Rund um den Krähen

Wunderbare Aussicht vom Krähen
Wunderbare Aussicht vom Krähen
...
Aufbau unseres Nachtlagers
Aufbau unseres Nachtlagers
Voller Tatendrang den Weg entlang
Voller Tatendrang den Weg entlang
"Ein Jäger hoch am Himmel.."
„Ein Jäger hoch am Himmel..“
Gemeinsames Gruppenfoto nach einem langen anstrengenden Aufstieg
Gemeinsames Gruppenfoto nach einem langen anstrengenden Aufstieg
Knietiefer Schnee
Knietiefer Schnee
Eiszeitpfad
Eiszeitpfad
Endlos lang ein Weg durch Schnee
Endlos lang ein Weg durch Schnee
Zu Gast bei netten Bauern
Zu Gast bei netten Bauern

Mittlerweile viel zu Lange ist es her das sich eine kleine Gruppe auf den Weg machte um Sylvester auf dem Hohenkrähen zu verbringen. Ein kleiner Bericht mit ein paar Fotos soll trotzdem noch geschrieben sein….

Die Reise begann am Jungfernkopf während alles noch schläft stiefeln wir voll bepackt zur Bushaltestelle um von dort mit Öffis die Reise Richtung Tuttlingen anzutreten. Soweit ging auch alles gut und wir kamen nach schier endlosem Bahn fahren an. Aber wie geht´s jetzt weiter? Wirkliche einen Plan hatten wir nicht und so suchten wir uns den nächstbesten Weg der uns grob in die Richtung führte die wir wollten zum Krähen. Eine lange Wanderung sollte es an diesem Tag aber nicht mehr sein, da wir noch kein Nachtlager hatten. Auch haben wir den Tiefschnee zum Teil ein wenig unterschätzt. In einem nahen Waldstück fanden wir dann einen Ort wo wir unsere Kothe aufstellen konnten und sogar ein kleines Feuer machen. Auf diesem wurde gekocht und sich gewärmt um die, wie wir im Nachhinein erfahren haben, angeblich kälteste Nacht seit ’63 zu überleben.

Der nächste Morgen verlief dann wie gewohnt mit Klamotten zusammenpacken, Frühstücken und weiter geht die Reise. Weiter ging unsere Wanderung durch den Wald und über Felder. Eine Mittagspause mit etwas warmen zu Essen sollte unser nächstes Ziel sein. Gestärkt mit Flädlesuppe und oder Käsespätzle zogen wir nun von Hattingen nach Talmühle wo wir das Glück hatten bei ein paar Milchbauern unterzukommen. Diese erlaubten uns eine Nacht in ihrem Partyraum zu nächtigen. Als kleinen Dank haben wir geholfen die Kühe zu füttern und ein wenig Schnee zu räumen.

Der dritte Tag, unser Ziel für heute war klar. Wir kommen heute zum Krähen. Gesagt, getan. Es war ein anstrengender Weg der uns zum Teil durch knie hohen Schnee führte und über Wege die wohl nicht umsonst den Titel Eiszeitpfad tragen. Manche ließen einen zum Teil grübeln ob man noch auf dem Feldweg läuft oder bereits auf dem Feld daneben. Bei vielen keimte aber auch immer mehr der Wunsch endlich nicht mehr Bergauf zu stiefeln mit Schnee, Wind und Eis im Gesicht.

Trotzdem haben wir es geschafft und konnten mit der Dämmerung am Krähen ankommen. Dort genossen wir eine richtige Matratze und andere Annehmlichkeiten.

Der Sylvester Tag wurde dann damit verbracht die Ruine zu erkunden, sich über eine unglaubliche Aussicht zu freuen und bei Vorbereitungen für ein gemeinsames Sylvesterfest zu helfen.

Dies sollten wir dann auch haben mit ~120 Gleichgesinnten gemeinsam auf dem Hohenkrähen.

Vielen Dank noch einmal für die Einladung und dieses schöne Erlebnis!

 

Paddeln auf der Oker

Inzwischen liegt dieser Tagesausflug zwar schon ein paar Tage zurück trotzdem möchte ich euch gerne daran teilhaben lassen!

Eigentlich begann alles recht harmlos ein Freund und Arbeitskollege wollte mit seinem Sohn und einer Freundin einen mehrtägigen Paddelausflug machen, von Braunschweig die Oker hinab. Dazu hatte er uns(mich und noch einige weitere Kollegen) eingeladen. Um wie er sagte „Sicherzustellen, dass ich auch wirklich weg bin!“.

