Lyksicher Weg, 2. Teil – Stein, Feuer und Tayyip –

DSCN9062 DSCN9061 DSCN9056 DSCN9054 DSCN9046 DSCN9043 DSCN9038 DSCN9037 DSCN9036 DSCN9032 DSCN9026 DSCN9025 DSCN9012 DSCN9010 DSCN8993 DSCN8989 DSCN8981 DSCN8977 DSCN8975 DSCN8974 DSCN8971 DSCN8969 DSCN8967 DSCN8964 DSCN8960 DSCN8959Entlang der Strandbucht gab es ein paar Hütten und alte Fischerboote an denen vereinzelt Menschen herum werkelten. Wären wir in der Hauptsaison hier gewesen, wäre wohl einiges mehr losgewesen. Die Sonne strahlte ungemein warm auf uns hinab, woran sich die nächsten Wandertage auch nichts ändern sollte. Nach einer kleinen Pause am Strand liefen wir noch ein gutes Stück weiter parallel zum Strand und dann einen Berg hinauf. Hier bezahlten wir einen kleinen Geldbetrag um uns die „Brennenden Steine“ oder auch Yanartaş (https://de.wikipedia.org/wiki/Chimaira_%28Lykien%29) anzuschauen und über den Flammen die dort direkt aus der Bergflanke kamen einen leckeren Eintopf zu kochen. An diesem außergewöhnlichen Ort hielten wir uns bis zur Dämmerung auf, trieben Unfug mit dem Feuerzeug und dem aus dem Gestein ausströmenden Gas, wobei Clara sich ein bisschen die Haare ansengte, und genossen die Tolle Aussicht auf das Meer. Der Eintopf schmeckte hervorragend wie immer und gut gesättigt und fasziniert von dem brennenden Berg stiegen wir wieder ins Tal um uns einen Schlafplatz zu suchen. Die Suche gestaltete sich etwas schwieriger, da doch einige bewohnte Hütten mitsamt Wachhunden rumstanden in deren unmittelbarer Nähe wir nicht schlafen wollten. Nachdem wir schon fast wieder am Strand angekommen waren entschlossen wir uns aufgrund der fortgeschrittenen Dunkelheit uns ohne Zelt unter ein paar Bäume ins Dickicht in Spuckweite zum lykischen Weg zu fläzen und am nächsten Tag direkt weiter dem Weg zu folgen. Es war nicht die bequemste Nacht, aber die Erschöpfung des Tages ließ mich trotzdem gut einschlummern. In Deutschland lag grade noch Schneematsch auf den Feldern und Straßen, während wir unter freiem Himmel und 1000 Sterne Aussicht unter belaubten Bäumen liegen konnten. Klasse. Zu allem Überfluss gönnten wir uns eine Flasche Roten und aßen einen Happen Brot, da es fürs Kochen schon zu spät war. In der Nacht gesellten sich noch zwei streunende Hunde zu uns, die weggescheucht wurden. Einer von beiden saß jedoch am morgen ein paar Meter von uns entfernt im Gras und sah aus als würde er auf seine Schafe acht geben. Da er nicht nach Essen bettelte und auch nicht bellte und ganz knuffig aussah ließen wir den Hund, Hund sein und Frühstückten, packten Sachen und los ging es auf den lykischen Weg. Der kleine Köter folgte uns auf Schritt und Tritt, ließ sich nicht abschütteln oder wegscheuchen und tat so als würde er dazu gehören. Wir entschlossen dann, dass es ja schon auch ganz geil ist son Fahrtenhund dabei zu haben und dass er ja bestimmt sowieso bald umkehren würde zu seinem Besitzer. Der Hund hatte nämlich ein Halsband an, jedoch ohne Adresse und Telefonnummer. Der Weg ging nun entlang der schroffen, kargen, wunderschönen Küste mit Blick auf ein strahlend blaues Meer, der Hund trottet mal vor mal hinter uns und passte auf seine „Herde“ auf. Nach einer Weile und hin und her, die auswahl an namen war groß, beschlossen wir den Hund den Namen Tayyip zu geben. Ein typischer türkischer Name und mit realen Personen der türkischen Regierung nicht in Verbindung zu bringen. Fortan schallte der Ruf : „Tayyip(Erdoğan) komm“ , oder „wo ist Tayyip“ des öfteren über die lykische Küste.

