Rund um den Krähen

Wunderbare Aussicht vom Krähen
Wunderbare Aussicht vom Krähen
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Aufbau unseres Nachtlagers
Aufbau unseres Nachtlagers
Voller Tatendrang den Weg entlang
Voller Tatendrang den Weg entlang
"Ein Jäger hoch am Himmel.."
„Ein Jäger hoch am Himmel..“
Gemeinsames Gruppenfoto nach einem langen anstrengenden Aufstieg
Gemeinsames Gruppenfoto nach einem langen anstrengenden Aufstieg
Knietiefer Schnee
Knietiefer Schnee
Eiszeitpfad
Eiszeitpfad
Endlos lang ein Weg durch Schnee
Endlos lang ein Weg durch Schnee
Zu Gast bei netten Bauern
Zu Gast bei netten Bauern

Mittlerweile viel zu Lange ist es her das sich eine kleine Gruppe auf den Weg machte um Sylvester auf dem Hohenkrähen zu verbringen. Ein kleiner Bericht mit ein paar Fotos soll trotzdem noch geschrieben sein….

Die Reise begann am Jungfernkopf während alles noch schläft stiefeln wir voll bepackt zur Bushaltestelle um von dort mit Öffis die Reise Richtung Tuttlingen anzutreten. Soweit ging auch alles gut und wir kamen nach schier endlosem Bahn fahren an. Aber wie geht´s jetzt weiter? Wirkliche einen Plan hatten wir nicht und so suchten wir uns den nächstbesten Weg der uns grob in die Richtung führte die wir wollten zum Krähen. Eine lange Wanderung sollte es an diesem Tag aber nicht mehr sein, da wir noch kein Nachtlager hatten. Auch haben wir den Tiefschnee zum Teil ein wenig unterschätzt. In einem nahen Waldstück fanden wir dann einen Ort wo wir unsere Kothe aufstellen konnten und sogar ein kleines Feuer machen. Auf diesem wurde gekocht und sich gewärmt um die, wie wir im Nachhinein erfahren haben, angeblich kälteste Nacht seit ’63 zu überleben.

Der nächste Morgen verlief dann wie gewohnt mit Klamotten zusammenpacken, Frühstücken und weiter geht die Reise. Weiter ging unsere Wanderung durch den Wald und über Felder. Eine Mittagspause mit etwas warmen zu Essen sollte unser nächstes Ziel sein. Gestärkt mit Flädlesuppe und oder Käsespätzle zogen wir nun von Hattingen nach Talmühle wo wir das Glück hatten bei ein paar Milchbauern unterzukommen. Diese erlaubten uns eine Nacht in ihrem Partyraum zu nächtigen. Als kleinen Dank haben wir geholfen die Kühe zu füttern und ein wenig Schnee zu räumen.

Der dritte Tag, unser Ziel für heute war klar. Wir kommen heute zum Krähen. Gesagt, getan. Es war ein anstrengender Weg der uns zum Teil durch knie hohen Schnee führte und über Wege die wohl nicht umsonst den Titel Eiszeitpfad tragen. Manche ließen einen zum Teil grübeln ob man noch auf dem Feldweg läuft oder bereits auf dem Feld daneben. Bei vielen keimte aber auch immer mehr der Wunsch endlich nicht mehr Bergauf zu stiefeln mit Schnee, Wind und Eis im Gesicht.

Trotzdem haben wir es geschafft und konnten mit der Dämmerung am Krähen ankommen. Dort genossen wir eine richtige Matratze und andere Annehmlichkeiten.

Der Sylvester Tag wurde dann damit verbracht die Ruine zu erkunden, sich über eine unglaubliche Aussicht zu freuen und bei Vorbereitungen für ein gemeinsames Sylvesterfest zu helfen.

Dies sollten wir dann auch haben mit ~120 Gleichgesinnten gemeinsam auf dem Hohenkrähen.

Vielen Dank noch einmal für die Einladung und dieses schöne Erlebnis!

 

Bundesfaschingslager 2014 – So viel Kinderspaß

 

Schon lustig eigentlich, dass das Bundesfaschingslager 2014 genau ein Wochenende nach dem offiziellem Karneval stattfand. Man könnte meinen, die Großen Jäger seien närrischer als so manche Narren, obwohl der Großteil der Stämme ihre Domizile nicht in einer Fastnachtshochburg pflegen. Ihr Humor ist auf alle Fälle unschlagbar.