Da ich sowieso Zeit hatte und es ein schöner Tag war trafen wir uns also am Vormittag an der Okercabana, um von dort mit den Booten zu starten. Die Strecke im Braunschweiger Stadtgebiet ist mir recht gut bekannt und von daher eher langweilig. Doch bereits als wir am Ölper Wehr ankamen die erste Überraschung.

Die Bootsrutsche stand komplett unter Wasser. Wo eigentlich ein Höhenunterschied von gut einem Meter ist war eine glatte Fläche Wasser. Das Hochwasser war also doch noch nicht ganz abgeflossen.

Weiter ging also die gemütliche Fahrt , immer mal wieder mussten wir unter Bäumen und Ästen durchfahren. Bis wir an die nächste spannende Ecke kamen wo ein Baum komplett quer im Wasser lag. Da kommen wir nicht links und nicht rechts dran vorbei, drunter durch geht auch nicht – also auf den Ast balancieren und die Boote rüberhiefen…

Kurze Zeit später wurde uns bewusst, dass wir eigentlich jetzt umkehren müssen wenn wir es irgendwie noch zurück schaffen wollen! Hierbei noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön an PP, der seinen Feierabend/freien Tag geopfert hat uns später wieder einzusammeln!!!!

So ging die Fahrt wieder weiter bis wir plötzlich vor dem nächsten Hindernis standen. Eine dicke undurchdringliche Wand. Kein rüber drunter oder sonstewas. Da half nur die Boote aus dem Wasser zu ziehen und durch ein Meer von Mücken umzutragen.

Da wir ab da bis Wattenbüttel doch recht gut durchkamen, beschlossen wir dort eine kleine Rast einzulegen um ein paar Fressalien zu besorgen. Immerhin hatten wir eigentlich nicht geplant bis zum Abend komplett mit den anderen Unterwegs zu sein. Kurz nach der Pause kamen wir dann am Mittellandkanal an. Dort hieß es ein weiteres mal umtragen, allerdings mussten wir vorher eine geeigneten Moment abpassen, der uns nicht zwischen großen Lastenschiffen und deren Bugwellen kentern lässt. Das alles ohne Probleme gemeistert zogen wir weiter. Ein Teil von uns beschloss kurz danach ihr Nachtlager aufzuschlagen. Und wir anderen paddelten noch bis Rothemühle weiter, wo wir nach einem langen teilweise recht anstrengenden, aber alles in allem sehr witzigen Tag von unserem lieben Kollegen eingesammelt wurden. Um gegen zehn Uhr Abends in Ruhe den Hänger wieder zu verstauen.

Grüße aus Braunschweig

Moge

Meißner 2013 – Ein kleiner Bericht

Nach den Fotos hier noch ein kleiner Bericht von meiner Seite der in dieser Form auch in der Sternschnuppe landen wird….

 

Meißner 2013 – 100 Jahre Freideutscher Jugendtag

 

Ähnlich wie vielen der jüngeren Generation ging es auch mir beim ersten lesen des Titels dieses Lagers. Damals vor 100 Jahren trafen sich Jugendliche um ihrer Stimme ein Forum zu schenken und auch um gegen die Einweihung des Völkerschlacht-Denkmals, auf ihre eigene Art, zu demonstrieren.

Aber was hat uns dabei zu erwarten, das ganze ist immerhin hundert Jahre her.

Einen ersten Eindruck bekam man vielleicht bei der Holzmachaktion Anfang dieses Jahres, bei der einige andere und ich dabei waren. Viele Pfadis, Leute der Waldjugend und andere die scheinbar Unmengen an Kothen und Jurten Stangen schlagen und Tonnenweise Holz stapeln. Aber das alles sollte noch nichts sein gegen das was uns erwartete.

Am Donnerstag reisten wir zum hohen Meißner um schon aus weiter Ferne einen Lagerplatz zu sehen wie die Meisten von euch wahrscheinlich noch keinen gesehen haben. Das Bild wurde nur umso stärker umso näher wir dem Platz kamen. Ein Platz unterteilt in verschiedene Foren mit großen Jurtenburgen und unzähligen Kothen. Während wir so über den Lagerplatz liefen um uns zu erkundigen wo wir denn eigentlich unsere Kothe hochziehen können, trafen wir bereits die ersten bekannten Gesichter der Grauen Reiter.

Aber nicht nur diese sahen wir sondern auch viele andere uns größtenteils unbekannte Gesichter. Mein erster Eindruck war der, eines großen Festivals, nur eben komplett mit Kothen und nicht mit Iglozelten und weißen Baumarkt-Pavillions.

Nach einigem hin und her bauten wir unser Lager auf der so genannten Gästewiese auf, nicht direkt im Zentrum des Geschehens aber mit genug Platz für uns alle.