Lykischer Weg, 1. Teil -Anreise und Istanbul-

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Ende Februar gings mal wieder für einige Tage auf Fahrt. Diesmal trieb es uns in die Türkei. Genauer auf den Lykischen Weg, der sich 500 km an der Küste zwischen Antalya und Fetiye entlang schlängelt. Der Vorschlag zu diesem Ziel kam von Stephi die über den Winter ein Semester in Istanbul studierte und zum Abschluss ihrer Zeit in der Türkei zum gemeinsamen Wandern einlud. Der Einladung folgten Clara und ich. Zu dritt sollte also der Weg beschritten werden.

Am 28. Februar ging es für Clara und mich von Frankfurt 36 Stunden mit dem Euroliner bis Istanbul. Die vielen Stunden vergingen weniger schleppend als erwartet, aufgelockert durch interessante Busbekanntschaften. Ein älterer US Amerikaner der mit all seinem Hab und Gut von Bremen nach Istanbul zog, ein Deutscher der in Istanbul studiert hatte und auf dem Weg nach Teheran war um Freunde zu besuchen und ein Kurde aus dem Nordirak der seine Familie in der Kriegsgebeutelten Heimat besuchen wollte, lieferten interessante Gesprächspartner.

Am 2. März kamen wir morgens in Istanbul an und nach Orientierung in der 20 Millionen Einwohner Metropole waren wir bald bei Stephs Wohnung angelangt. Nach Begrüßung und Kaffee gings über den Bosporus auf die europäische Seite der Stadt um die einschlägigen Sehenswürdigkeiten, wie Hagia Sophia, Blaue Moschee und Gewürzmarkt zu bestaunen. Immer wieder musste man die Einladungen der Gewürz-, Tee-, Klamotten und Süßkramhändler abweisen, die einen meist direkt auf deutsch in ihren Marktstand geleiten wollten, dankend ablehnen. Abends wurde zusammen mit Erasmusfreunden von Steph die Kneipenkultur erkundet. Der nächste Tag war verregnet, ließ sich aber bei einem ausgedehnten türkischen Frühstück im alternativen Stadtteil Kadeköy gut aushalten. Später wurden noch die Tickets für den Bus bis Kemer gebucht wo unsere Wanderung beginnen sollte. Nach Einkauf und einigen weiteren Erledigungen stiegen wir abends in den Bus und kamen 10 Stunden später am frühen Morgen in Kemer an. Mit einem Kleinbus gings nochmal einige Kilometer aus der Stadt raus. Wir ließen uns nach einer kurzen und überteuerten Fahrt an der Hauptstraße rausschmeißen, von wo eine Schotterpiste einige Km zum Meer bergab verlief. Hier Begann die Wanderung. Strahlender Sonnenschein und gefühlte 20°C trieben uns entlang von Zitronen- und Orangenbäumen weiter zum Meer und einen fast Menschenleeren Strand.

 

Rumpeln in der Rhön III

… wir wachten auf unserer kleinen Wetterspitze mit dem Ziel vor Augen auf: Der Kreuzberg ! An diesem Tag also sollte der Berg erklommen werden.

Nachdem wir die letzten Reste des überaus leckeren, vielfälltigen Allerleis des veganen / vegatarischen Streichshits mit ner juten Knifte runtergeschluckt hatte, stiefelten wir also los. Vorbei an Oberweißenbrunn und damit auch „Lemon’s Scheunenbrand“ zur ersten Erhebung. Obwohl wir normalerweise, egal wo wir sind, darauf verweisen, dass es ja aussähe wie am Edersee, kam uns diesmal der Dörnberg in Erinnerung: Eine beachtliche Anhöhe, ohne großen Baumbestand, dafür umso mehr Heide und Gräser. Wir folgten also dem Pfad über diese Erhebung und wurden schließlich am Fuße des Kreuzbergs von seinem Wald eingenommen. Diese steile Passage wurde zügig mit der Aussicht auf das Klostergasthaus und dem phänomenalen Ausblick in Richtung Wasserkuppe bewältigt. Die bisherige Gastfreundschaft der Nordbayern, besser Unterfranken !!!, beflügelte uns den Versuch zu wagen auf musikalische Weise den Touristen den einen oder anderen Taler aus der Tasche zu ziehen. Gesagt getan. Nach etwa einer halben Stunde wurde unser Musikantenstadl dann doch relativ schroff vom Wirt und seinen beiden Schergen im Hintergrund mit der Begründung „hier auf dem Klostergelände ist BETTELN und MUSIZIEREN verboten“ des Hofes verwiesen. Naja sei es drum. Ein paar mitleidige Passanten drückten uns rasch noch ein wenig Klimpergeld in die Taschen und wir tippelten auf dem Kamm des Kreuzberges zu einer gastfreundlicheren Lokalität. So schnell wie wir das Geld verdient hatten, war es auch direkt schon wieder in Maß investiert wurden. Zu unserem Glück fanden wir zudem unterhalb der Gaststätte einen perfekten Lagerplatz, mit Feuerstelle und Quelle. Das im Rucksack vor sich hin gärende Gemüse wurde nun endlich zu einem feinen Eintopf verwandelt und wir ließen Max’s Geburtstag gehörig ausklingen …