Am Freitag den 7. März trafen punktlich um 18.18 Uhr ganz gluckliche Menschen der Stämme Silberfuchs, Regenpfeifer, schwarzer Panther, Friedensreiter und Hohenstaufen im Landheim in Hofgeismar ein. Traditionell fand die große Faschingssause natürlich am Samstagabend statt und somit begann das Lager ganz entspannt in der Küche, wo erst einmal ein Kännchen Kaffee gekocht wurde. Silberfüchse und Regenpfeifer kümmerten sich um das erste Abendmahl, bei dem flinke Hände Zwiebeln und Paprika schnibbelten, diese anbrieten , mit einer Tomatensoße vermischten und noch ausgewählte Kräuter darüber streuten. Närrisch wurden auch Lorbeerblätter in die Soße getan, denn nicht jede_r weiß, dass diese nicht essbar sind. Dank hilfsbereiter Grüpplinge war die Große Essenstafel schon gedeckt, als der riesige Nudeltopf die Treppen aus der Küche hinauf getragen wurde. Nachdem allen eine Portion aufgetischt wurde und „HUNGER“ aus dem Landheim schallte, begannen die lustigen Menschen ihre Mägen zu füllen. Wie nach jeder närrischen Mahlzeit muss es Leute geben, die auf närrische Weise den Abwasch machen, damit am nächsten morgen auch wieder von den Tellern gegessen werden kann. So wuschen die Einen Teller, Messer, Gabel und Becher während Andere das Kaminzimmer für eine Singerunde vorbereiteten.  Am späten Abend trafen sich nun alle, die Liederbücher und Böcke gezückt, brennende Kerzen, das Lodern des Kaminfeuers, melodisches Gitarrenspiel von Julia und Bieber, eifrige Kinder die ihre Liederwünsche äußerten und mitsangen. Im Anschluss an einen stimmungsvollen närrischen Vorfaschingsabend laß uns Maurice noch ein Kapitel aus dem Buch „Momo“ von Michael Ende vor. Dabei legten sich alle in die neuen kuscheligen und sauberen Landheimmatratzen, entspannten sich und lauschten der Stimme des Vorlesers. Närrisch wie Maurice nun mal war, schaffte er es die Narren so zu fesseln, dass alle wie betäubt nach einem Kapitel ihre Schlafsäcke aufsuchten und sich hinlegten.

Die Sonne war für diese Jahreszeit schon sehr früh auf den Beinen und beglückte uns mit ihrer närrischen Helligkeit und Wärme im Fühzi. So waren alle ganz glucklich aufzustehen, denn sie wussten ja: Heute gibt es ganz viel Kinderspaß. Der Duft von knusprigen Aufbackbrötchen, die sich in den zwei Backöfen vergrößerten,  war in der Luft. Zudem wurden auch Cornflakes in allen Variationen aufgetischt, so dass für jede_n etwas dabei war.  Am Frühstückstisch wurde geschmatzt, geschlürft, gerülpst und gegackert was das Zeug hielt. Die Verpflegung für den Tag war nämlich außerordentlich wichtig. Denn im Anschluss an das morgendliche Mahl stand ein närrisches Geländespiel bevor, das einem jungen Menschen all seine närrischen Fähigkeiten auf die Probe stellte. Die Münsteraner Friedensreiter_innen hatten natürlich durch monatelange Planung ein ausgeklügeltes Geländespiel erarbeitet, sodass es nach dem Küchendienst sofort losgehen konnte. Die einzelnen Gruppen liefen Posten an, die überall in der Innenstadt von Hofgeismar verteilt waren. Mit großem närrischen Tatendrang bewältigten alle die ihnen gestellten Aufgaben. Es wurden Äpfel aus dem Wasser gefischt, Liedtexte kreiert, Kupp gespielt, versteckte Gegenstände gefunden und vieles mehr…Es war ein sonniger Tag. Einer von diesen Wintertagen, an denen ein Narr schon den Frühling erahnen konnte. Und so konnten alle Gruppen von Posten zu Posten durch Hofgeismar flanieren und sich die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Gegen 16 Uhr hatten sich alle wieder Richtung Landheim begeben, wo das Faschingsmahl zubereitet wurde. Einige, die von dem Geländespiel nicht genug hatten, spielten noch draußen auf der großen Wiese weiter. Aus dem großen Speisesaal wurden traditionell die Tische und Stühle hinausgetragen und im Kaminzimmer als Buffet-Tische aufgestellt. Danach wurden die neuen bequemen Matten im Speisesaal als Sitzmöglichkeiten ausgelegt, damit alle später bei der großen Faschings-Sause darauf Platz nehmen konnten. So langsam füllte sich das Haus wieder, da alle dem leckeren Essensduft nicht widerstehen konnten. Aber so schnell ging es dann auch wieder nicht. Als erstes mussten sich alle auf die Matten setzten und als dann der Trommelwirbel ertönte kamen plötzlich die „Assie-Bratze“ und die „Fee“ in den Raum hinein und läuteten die fette Fete ein. Zunächst musste jede Närrin und jeder Narr ihr­­­ bzw. sein Kostüm vorstellen, damit auch wirklich alle wussten was für Charaktere nun hier herumspringen. Es gab Clowns, Hippies, Polizisten, Spiderman, Batman, Imbiss-Bronko, Ski-Fahrer …. Somit wurden nicht nur die Klassiker unter den Kostümen bedient, sondern es gab auch einige neue Kostüme, die bald vielleicht auch zu Klassikern werden könnten. Danach begannen die närrischen Spiele: Marshmallows in den Mund stopfen, Wattepusten, Herz-Blatt, Klopapier weitergeben…. Nach einer langen Reihe von Spielen wurde nun endlich das Büffet eröffnet und alle stellten sich natürlich ordnungsgemäß an,  um den leckeren Schmaus auf ihre Teller zu hauen. Es gab närrische Frikadellen, Salate aller Variationen, ein paar Kleinigkeiten und leckere Nachtische. Zu Trinken wurden den lustigen Menschen verschiedene Säfte angeboten und nun konnten alle ihr Schmatzen und Rülpsen vom Morgen weiterführen. Es war ein wahres Fest aller Geschmackssinne. Nun völlig am Ende des ganzen Spaßes kam das große Finale. Die Stühle wurden wieder herein geholt und es hieß: „Reise nach Jerusalem“. Und nun ging die Post ab, denn die Schlager-Party-Hit-Musik, welche speziell von Mike zusammengestellt wurde, gab den Takt an. Alle rannten und schubsten sich voran um so schnell wie möglich einen Stuhl zu ergattern, wenn die Musik ausging. Drum herum in großer Partylaune tanzten die verrückten Narren hin und her, auf den Stühlen, kreuz und quer – So viel Kinderspaß. Als dann wieder langsam Ruhe einkehrte wurde noch Schnucke in die Menge geworfen, damit die Narren vollends zufrieden waren. Der groß angekündigte Abend endete mit Chai, Feuer und Gitarrenklang im Kaminzimmer. Das war der große Faschingsspaß 2014 in Landheim von Hofgeismar.