Da es inzwischen Abend wurde entzündeten wir uns ein kleines Feuer um darauf unser Abendessen zu kochen. Währenddessen wurde schon viel gelacht und erzählt. Während wir unser Essen zu uns nahmen wurde es inzwischen dunkel. Also hieß es zu schauen wo man hier denn eine nette Singerunde finden könnte. Lange mussten wir nicht suchen da jedes der fünf Foren eine eigene Jurtenburg besaß wo in der einen mehr in der anderen weniger gesungen wurde. Wo nicht gesungen wurde saß oder stand man zusammen und unterhielt sich. Viele neue Gesichter haben wir an diesem Abend kennengelernt und es wurde gesungen und gelacht bis spät in die Nacht hinein.

Der nächste morgen kam und da es am Abend doch recht spät wurde schälten wir uns alle erst recht spät aus unseren Schlafsäcken um zu frühstücken. Währenddessen war das Lager bereits im vollen Gange und an verschiedensten Ecken wurde musiziert, getanzt, gewerkelt, Kaffee und Kuchen ausgeschenkt oder einfach nur sich unterhalten.

Den Tag brachte wir damit zu uns einen allgemeinen Eindruck vom Lagergeschehen zu machen. Um am frühen Abend uns gemeinsam dem Festakt anzuschließen bei dem verschiedene Reden gehalten wurde und die Teilnehmenden Bünde „vorgestellt“ wurden. Im Anschluss daran wurde noch symbolisch ein großes Feuer entzündet an dem einige Lieder gesungen wurden. Mehr und mehr leerte sich jedoch dieser Platz und man ging zurück zu den Jurtenburgen der verschiedenen Foren. Einige von uns, mich eingeschlossen, schauten sich noch den Auftritt der „Heckenkapelle“ an. Eine Gruppe bestehend aus sechs Damen, die verschiedene eigene Lieder und einige zB georgische Lieder vortrugen.

In den Foren bei Gesang und Unterhaltungen endete auch dieser Abend. Für mich war es leider der letzte Abend da ich am nächsten Tag abreiste.

Aber ein Eindruck bleibt, es war ein sehr schönes Lager das trotz seiner große in keinster Form erdrückend oder ähnliches wirkte und sehr viel Spaß gemacht hat. Ich hoffe, dass ich in 25 Jahren wieder mit dabei seien kann. Vielleicht ja auch der eine oder andere von euch!?

Moge, SF

 

Maoris, Siedler und Touristen…

…sie alle nutzten den Whanganui River. Fuer die Maoris war es der Strom aus dem sie Nahrung bekamen und fuer die ersten Siedler eine wichtige Hauptverkehrsstrasse und natuerlich auch Quelle fuer Nahrung. Heutige Touris nutzen ihn hauptsaechlich als „bespassung“. Einer der Great Walks liegt genauer gesagt auf diesem Fluss und da wir auf unserem Weg in Richtung Norden noch ein wenig Zeit hatten und noch eine kleine Tour machen wollten entschlossen wir uns noch einmal richtig paddeln zu gehen – also nicht nur mal so 1-2 Stunden aufm See.

Also angekommen in Whanganui hiess es fuer uns erst einmal wieder Informationen einholen wo man denn hier den besten/guenstigsten Kanu -Anbierter hat. Natuerlich nicht dort in der Stadt sondern in einem kleinen Nest namens Ohakune. Also dorthin und auf dem Weg schon von der Strasse aus einen Blick erhalten auf den Strom auf den wir uns fuer drei Tage begeben wollten. Die Aussicht auf die Vegetation und den Fluss erfuellte uns mit Vorfreude.

Endlich in Ohakune angekommen suchten wir uns dann auch einen Kanu-Anbieter heraus. Wir entschieden uns fuer Yeti-Tours (wenn der Name nicht schon ueberzeugt ;)) Also jeder drei Plastiktonnen in die Hand gedrueckt und mit den Worten wir sehen uns dann morgen frueh um 07:30Uhr an unserer Aussenstelle war es das dann auch schon.

Der naechste morgen ging also sehr frueh los. 6Uhr aufstehen, allen Kram den man so braucht in die Faesser einladen und mit den Tonnen in der Hand und dem Rucksack auf dem Ruecken zu deren Aussenstelle, die vom Campingplatz, Gott sei Dank, nicht sonderlich weit entfernt war. Dort angekommen haben wir dann die Tonnen in den Bus verladen und unsere Rucksaecke in deren Lagerhalle in eine Ecke gestellt. Und dann hiess es noch einmal gut 2 Stunden mit dem Bus fahren ehe wir nach Whakahoro kamen wo wir „ins Wasser gelassen“ worden. Der grosse Schock zur fruehen Stunde kam schon dort. Eine schaetzungsweise >20Mann grosse Schulklasse die sich auch von dort auf den Weg begeben sollte. Also wir schnell das Kanu beladen und ab ging die Post. Unser Busfahrer hat auf eine weitere Einleitung verzichtet, nachdem wir ihm versichert haben, dass das nicht unsere erste Tour mit Kanus ist und wir daher schon einiges an Erfahrung haben.

