grosse Probleme meisterten. Da wir aber am morgen kurz vorm Ablegen Besuch bekamen von der Schulklasse, beschlossen wir ein wenig zu warten um zu sehen, wie diese die Stromschnellen meistern. Eigentlich relativ gut, wenn man von den zwei drei Kanus absieht die bei denen gekentert sind. Hilfe war aber nicht von noeten und so zogen wir weiter dem Ende unserer Tour entgegen. Dort kamen wir auch ohne weitere Vorfaelle an und mussten sogar noch einige Zeit warten bis wir von unserem Bootsvermieter wieder eingesammelt wurden.

Alles in allem eine wieder einmal sehr schoene Tour, anders wie die vorherigen und damit wieder auf ihre eigene Art und Weise genial!  Unsere 10. Mehrtagestour, ganz nebenbei bemerkt. Vermutlich unsere letzte, ehe es nachhause geht. Aber wer weiss das schon so genau 😉

Also man liest sich

und gruesse vom anderen Ende der Welt an euch alle da draussen!

Robert und Timo