Am Sonntag wurde dann wie immer aufgeräumt, geputzt und das Lager mit dem Abschlusskreis beendet.

Euer Maurice

 

Polska – jeden (eins)

Mein nächstes Kapitel spielt außerhalb der eigenen gewohnten Landes- und Lebensgrenzen, und so berichte ich nun von dem Nicht-ganz-weit-weg-Land und meinen ersten Erlebnissen…

 

Kassel 16.02.2014, Werraweg zu Wilhelmshöhe, nach Berlin, über die unsichtbare polnische Grenze und Ankunft in Poznań.

Meine Marta, meine Mentorin, holte mich vom Bahnhof Poznań Główny ab. Viele hundert Złoty wurden dem Bankomat entnommen, es wurde ein Taxi bestellt und 20 min später stand ich in meinem neuen zu Hause in Polen. Es machte einen gemütlichen und vielversprechenden Eindruck auf Marta und auf mich. Ich willigte beim Vermieter ein. Erste Miete bar in die Hand.

Nach dem ersten Piwo in traditionellem Ambiente im Zentrum der Stadt, lähmte mich die Müdigkeit und ich fiel in eine erste ruhige Nacht.

 

Die erste Woche verstrich mit Zweifeln, Hoffnungen und viel Zeit zum Nachdenken und Entdecken. Marta und ich trafen uns für Vino, für Sightseeing, für kleine Ausflüge in unsere spannenden jungen Leben, die das Wandern und Reisen gemein hatten. Erste Floskeln und Wörter kamen leichter über die Lippen.

Samstag Abend landete Johann, ebenfalls ein deutscher ERASMUS-Student im selben Haus, in dem auch ich wohne. Der erste Kontakt zum ersten „Leidensgenossen“ war hergestellt.

Erst die Ruhe vor dem Sturm. Und dann traf der Sturm wie erwartet ein:

Mit dem Start des ERASMUS-Programms begaben wir uns auf die Ein-halbes-Jahr-feiern-im-billigen-Polen-Party (mein inoffizieller Titel)!

Es begann mit der Uni-Einführung, die sich nicht verkneifen konnte, uns von der Suche nach der großen Liebe vorzuschwärmen. Den ausländischen Mädchen wurden die wahren polnischen Männer nahe gelegt, die männlichen Teilnehmer wurden davor gewarnt, wegen ihrem Exotic-Factor von den polnischen Mädchen nicht ausgenutzt zu werden.

Es war zum Schmunzeln ;-)………, aber freuten uns dann sehr über das großartige Angebot für die Polnisch-Sprachkurse.

Montagnacht: Party, Piwo, Tanz, viel Spaß und Kater am folgenden Tag. Den gibt es hier leider auch. 😉

Am nächsten Tag die ersten Kurse besucht, darunter TEATR wie ich es liebe. Dann Polish Dinner; Barszcz (Rote Beete Suppe) und Pierogi (Teigtaschen mit Füllung); beides typisch polnisch, beides leider nicht von Mutti gekocht, deshalb nur ok. (Selbstgemacht ist es ein Gedicht!)

Die Tram-Party ließen Johann und ich „aus Versehen“ ausfallen. Zum Glück! DJ in der Straßenbahn ist mir dann doch ein bisschen to much…

Es folgte der berühmte Pącek (Krapfen, Berliner, Kreppel, Eierkuchen) -Tag in Polen. Also wir Erasmus-Mädels auf zu den selbstgemachten Leckereien und Kawa czy Herbata dazu, Kaffee oder Tee. Mit ein paar Mädels versteht man sich schon richtig gut.

Und dann mit Vorfreude zur Brauerei-Führung. Enttäuscht hinaus. Das Bier war gut, die Führung dieses kapitalistischen Dreckvereins hätte ich mir gerne erspart. Zu viel Pathos und sichtbare Ausbeute der Arbeiter. Von wegen ramontische kleine Brauerei mit anschließender Verkostung (NUR ein Piwo für jeden)…. Nur der Flaschen-Reinigungs-Befüllungs-Track war wie in der Sendung mit der Maus. Kindheitsgefühle und pure Faszination war wahrscheinlich in uns allen zu sehen.