(Nach dem Maß ist vor dem Maß)

Rumpeln in der Rhön

Teil I

– Helges Geburtstag-

 

Unsere diesjährige, schon Tradition gewordene, Fahrt über die Geburtstagstage von Max und Helge brachte uns in die schöne Röhn im Grenzgebiet von Hessen und Bayern. Die Tippeltruppe bestand diesmal aus Clara, Winnie, Lukas, Max, Henne, Helge, Mike und Robert, wobei Mike einen Tag später anreiste.

Per Zug ging es also vom Heimathafen aus nach Gersfeld in der Hessischen Röhn wo wir abends gegen 20 Uhr im strömenden Regen ankamen. Das machte uns aber gar nüscht ! Stoisch warteten wir einige Zeit unter dem Bahnhofsvordach erkundigten uns bei Eingeborenen nach der nächsten Kaschemme und fassten den Entschluss eine solche möglichst bald aufzusuchen, da heute schließlich in Helges  Geburtstag reingefeiert werden sollte. Zapp zarapp saßen wir in einer Kneipe im Dorfkern in der die einzigen Gäste die Wirtin selbst und ne Hand voll anderer Menschen waren die grade ein fröhliches Trinklied sangen als wir durch die Tür traten. Jetzt mag man sich denken OHO uff gehts, mitgesungen und nen Bier oder ne warme Suppe abstauben. Falsch gedacht. Nach einigen Liedern unsererseits und einem getrunkenen Bier wurde uns klar gemacht, dass wir doch nicht stören und bitte nicht so laut sein sollen. ( an dieser Stelle sol lder Name dieser sehr ungastlichen Kneipe nicht unerwähnt bleiben: „Futterkiste“). Gut, dann eben nicht! Ha wäre ja gelacht wenn wir nicht ne anständige Kneipe finden in der unserer Engelsgesang gebührend belohnt wird. Rucksäcke auf und hinein in die regnerische Nacht. Nach kurzem rumirren fanden wir eine noch geöffnete loungähnliche Bar. Hier war das Personal freundlicher und die Gäste auch. Eine nette Dame, die Ihre Tuba!!! dabei hatte erklärte uns sogar wo wir für die Nacht ein ruhiges trockenes Fleckchen finden könnten. Dieses Fleckchen war eine Tunnelunterführung die wie für uns geschaffen war. An diesem Ort wurde also Helges 24. Geburtstag begossen. Einen Geburtstag an einem solchen Plätzchen zu verbringen kann man jedem kaffeekränzchenstandardgeburstag Geplagtem stark empfehlen!

-Robert-

(WER SCHREIBT DEN NÄCHSTEN TEIL???)

Von Heli zur Luwi

Und wieder einmal gibt es einen kleinen Fahrtenbericht . Vom 5.3 bis zum 10.3 waren wir mit kurzer Unterbrechung in Witzenhausen unterwegs . Die Fahrtengruppe bestand diesmal, recht ungewöhnlich, aus drei Weibsbildern ( Winnie, Julia, Clara) und mir (Robert).

Gestartet sind wir Vier in Hessisch Lichtenau, in der Nähe von Kassel, mit dem Ziel Witzenhausen bzw. Jugendburg Ludwigstein.