Es folgte zum Einleuten des Wochenendes die Party amerykańscy. Der American Dream in Polen, mit Football-Spielern und Cheerleadern. Ohjej!

Samstag gab es dann eine Stadtführung durch die wirklich sehr schönen Teile der Altstadt, mit ein bisschen Geschichte und Hintergrundinfos gewann die Stadt noch mehr Charme.

Denn das muss man wirklich sagen: Poznań ist wirklich eine sehr schöne Stadt, es gibt soviel zu entdecken und zu stauen. Und mit diesem Gefühl endete meine erste ERASMUS-Woche. Man muss ja nicht jeden Party feiern. Aber: die Polen, die Stadt Poznań und die Uni UAM heißen einen hier sehr herzlich willkommen! Und gut Fußball spielt das Team Poznan Lech hier auch! 4:0 gewonnen am Samstag! Das kann ja nur gut werden!

 

Nach dieser Woche beginnt nun der „richtige“ Unialltag. Ich bin gespannt und bleibe offen und wissbegierig für neue Erlebnisse und die schöne Sprache.

Winnie

BOSNA!

                                   Älterenfahrt Bosnien

 

Der folgende Fahrtenbericht beschreibt eine Fahrt im weniger herkömmlichen Sinne.

Zuerst muss ich ein wenig ausholen. Max und Roffes Eltern sind gut mit einer bosnischen Familie befreundet welche  vor dem Krieg in Ex- Jugoslawien geflohen war und deshalb einige Jahre in Deutschland lebte. Nach Ende des Konflikts kehrte die Familie zurück nach Bosnien.

Nun ist es so, dass einige Menschen im Stamm Silberfuchs schon seit geraumer Zeit wild auf eine Fahrt im Großraum Balkan waren und sich mit der bosnischen Familie nun ein guter Anlaufpunkt bot. Max nahm Kontakt auf und nach einer Weile hatte sich ein Plan entwickelt der so aussah, dass wir im kleinen Kreise Ende September nach Bosnien aufbrachen mit dem Ziel einige Tage bei der Familie zu verbringen um die Kultur und das normale Leben aus erster Hand zu erfahren. Anschließend sollten noch weitere Tage mit der Erkundung des Una Nationalparks verbracht werden.

So startete also die kleine aber feine Gefährtenschaft bestehend aus Max, Roffe, Winnie und mir am 22. September per Zug richtung Zenica im Herzen Bosnien und Herzegowinas auf. Erstes Etappenziel war München von wo es nach einigem warten im Oktoberfesttrubel mit dem Euroliner zum Ziel ging.

Ziemlich übermüdet aber guter Dinge kamen wir also in Zenica an. Jetzt stellt euch vor Ihr steigt früh morgens  völlig zerknetscht aus dem Reisebus und es ist neblig, kühl, der Blick fällt auf graue Gebäude, Plattenbauten und den Busbahnhof. Einige Menschen laufen die Straße auf und ab und Rudel von wilden Hunden durchstöbern die  Straßenzüge nach jedem bisschen Essen das sie ergattern können. So war der Erste Eindruck.

Etwas eingeschüchtert kontaktierten wir die Familie, dass wir angekommen waren und das ca. 4 Stunden früher als geplant. Wir dachten wir müssten jetzt noch warten an diesem ungemütlichen Ort, aber da hatten wir uns getäuscht! Nach 10 Minuten kam Almira, die Mutter der Familie, mit einem eigens für die Abholung geliehenen Auto angedüst und da begann für uns mit einer herzlichen Umarmung die Fahrt im Land der Gastfreundschaft und des Sliwowitz.

Im Haus der Familie angekommen gab es erstmal leckeren türkischen Kaffee und eine noch leckerere bosnische Suppe. Nach und nach trafen die drei Töchter ein die noch in der Schule gewesen waren und man lernte sich näher kennen. Da wir noch fertig waren von der Anreise ruhten wir uns dann erstmal ne weile aus. Wir fragten nach einem Platz für die Kothe, aber das wurde sozusagen mit einem Lächeln abgetan, denn die Gesamte Familie war für den Zeitraum unseres Besuchs in das benachbarte Haus der Großeltern umgezogen. Wir konnten es fast nicht glauben, dass uns da so ohne weiteres, das gesamte Haus zur Verfügung gestellt wurde. Dieses zuvorkommende und selbstverständlich gastfreundliche Verhalten sollte auch bis zur Abreise nicht aufhören. Im Haushalt durfte man nur nach wehementem Bitten und mit starkem Durchsetzungsvermögen helfen, auch wurde uns zweimal am Tag ein warmes bosnisches Gericht zubereitet was dann zusammen eingenommen wurde. Um nochmal auf den ersten Eindruck am Busbahnhof zurück zu kommen. Dieser war nach sehr kurzer Zeit von einem Gefühl des Willkommen seins  und guter Laune abgelöst.   In den weiteren Tagen lernten wir die Stadt kennen, schauten uns die allgegenwertigen Moscheen mit den Minaretten an,hörten den Muezzin beten und tranken viel guten türkischen Kaffee.

Roffe war relativ stark  erkältet und so entschlossen wir uns einen Tag verschiedenen Aktivitäten zu unternehmen während Roffe zu Hause blieb und von Almira mit frischer Hühnerbrühe und Tee gesund  gepflegt wurde. Max und ich machten eine kleine Wanderung auf einen nahen Berg und erkundeten so die umliegende Natur während Winnie mit der jüngsten Tochter das Kino besuchte.

Einen Abend wurde draußen im Kupferkessel überm Feuer ein leckerer Eintopf geköchelt und wir gaben einige unserer Lieder zum Besten. Am nächsten Tag fuhren Max, Winnie und ich mit dem Bus nach Sarajewo. Diese Stadt ließ mit dem alten orientalisch stark geprägten Marktviertel einen starken Eindruck bei mir zurück, sodass ich gedenke durchaus nochmal dorthin zurück zu kehren.

Am letzten Abend kam noch der Vater der Familie nach Hause, sodass wir auch die Ehre hatten ihn kennenlernen zu dürfen.

Auch die schönste Zeit geht mal vorbei und am nächsten  Tag mussten wir uns von unserer grandiosen Gastfamilie verabschieden, in Richtung Una Nationalpark. Dieser war ca 200 km entfernt und unsere Pläne dort mit dem Bus hinzu tuckern wurde von unserer lieben Familie vereitelt indem alle Hebel in Bewegung gesetzt wurden und Freunde, Geschwister, Cousins, und Freunde von Cousins angerufen wurden mit der Bitte uns mit einem Auto dort hin zu chauffieren. So geschah es dann auch und wir wurden für einen sehr geringen Geldbetrag plus 15 Euro Aufwandsentschädigung für den Fahrer bis in den Nationalpark kutschiert. Der Abschied war nach nur 5 Tagen des Kennenlernens tränenreich, was doch wirklich außergewöhnlich ist, oder ?

Wir kamen also nach einigem Hin und Hergegurke auf einem kleinen Camp  an. Ein älterer Mann mit freundlichem Grinsen und einer Zigarette im Mundwinkel begrüßte uns und führte uns auf dem eigentlich schon geschlossenen Camp rum und zeigte uns wo wir das Zelt aufbauen konnten. Als nächstes wurden wir zu einer Runde Sliwowitz eingeladen und dann zu noch einer. Dann begannen wir zu Kochen was allerdings überflüssig gewesen wäre, da der gute Mann nach einer Weile mit einer guten warmen bosnisch, deftigen Suppe angeschlurft kam die wir aufzuessen hatten.  Das Camp befand sich direkt am wunderschönen und klaren Fluss Una um den herum sich der Nationalpark erstreckt. Wir hatten eine Feuerstelle, trockenes Holz, und die Aussicht auf eine alte Burgruine. Weiterhin waren wir über die Tage dort die einzigen Gäste. Da Roffe immer noch nicht gesund war entschlossen wir uns die nächsten Tage nur Tagestouren zu machen und nicht wie geplant durch den Nationalpark zu wandern. Auch spielte das Wetter nicht so ganz mit und einen Tag Dauerregen harrten wir am Feuer in der Kothe aus. Unsere ständigen Gäste, eine kleiner ausgewachsener streunender Hund, Wurst genannt, eine noch viel kleinerer Hundewelpe, Schorsche genannt, eine Katzenmama, Muschka gennant und ihr junges Kätzchen, Mischka getauft  ließen es nie langweilig werden und brachten uns große Erheiterung. Eine Tagestour führte uns auf den Gipfel des Berges mit der Burgruine die wir vom Camp aus sahen, eine weitere zu einem imposanten Wasserfall im Herzen des Parks. Wir erlebten einige schöne Tage in denen viele Einladungen Sliwowitz zu trinken nicht ausgeschlagen werden konnten. Am 2. Oktober machten wir uns auf den Rückweg mit Bus und Bahn und kamen am 3. Oktober mit vielen neuen, ausschließlich schönen Eindrücken zurück. Eine andere Kultur hatte sich uns geöffnet und fordert einen erneuten Besuch heraus der garantiert folgen wird!

In Deutschland angekommen ging es nach einigen Stunden des Ausruhens aufs Meißnerlager.

Ahoi und Horridoh ,Robert

( Den Artikel habe ich für die Sternschnuppe geschrieben. wenn jemand der beteiligten was gegen den abdruck oder änderungsvorschläge hat, melden und rumheulen 😉 )

Rumpeln in der Rhön III

… wir wachten auf unserer kleinen Wetterspitze mit dem Ziel vor Augen auf: Der Kreuzberg ! An diesem Tag also sollte der Berg erklommen werden.