Im schönsten Wetter was der März bieten konnte gings also wie so oft los am Pfadihüttchen der Silberfüchse, wo das Allgemeinmaterial zusammengesucht und aufgeteilt wurde. Weiter mit der Tram nach Heli. Dort kauften wir Proviant für die kommenden Tage und schon gings im Sonnenschein und gefühlten 20 °C raus aus dem Ort und hinaus in die hügelige Nordhessische Landschaft. Auf Feldwegen und am Waldrand entlang schoben wir uns den ersten Hügel hinauf von dem aus wir eine grandiose Aussicht auf die sonnenbeschienenen mit Schneeflecken übersähten Lande hatten . Eine kurze Pause um alles in sich aufzunehmen und weiter auf dem Feldweg über den Eisenberg zum nächsten bewaldeten Hügel. Da wir erst nachmittags gestartet waren und es gegen halb 7 schon dunkel werden würde suchten wir uns auf halber Höhe des Hügels einen Schlafplatz um die Kothe aufzustellen. Das war schnell getan. Ebenso flux entfachten wir ein Feuer außerhalb der Kothe auf dem wir uns dann eine warme Mahlzeit zubereiteten. Als die letzten Sonnenstrahlen hinter der Kothe verschwunden waren und es merklich kühler und dunkel wurde, verfrachteten wir das Feuer ins Zelt und aßen warm eingepackt unser Essen. Mit einer kleinen Singerunde und anschließendem Vorlesen aus Hesses Steppenwolf kam die erste doch recht kalte Nacht auf Fahrt.

Am nächsten Morgen wachten wir mit steifen Gliedern auf und bedauerten es keinen Tee eingepackt zu haben. So entfachten wir draußen das feuer um uns etwas aufzuwärmen und packten danach alles zusammen. Weiter gings ohne Frühstück das wir nach einiger Weile Laufen auf einer Wiese in der Sonne zu uns nahmen . Das Wetter war uns auch heute noch wohlgesonnen, sodass wir einen weiteren schönen Tag in der Sonne tippeln konnten. Ohne besondere Vorkommnisse gings gemütlich weiter über Felder, Hügel, durch Schnee, Matsch und das ein oder andere Dorf.

Wir fassten den Entschluss die heutige Nacht in einer Scheune verbringen zu wollen. Dieser Wunsch erfüllte sich allerdings nicht , aufgrund wenig gastfreundlicher Nordhessen!

So wurde also im Letzten Licht des Tages die Kothe auf einer Schafsweide im Wald ein wenig außerhalb eines Dorfes aufgeschlagen. Trockenes Feuerholz für die Nacht gab es hier glücklicherweise genug , sodass wir aufs sammeln desselben keine Zeit vergäuden mussten bevor die Nacht ganz über uns hereingebrochen war. Ein Fläschen Wein, das Feuer und ein Chilli sin carne mit Nudeln bereitete eine recht gute Grundlage für diese wieder sehr kalte Nacht. Auch die Körperwärme des neben sich liegenden ist nicht zu verachten. In der Nacht waren alle irgendwann mal wach und schürten das Feuerchen erneut an.

Die Nacht überlebten alle unbeschadet, was dazu führte das wir unseren Weg Richtung Witzenhausen fortführten konnten. Unser Plan für diesen Tag sah so aus, dass wir auf den nächsten Berg hinaufsteigen wollten auf dem sich eine Waldgasstätte befand um dort einige Stunden zu singen und das ein oder andere Getränk abzustauben.

Der Plan schlug fehl! Das Wetter war heute nicht so schön wie die letzten Tage und auf dem Weg hoch merkten wir schnell, das in höheren Lagen der Schnee noch etwas höher liegt. Hinzu kam, dass wir auf halben Weg hoch von einem holzhackenenden Menschen gesagt bekamen, dass das Gasthaus heute nicht geöffnet habe. Mit weniger Motivation wie zuvor stapften wir trotzdem weiter durch den Schnee.

Nach einer Weile verließ uns Julia, die wieder in die Welt der Verpflichtungen entschwand. Jetzt nur noch zu dritt gings weiter , den Berg wieder hinab. Vorbei an Gut Farenbach zum nächsten Dorf in dem wir uns eine Hopfenkaltschale genehmigten. Nach dem kurzen Aufwärmen im Gasthaus kam dann die letzte Etappe nach Witzenhausen in die Wg von Clara. Wir waren letztendlich einen Tag zu früh angekommen. Der Große Plan war nämlich, dass wir uns am Freitag, also einen Tag später, hier mit einem großen Teil der restlichen Truppe treffen wollten um dann am Samstag zum Beräunertreffen auf die Luwi zu tapern.

So kochten wir uns also das Essen, das wir sowiso für den letzten Abend der Fahrt gekauft hatten und machten nen Gemütlichen.

Am nächsten Tag trafen dann also Max, Mike, Zivi Nico, Schnitzel, Lukas, und Roffe ein. Mit reichlich Getränken für Bespaßung und guter Laune im Gepäck. Später am Abend stieß noch Benni aus Göttingen dazu. Ein sehr spaßiger Abend mit dem ganzen Haufen bereitete die Grundlage für den nächsten Tag auf dem Beräuner- Singewettstreit.