Nachdem wir die letzten Reste des überaus leckeren, vielfälltigen Allerleis des veganen / vegatarischen Streichshits mit ner juten Knifte runtergeschluckt hatte, stiefelten wir also los. Vorbei an Oberweißenbrunn und damit auch „Lemon’s Scheunenbrand“ zur ersten Erhebung. Obwohl wir normalerweise, egal wo wir sind, darauf verweisen, dass es ja aussähe wie am Edersee, kam uns diesmal der Dörnberg in Erinnerung: Eine beachtliche Anhöhe, ohne großen Baumbestand, dafür umso mehr Heide und Gräser. Wir folgten also dem Pfad über diese Erhebung und wurden schließlich am Fuße des Kreuzbergs von seinem Wald eingenommen. Diese steile Passage wurde zügig mit der Aussicht auf das Klostergasthaus und dem phänomenalen Ausblick in Richtung Wasserkuppe bewältigt. Die bisherige Gastfreundschaft der Nordbayern, besser Unterfranken !!!, beflügelte uns den Versuch zu wagen auf musikalische Weise den Touristen den einen oder anderen Taler aus der Tasche zu ziehen. Gesagt getan. Nach etwa einer halben Stunde wurde unser Musikantenstadl dann doch relativ schroff vom Wirt und seinen beiden Schergen im Hintergrund mit der Begründung „hier auf dem Klostergelände ist BETTELN und MUSIZIEREN verboten“ des Hofes verwiesen. Naja sei es drum. Ein paar mitleidige Passanten drückten uns rasch noch ein wenig Klimpergeld in die Taschen und wir tippelten auf dem Kamm des Kreuzberges zu einer gastfreundlicheren Lokalität. So schnell wie wir das Geld verdient hatten, war es auch direkt schon wieder in Maß investiert wurden. Zu unserem Glück fanden wir zudem unterhalb der Gaststätte einen perfekten Lagerplatz, mit Feuerstelle und Quelle. Das im Rucksack vor sich hin gärende Gemüse wurde nun endlich zu einem feinen Eintopf verwandelt und wir ließen Max’s Geburtstag gehörig ausklingen …

(Nach dem Maß ist vor dem Maß)

Rumpeln in der Rhön II

Part 2

Am nächsten Tag wachten wir doch tatsächlich erst gegen 10 auf. Die nette Dame mit der Tuba hatte recht behalten, durch diesen Tunnel lief kein Mensch.

Also erst mal losgetippelt, zum nächsten Supermarkt zum Proviant besorgen und zur Touriinfo, zwecks Routenplanung. Das Ziel war schnell gefunden. Den Kreuzberg wollten wir bezwingen, und so machten wir uns erstmal los, um einen Weg aus der Stadt rauszufinden.

Das Laufen war recht beschwerlich aufgrund der vornächtlichen Geburtstagsreinfeierung und so machten wir auch schon bals halt, auf einer großen Wiese mit Feuerstelle, neben einem undefinierbaren Wasserbauwerk ohne ersichtlichen Zweck.

Wir zelebrierten ein gediegenes Frühstückchen mit echtem Kaffee und blieben noch ein Weilchen, denn die Sonne hatte ihren Weg durch die Wolken gefunden. Bald ging es dann aber weiter und nach einigen Telefonaten mit Mike, unserem Nachreisenden, war das Tagesziel auch erstmal klar. so liefen wir weiter, auf schönen Wanderwegen durch idyllische Dörfchen und kamen auch bald nach Weißenbrunn. Wir hatten noch ein wenig Zeit bis Mike ankommen sollte und so kehrten wir erst mal ein in die kleinste Kneipe Nordbayerns. Von außen sah die kleine Kneipe aus wie eine winschiefe alte Scheune aber drinnen war es doch recht gemütlich.

Lukas hatte Hunger und bestellte sogleich für alle eine kalte Platte und mit Ankunft dieser war auch klar „Wir sind in Franken“ „Hessen liegt hinter uns“ die Platte war unbescheiblich groß, beladen mit den fleischigsten Leckereien vom Met über leberwurst bis zu Blutwurst. Alles Hausgemacht. Eine kleine ecke mit Käse war auch dabei, und so ließen wir es uns erst mal schmecken. Wir taten unser bestes die gute Wurst zu vertilgen, doch nach dem dritten nachbestellten Brotkorb mussten wir aufgeben und Mike etwas aufheben 😉

Wir tranken also das eine oder andere Bierchen und bald tauchte auch Mike auf, auch der ein oder andere Schnaps wurde gereciht, erst weil wir zum ersten Mal da waren, dann weil Helge Geburtstag hatte und später weil wir so schön aufspielten. Später wurden wir in die Scheune verlagert, hatten unseren eigenen Raum, spielten unsrere Lieder und hatten immere mal wieder Basuch vom netten Wirt Spitzname Lemon der uns schließlich auch anbot dort zu übernachten. Kein Zweifel, Hessen lag hinter uns.

Es war allerdings erst halb 9 und so beschlossen wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang zu unternehmen um die Fleischkugeln in unseren Baüchen etwas in Bewegung zu setzten. Wir liefen, es fing langsam un zu dämmern und plötzlich, nach ein wenig kraxelei standen wir plötzlich einfach darauf. Auf dem perfekten Lagerplatz. Nach langer Diskussion entschieden wir uns dazu, das dieser Lagerplatz nicht unbenächtigt bleiben durfte. Wir liefen zurück, halten unsere Sachen und nach einem kleinen Abschiedsschnaps, machten wir uns auf zu unserm Platz. ein kleines Plateau auf einem Hügel, umgeben mit Baümen, in der Mitte ein riesiger Lindenbaum, Feuerstelle, Bänke, und Aussicht.