So wanderte also die ganze Rotte von Witzenhausen zur Burg um einen klasse Abend zwischen einem überwiegend lustigem und buntem Haufen von Leuten zu verbringen.

Dort angekommen bauten wir schnell die Kothe auf und schauten uns nach kurzem verschnaufen und einem Schoppen ( OHHHH das ist aber sau Unmeißner !!!!!!! ;-)) die Beiträge der Einzelsänger an, Die Gruppen hatten wir leider verpasst. Bei den Einzelsängern waren ein paar sehr gute Beiträge dabei. Besonders ein auf die bündische Jugend usw. bezogener selbstkritischer, satierischer Text von Malte war überaus gut!

Die auf den Singewettstreit überall auf der Burg stattfindenden Singerunden kann man nicht beschrieben. Das muss man selbst erleben! Aber wie letztes Jahr auch war es einfach nur ein heiden Spaß mit gefühlten 10 gitarren diversen anderen Instrumenten und 100 leuten in nem Gewölberaum auf ner Burg zu singen. Und obwohl alle Leute von überall aus Deutschland kommen und in den unterschiedlichsten Bünden groß geworden sind ist das Liedgut oft sehr ähnlich zu dem eigenen, sodass man aus voller Kehle mitmachen kann. Naja wie gesagt, schwer zu beschrieben.

Eins bleibt noch zu sagen : *kein Platz in unsren Kothen für völkische Idioten * !!!!!

Am nächsten Tag gings dann per Tramp zurück nach Witzenhausen und von da nach Kassel.

Mädels, war ne schöne Fahrt!

Horridoh, Robert

 

 

Eine kleine Schar in den Nebelbergen…

… oder auf dem Dörnberg.

Doch beginnen wir am Anfang !

Anfang Januar, kurz nach Winterlager und Silverstersause im Landheim mit all den guten Freunden und mächtig viel Trubel und wenig Ruhe für sich selbst, sprangen einige Unermüdliche nochmal in die Wanderstiefel um einige wenige Tage die Natur, die Kothe, das Lagerfeuer und alles weitere was zu einer Fahrt dazu gehört in sich aufnehmen zu können. Die Tippelgemeinschaft bestand diesmal aus Clara, Max, Roffe, Henner und mir.

Mit allen trafen wir uns am 3. Januar am Hüttchen des Stammes um die Kotheplanen in die Affenrollen zu integrieren, die Vorräte, die größtenteils noch vom Lager übrig geblieben waren, aufzuteilen und gemeinsam die Fahrt richtung Dörnberg zu starten. Damit sollte Maxes sehnlicher Fahrtenwunsch in Kassels Umgebung endlich gestillt werden. Aber auch wir anderen waren begeistert von dem Gedanken auf den Helfensteinen zu stehen und von dort das schöne Umland zu betrachten.

So ging es also los ohne Stock aber dafür mit Hut. Auf in den Habichtswald richtung Gaststätte Silbersee, wo wir auch nach einem kurzen stop am Erlenloch in der Dämmerung ankamen. Die Kothe wollten wir nach einer kleinen Erfrischung in dem Waldgasthaus auf dem Gelände der „Hütte“ ganz in der Nähe aufschlagen. Also rinn in die gute Stube und nen Schoppen genehmeigt. Als dann gegen 19 uhr von der Wirtin angekündigt wurde, dass wir doch langsam austrinken sollten machten wir uns auch daran.  Wir waren dann auch schon so fast am aufbrechen als der nette Wirt einen Teller nach dem anderen mit den schönsten Sahnetorten, Krebbeln und Baumkuchen vor uns hinstellte und meinte das könnten wir vor der kalten nacht draußen sicherlich gebrauchen. Stimmt, dachten wir uns bedankten uns heiter grinsend mehrmals und ließen es uns sehr schmecken. Danke Gaststätte Silbersee!

Mit angefütterten Mägen machten wir uns mit unsicherem Schritt im stockfinsteren Wald auf den kurzen Weg zur „Hütte“. Nach ca. 10 minuten kamen wir dort an, zündeten eine Kerze an legten die Sachen nieder und knüpften im schwachen Lichtschein die Kothe zusammen. Schnell war noch ein Kothenbaum im Wald abgehauen und die kothe auf dem feuchten Waldboden aufgeschlagen. Ohne viel Gerede wusste jeder was zu tun war. Der eine räumt die Ponchos und Felle eine der andere holt die Rucksäcke an den Eingang. Der Nächste sucht Steine für die Feuerstelle während der letzte sich um das Feuerholz kümmert.

Nachdem alle ihr Plätzchen im Zelt gefunden hatten das Feuer knisterte und qualmte, die Stiefel ausgezogen waren, da viel von uns allen der Streß der letzten Tage ab. Es wurde zünftig gespeist mit Brot, welches am feuer geröstet wurde belegt mit Wurst, Käse, Avocado und vielem mehr. Dazu schlürften wir ein Weinchen. Auch ein Pfeiffchen in Ehren kann niemand verwehren! Gut gesättigt krochen wir in die Schlafsäcke. Clara hatte den „Hobbit“ mitgenommen und so wurde da ein wenig draus vorgelesen  und nach nicht allzu langer zeit schliefen wir alle ein mit dem Gedanken morgen auf den Dörnberg zu steigen, vlt sogar in Nebelschwaden oder auch im Sonnenschein. Wie auch immer. Auf jedenfall bestätigten wir uns alle darin, dass es wundervoll ist mit seinen Freunden für kurze Zeit der Hecktik und Enge des Alltags zu entfliehen und auf seine eigen gestaltet Fahrt zu gehen. Ein bisschen Abenteuer.  Ein bisschen wie die Zwerge und Herr Beutlin auf ihrer Reise zu Smaug und dem einsamen Berg.

Am nächsten Morgen ging es nicht allzu früh los. Nachdem die klammen Kothenbahnen und alle anderen Sachen eingepackt waren machten wir uns auf den Weg zum Dörnberg, aber nicht ohne zuvor noch die Trinkflaschen beim Gasthaus aufgefüllt zu haben.

Der weg führte uns in diesiger, nebliger Witterung durch den Habichtswald richtung Dörnberg (Ort) wo wir noch dies und jenes für den Abend besorgten. Auch dort wurden wir vom Ladeninhaber mit Gebäckstückchen beschenkt. Von dort gings dann stetig hinauf auf den Großen Dörnberg welcher in Nebelschwaden vor uns lag. Alle Geräusche verschluckend umwaberte auch bald uns der Nebel zwischen den alten Buchen und endlich waren wir oben. Uns erwartet natürlich keine grandiose Aussicht sondern eine dichte undurchdringliche Suppe. Doch nach einiger Zeit wehte der starke Wind die Schwaden weg und wir konnten das Umland betrachten. nach einer kurzen Rast an einer Schutzhütte begaben wir uns zu den Helfensteinen, welche aus alten Basaltgestein bestehen und durch erosion zu Tage getreten sind. Nach kurzer Lagerplatzsuche im unterhalb liegenden Waldstück fanden wir nen lauschiges Plätzchen zwischen Fichten mit wintzigem Bächlein in der nähe. So ging das abendliche wortkarge Prozedere erneut los. Holz wurde gesammelt, Kothenbahnen geknüpft…. In der langsam sich anschleichenden Nacht knisterte das Feuer in der Kothe und ein schmackhaftes Süppchen wurde zubereitet. Nach dem ersten Durchgang folgt bald darauf ein zweiter woraufhin wir alle satt waren. Ein paar Lieder gesungen ein wenig aus dem Hobbit vorgelesen und schon waren alle wieder am ratzen.  In der Nacht stürmte es ganz wacker, was zu einem mehr oder minder unruhigem Schlaf führte.

So wachten wir am Morgen auch wieder später wie geplant auf und packten deshalb relativ fix die Sachen und kehrten für nen frühschoppen und kaffee in ein nahes Gasthaus ein. Diesmal gabs keine Gebäckstücke geschenkt! nachdem alle wieder halbwegs aufgewärmt waren gings fort über die ebenen des Dörnbergs nach Zierenberg. Wieder waren wir von Nebel eingehüllt. Am Fuße des Berges angekommen noch die letzten Vorräte aufgebraucht und schon war die Fahrt am Zierenberger Bahnhof zu Ende.Sehr schön wars mal wieder !

Und da sieht man mal weider, nicht lange oder weit muss man weg um die Freiheit zu spüren.

 

Horridoh, Robert

 

 

 

 

 

Camphill again

Nun da bin ich wieder. Nach einer langen Reise sind wir dann endlich im Camphill angekommen. Und es ist sooo schön wieder hier zu sein. Wir wurden herzlichst begrüßt und ich habe alle wieder gesehen. Es war einfach eine riesen Freude.