Im Dunkeln bauten wir die Kothe auf, machten Feuer an und feierten gemülich, lauschig am Feuer unterm Lindenbaum sitzend in Max Geburtstag rein.

Die Bescherung kam, die beiden Jungs bekamen ihre Kotheplanen, die Freude war groß, die Weinflaschen kreisten und der Abend wurde noch etwas länger.

 

Clara

 

Fortsetzung folgt hoffentlich bald

Rumpeln in der Rhön

Teil I

– Helges Geburtstag-

 

Unsere diesjährige, schon Tradition gewordene, Fahrt über die Geburtstagstage von Max und Helge brachte uns in die schöne Röhn im Grenzgebiet von Hessen und Bayern. Die Tippeltruppe bestand diesmal aus Clara, Winnie, Lukas, Max, Henne, Helge, Mike und Robert, wobei Mike einen Tag später anreiste.

Per Zug ging es also vom Heimathafen aus nach Gersfeld in der Hessischen Röhn wo wir abends gegen 20 Uhr im strömenden Regen ankamen. Das machte uns aber gar nüscht ! Stoisch warteten wir einige Zeit unter dem Bahnhofsvordach erkundigten uns bei Eingeborenen nach der nächsten Kaschemme und fassten den Entschluss eine solche möglichst bald aufzusuchen, da heute schließlich in Helges  Geburtstag reingefeiert werden sollte. Zapp zarapp saßen wir in einer Kneipe im Dorfkern in der die einzigen Gäste die Wirtin selbst und ne Hand voll anderer Menschen waren die grade ein fröhliches Trinklied sangen als wir durch die Tür traten. Jetzt mag man sich denken OHO uff gehts, mitgesungen und nen Bier oder ne warme Suppe abstauben. Falsch gedacht. Nach einigen Liedern unsererseits und einem getrunkenen Bier wurde uns klar gemacht, dass wir doch nicht stören und bitte nicht so laut sein sollen. ( an dieser Stelle sol lder Name dieser sehr ungastlichen Kneipe nicht unerwähnt bleiben: „Futterkiste“). Gut, dann eben nicht! Ha wäre ja gelacht wenn wir nicht ne anständige Kneipe finden in der unserer Engelsgesang gebührend belohnt wird. Rucksäcke auf und hinein in die regnerische Nacht. Nach kurzem rumirren fanden wir eine noch geöffnete loungähnliche Bar. Hier war das Personal freundlicher und die Gäste auch. Eine nette Dame, die Ihre Tuba!!! dabei hatte erklärte uns sogar wo wir für die Nacht ein ruhiges trockenes Fleckchen finden könnten. Dieses Fleckchen war eine Tunnelunterführung die wie für uns geschaffen war. An diesem Ort wurde also Helges 24. Geburtstag begossen. Einen Geburtstag an einem solchen Plätzchen zu verbringen kann man jedem kaffeekränzchenstandardgeburstag Geplagtem stark empfehlen!

-Robert-

(WER SCHREIBT DEN NÄCHSTEN TEIL???)

Von Heli zur Luwi

Und wieder einmal gibt es einen kleinen Fahrtenbericht . Vom 5.3 bis zum 10.3 waren wir mit kurzer Unterbrechung in Witzenhausen unterwegs . Die Fahrtengruppe bestand diesmal, recht ungewöhnlich, aus drei Weibsbildern ( Winnie, Julia, Clara) und mir (Robert).

Gestartet sind wir Vier in Hessisch Lichtenau, in der Nähe von Kassel, mit dem Ziel Witzenhausen bzw. Jugendburg Ludwigstein.

Im schönsten Wetter was der März bieten konnte gings also wie so oft los am Pfadihüttchen der Silberfüchse, wo das Allgemeinmaterial zusammengesucht und aufgeteilt wurde. Weiter mit der Tram nach Heli. Dort kauften wir Proviant für die kommenden Tage und schon gings im Sonnenschein und gefühlten 20 °C raus aus dem Ort und hinaus in die hügelige Nordhessische Landschaft. Auf Feldwegen und am Waldrand entlang schoben wir uns den ersten Hügel hinauf von dem aus wir eine grandiose Aussicht auf die sonnenbeschienenen mit Schneeflecken übersähten Lande hatten . Eine kurze Pause um alles in sich aufzunehmen und weiter auf dem Feldweg über den Eisenberg zum nächsten bewaldeten Hügel. Da wir erst nachmittags gestartet waren und es gegen halb 7 schon dunkel werden würde suchten wir uns auf halber Höhe des Hügels einen Schlafplatz um die Kothe aufzustellen. Das war schnell getan. Ebenso flux entfachten wir ein Feuer außerhalb der Kothe auf dem wir uns dann eine warme Mahlzeit zubereiteten. Als die letzten Sonnenstrahlen hinter der Kothe verschwunden waren und es merklich kühler und dunkel wurde, verfrachteten wir das Feuer ins Zelt und aßen warm eingepackt unser Essen. Mit einer kleinen Singerunde und anschließendem Vorlesen aus Hesses Steppenwolf kam die erste doch recht kalte Nacht auf Fahrt.