Zu meiner Überraschung haben sie mich auch erst mal in ein Haus gesteckt in dem ich jetzt alleine bin. Der Young-Co-Worker des Hauses ist nämlich durch mit seinem Jahr und die Hauseltern sind im Urlaub, und so wurde ich kurzerhand hier reingesteckt um für eine Woche ein Haus mit 7 fremden Residents zu leiten. Erst habe ich mich ziemlich aufgeregt aber es macht eigentlich wirklich Spaß und die Residents sind einfach super süß.

Nebenbei habe ich angefangen wieder auf der Farm zu arbeiten. Dort ist jetzt ein neuer Chef und es macht wirklich Spaß, weil wir viel mehr Verantwortung bekommen. Ich bin seit Mittwoch die einzige die noch mit auf der Farm arbeitet und ich bin die ganze Zeit am Traktor fahren und Beete anlegen und diskutiere mit dem Chef über möglichkeiten die Weiden zu verbessern. Eigentlich bin ich nach 3 Tagen mehr eingebunden als nach einem ganzen Jahr bei Hendrik. Die ersten zwei Tage habe ich noch mit Stuard gearbeitet der vorher in dem Haus gelebt hat, das ich jetzt leite und auf der Farm gearbeitet hat und dessen Arbeit ich somit gerade komplett übernehme. Er konnte mich so also noch schnell einarbeiten und hatten dabei recht lustige situationen mit Residents. Am zweiten tag hatte ich unglaublich Muskelkater, aber nicht wie befürchtet von der Farmarbeit, sondern vom vielen Lachen mit den Residents.

Dienstag war der coolste Tag überhaupt. Morgend war ich melken und habe es sehr genossen, auch wenn wir jetzt gut doppelt so viele Kühe haben und dann haben wir geschlachtet. Und zwar eine der Milchkühe, weil sie zu alt war um K´älber zu bekommen. Es war unglaublich interessant, wir haben sie in einem gehäutet um die Kuhhaut noch zu verkaufen und dann Teil für Teil auseinander genommen. Die Arbeit war anstengend und blutig, aber es hat unglaublich spaß gemacht und war sehr interessant. Nachdem wir die Kuh ausgeblutet und in vier Teile geteilt hatten, und zum aushängen in den Kühlraum gebracht hatten, haben Stuard und ich  uns auf dem Weg gemacht und ein paar der neuen Young-Co-Workern mit unseren blutigen Händen und besprizten Gesichtern zu erschrecken und haben danach die Pause damit verbracht den Kopf der Kuh zu sezieren und nach, Augen und Gehirn zu suchen während die lokalen Arbeitskräfte die Innereien zerlegt und untereinander aufgeteilt haben. Die essen wirklich noch alles von der Kuh. Nicht nur Leber und Herz, sondern auch Magen, Darm, und Euter. Zum Mittagessen sind wir auf der Farm geblieben und haben uns die Fleischstücken geteilt die wir aus den Resten des Kopes bergeb konnten. Also vorwiegend Wangenmuskulatur und Zunge. Einige teile waren super zäh, andere total zart, ich weiß aber nicht was was war. Jedenfalls war es ein Erlebnis in weniger als 5 Stunden die Kuh zu melken, dann zu zerlegen und gleich im Anschluss zu essen. Später habe ich dann noch gelernt wie man einem Traktor Motor zerlegt, der Tags zuvor einfach den Geist aufgab, kurz bevor ich Fahrstunden bekommen sollte. Wir haben das Problem lokalisiert, es war der Starter, keiner von uns hatte eine Ahnung wie der funktionoiert oder ob man ihn auseinander nehmen kann, aber wir haben eine Möglichkeit gefunden ihn kurzzuschließen, jetzt kann man ihn mit Hilfe eines Kabels und ohne Schlüssel starten. Wir haben das übrigends auch bei den anderen beiden Traktoren probiert, meiner Zukunft als Traktordiebin steht also nichts mehr im Wege 😉

Abends hatten wir im Haus dann noch eine Farewellparty und haben Marshmallows überm Feuer geröstet und wieder sehr viel gelacht. Mayte ist bei mir ins Haus gezogen, eigentlich um mir zu helfen, aber jetzt liegt sie mit 39 Fieber flach und ich mache alle paar Stunden Wadenwickel. Ansonsten geht es mir allerdings sehr gut. Ich vertsehe mich wieder prima mit Mayte, Ann-christin und Johanna, die neuen Young-Co-Worker sind auch alle ganz lieb und wir haben eine Menge Spaß.

Leider habe ich hier noch keine Fotos gemacht. Also habe ich auch keine für euch.

Auf bald Clara

Der angeblich zweitgrößte Canyon der Welt

Da bin ich wieder. Seit dem letzten Bericht haben Mayte und ich uns ein Auto gemietet und sind zum Fishrivercanyon gefahren. Angeblich dem zweitgrößten Canyon der Welt. Als wir gestern dann so gegen 4 Uhr nachmittags hier ankamen sind wir auch gleich weiter um den Sonnenuntergang über dem Canyon zu beobachten und es war wirklich beeindruckend. Man kann es nicht ganz in Worte fassen und die Fotos fangen leider nicht mal die Hälfte der Mächtigkeit dieses Ortes ein. Auf jedenfall sind wir noch etwas an den Klippen lang gelaufen und sind erst als es dunkel wurde zurück in unser Camp um schön zu Braiien mit südafrikanischem Wein.
Heute morgen ging es trotz allem früh raus, sogar etwas früher als geplant da wir von den örtlichen Pavianen geweckt wurden, die wie die wilden über den Platz fegten, und versuchten von jedem Frühstück auf dem Campingplatz gleichzeitig etwas zu ergattern.
Unser Ziel für den Tag war Ai-Ais wo uns heiße Quellen erwarten sollten. Die Fahrt dahin war auf jedenfall schon mal der absolute Hammer. Eine afrikanische Landschaft jagte die nächste, zwar war alles Steinwüste bis Steppe, aber von unendlich weitläufig bis extrem bergig und von Farbspecktren von weiß über gelb, rot, braun, war alles mit dabei. Und der Canyon war immer zu unserer Rechten bis wir irgendwann unerwarteter Weise in ihn hineinfuhren. Die heißen Quellen waren dafür eher ein Flop. Heiß war das Wasser zwar und es stank auch gebührlich nach Schwefel, wie es sich wohl für eine heiße Quelle gehört. Aber von einer Quelle war nichts zu sehen. Das Wasser wurde nämlich direkt aus der Quelle in so eine Art Erholungszentrum geleitet und in ganz normale blau eingefärbte Schwimmbecken geleitet. Ich war erst ein wenig enttäuscht, aber dann sagte man uns man könne von hier in den Canyon reinwandern und so waren wir bald Feuer und Flamme für diesen Ort. Wir liefen gut drei Stunden, Felsen des Canyons auf beiden Seiten und aßen Mittag auf einem Felsen auf dem wir recht guten Überblick über die Schlcuht hatten. Auf dem Rückweg sahen wir auf dem gegenüberliegenden Ufer Wildpferde und die Stelle neigte sich so schön ind Wasser und so übberredete ich Mayte mit mit dort in Unterwäsche baden zu gehen und die Wildpferde zu beobachten. Wir trieben also im Fishriver um uns der Canyon das Wasser angenehm kühl und beobachteten Wildpferde, was generell schon mal zielich cool war. Aber beim trocknen auf den Felsen am Wasser wurden wir plötzlich auch nich von einer Pavianherde eingekreist.Abgesehen von dem mulmigen Gefühl das entsteht wenn man Paviane überall um sich herum hat, hatten wir jetzt aber auch ncoh Logenplätze um den Pavianen beim Lausen, spielen und klettern zuzusehen. Es waren auch kleine Babyäffchen dabei.
Aals wir halbwegs trocken waren ging es zurück nur um eine halbe Stunde später wieder im Wasser zu sitzen, aber diesmal in sehr warmen nach Schwefel stinkenden, was sogar sehr entspannend war. Dann ging es zurück in unser Camp und wir fuhren nochmal schnell zum Sonnenuntergang an den Canyon. Jetzt sitze ich im Auto und schreibe diesen Bericht während ich darauf warte, das Mayte von duschen kommt und wir anfangen können zu kochen. Diesen Bericht schicke ich dann die nächsten Tage wenn ich wieder Internet habe. Heute ist übrigends Winnies Geburtstag, ich habe dich nicht vergessen! Aber hir gibt es weder Empfang noch Internet. Also Herzlichen Glückwunsch Winnie und auch an Roffe denn gestern hatten wir genausowenig Empfang.
Viele liebe Grüße Clara