Am nächsten Morgen wachten wir mit steifen Gliedern auf und bedauerten es keinen Tee eingepackt zu haben. So entfachten wir draußen das feuer um uns etwas aufzuwärmen und packten danach alles zusammen. Weiter gings ohne Frühstück das wir nach einiger Weile Laufen auf einer Wiese in der Sonne zu uns nahmen . Das Wetter war uns auch heute noch wohlgesonnen, sodass wir einen weiteren schönen Tag in der Sonne tippeln konnten. Ohne besondere Vorkommnisse gings gemütlich weiter über Felder, Hügel, durch Schnee, Matsch und das ein oder andere Dorf.

Wir fassten den Entschluss die heutige Nacht in einer Scheune verbringen zu wollen. Dieser Wunsch erfüllte sich allerdings nicht , aufgrund wenig gastfreundlicher Nordhessen!

So wurde also im Letzten Licht des Tages die Kothe auf einer Schafsweide im Wald ein wenig außerhalb eines Dorfes aufgeschlagen. Trockenes Feuerholz für die Nacht gab es hier glücklicherweise genug , sodass wir aufs sammeln desselben keine Zeit vergäuden mussten bevor die Nacht ganz über uns hereingebrochen war. Ein Fläschen Wein, das Feuer und ein Chilli sin carne mit Nudeln bereitete eine recht gute Grundlage für diese wieder sehr kalte Nacht. Auch die Körperwärme des neben sich liegenden ist nicht zu verachten. In der Nacht waren alle irgendwann mal wach und schürten das Feuerchen erneut an.

Die Nacht überlebten alle unbeschadet, was dazu führte das wir unseren Weg Richtung Witzenhausen fortführten konnten. Unser Plan für diesen Tag sah so aus, dass wir auf den nächsten Berg hinaufsteigen wollten auf dem sich eine Waldgasstätte befand um dort einige Stunden zu singen und das ein oder andere Getränk abzustauben.

Der Plan schlug fehl! Das Wetter war heute nicht so schön wie die letzten Tage und auf dem Weg hoch merkten wir schnell, das in höheren Lagen der Schnee noch etwas höher liegt. Hinzu kam, dass wir auf halben Weg hoch von einem holzhackenenden Menschen gesagt bekamen, dass das Gasthaus heute nicht geöffnet habe. Mit weniger Motivation wie zuvor stapften wir trotzdem weiter durch den Schnee.

Nach einer Weile verließ uns Julia, die wieder in die Welt der Verpflichtungen entschwand. Jetzt nur noch zu dritt gings weiter , den Berg wieder hinab. Vorbei an Gut Farenbach zum nächsten Dorf in dem wir uns eine Hopfenkaltschale genehmigten. Nach dem kurzen Aufwärmen im Gasthaus kam dann die letzte Etappe nach Witzenhausen in die Wg von Clara. Wir waren letztendlich einen Tag zu früh angekommen. Der Große Plan war nämlich, dass wir uns am Freitag, also einen Tag später, hier mit einem großen Teil der restlichen Truppe treffen wollten um dann am Samstag zum Beräunertreffen auf die Luwi zu tapern.

So kochten wir uns also das Essen, das wir sowiso für den letzten Abend der Fahrt gekauft hatten und machten nen Gemütlichen.

Am nächsten Tag trafen dann also Max, Mike, Zivi Nico, Schnitzel, Lukas, und Roffe ein. Mit reichlich Getränken für Bespaßung und guter Laune im Gepäck. Später am Abend stieß noch Benni aus Göttingen dazu. Ein sehr spaßiger Abend mit dem ganzen Haufen bereitete die Grundlage für den nächsten Tag auf dem Beräuner- Singewettstreit.

So wanderte also die ganze Rotte von Witzenhausen zur Burg um einen klasse Abend zwischen einem überwiegend lustigem und buntem Haufen von Leuten zu verbringen.

Dort angekommen bauten wir schnell die Kothe auf und schauten uns nach kurzem verschnaufen und einem Schoppen ( OHHHH das ist aber sau Unmeißner !!!!!!! ;-)) die Beiträge der Einzelsänger an, Die Gruppen hatten wir leider verpasst. Bei den Einzelsängern waren ein paar sehr gute Beiträge dabei. Besonders ein auf die bündische Jugend usw. bezogener selbstkritischer, satierischer Text von Malte war überaus gut!

Die auf den Singewettstreit überall auf der Burg stattfindenden Singerunden kann man nicht beschrieben. Das muss man selbst erleben! Aber wie letztes Jahr auch war es einfach nur ein heiden Spaß mit gefühlten 10 gitarren diversen anderen Instrumenten und 100 leuten in nem Gewölberaum auf ner Burg zu singen. Und obwohl alle Leute von überall aus Deutschland kommen und in den unterschiedlichsten Bünden groß geworden sind ist das Liedgut oft sehr ähnlich zu dem eigenen, sodass man aus voller Kehle mitmachen kann. Naja wie gesagt, schwer zu beschrieben.

Eins bleibt noch zu sagen : *kein Platz in unsren Kothen für völkische Idioten * !!!!!

Am nächsten Tag gings dann per Tramp zurück nach Witzenhausen und von da nach Kassel.

Mädels, war ne schöne Fahrt!

Horridoh, Robert