Geplant war also dann fuer diesen Tag eine 4-6 Stunden Etappe (laut Brochure). Da wir aber keine Lust hatten Abends diese Schulklasse am Hals zu haben planten wir unsere Tour ein wenig weiter und bereiteten uns darauf vor noch einen Campingplatz weiter zu fahren also noch einmal gut 2 Stunden mehr paddeln. Aber das Wetter sollte ja gut sein also alles keinProblem…

Wir erreichten den ersten Campingplatz und machten dort eine kleine Mittagspause – Muesliriegel und n‘ Stueck Schoki als kleiner Energie Schub.  Denn wir liessen uns nicht nur auf dem Fluss treiben sondern paddelten auch recht ordentlich und die Aussicht die wir die ganze Zeit geniessen konnten machte einfach Hunger. Farne und Steilhaenge mit wunderhuebschem scheinbar Naturbelassenen Urwald saeumten den Weg am Fluss. Nicht zu vergessen auch die hunderte von wilden Ziegen die ueberall auf irgendwelchen Steinvorsprungen sassen und am grasen waren oder einfach nur doof in die Gegend guckten.

Wir kamen am naechsten Camp vorbei und danach sollte es eigentlich auch nicht mehr sonderlich weit sein bis zu unserem Campinggelaende. Auch die Fluesse die von links und rechts kamen deuteten darauf hin, dass wir es bald geschafft haben sollten. Schliesslich setzte auch langsam aber sicher die Daemmerung ein und wir wunderteten uns wo den nun unser Camp seie.

Mit dem letzten Licht des Tages sahen wir dann endlich ein Schild, zwar kaum mehr zu lesen was darauf stand aber wir fanden einen Platz zum anlegen und auch eine Schutzhuette wo wir unser Nachtlager im mehr dunklen als hellen aufschlugen. Wir stellten dann auch fest, dass wir wohl an dem einen Camp vorbei gefahren waren und inzwischen noch eins weiter gekommen waren. Landungspunkt zur „Bridge to Nowhere“ direkt neben dem Mangapurua Camp. Egal weiter wollten wir diesen Tag definitiv nicht, also kochten wir noch schnell unsere Nudeln und legten uns dann schlafen. Auf das wir am naechsten Tag es ganz gemuetlich angehen lassen koennen.

Der naechste morgen kam und wir entschlossen uns, da wir ja so viel Zeit haben, einen kleinen Abstecher zu der Bruecke zu machen die irgendwann nach dem ersten Weltkrieg erbaut wurde, da man Soldaten weite Teile des Gelaendes als Farmland anbot und somit sich auch einige Farmen ansiedelten. Inzwischen ist aber davon nicht mehr viel uebrig  und somit steht eine solide Steinbruecke mitten im Wald und wird nurnoch von einigen Wanderern und Fahrradfahrern genutzt. Wieder zurueck an unserem Kanu luden wir die Faesser wieder ein und machten uns auf eine gemuetliche Paddeltour. Das Wetter war bestens und so liessen wir uns mehr treiben und genossen die Sonne und die wunderschoene Landschaft, alsdas wir uns wirklich ins Zeug legten um zu paddeln. Mittag machten wir diesesmal an einem Camp wo gleichzeitig auch eine alte Maori Versammlungsstaette liegt. Leider waren von denen keine Anwesend und so schauten wir uns nur ein wenig um und bestaunten das „Maorihaus“ welches genauso wie der Pfahl davor mit huebschen Schnitzereien verziert war. Weiter ging es den Fluss hinunter und am spaeten Nachmittag erreichten wir auch diesmal Planmaessig das naechste Camp welches ein wenig oberhalb des Flusses lag und einen Blick auf selbigen Bot. Sowie auf die Steilwand auf der anderen Seite des Flusses. Ein wirklich schoener Platz in der Mitte vom scheinbaren nirgendwo, umgeben von Wald, Farnen und dem Fluss.

Der letzte Tag war dann wieder sehr entspannt. Nicht ganz so strahlend blauer Himmel wie am Vortag aber immernoch relativ warm und ab und an zeigte sich auch einmal die Sonne. Das einzige spektakulaere an diesem Tag war vermutlich eine Ecke auf dem Fluss mit ein paar etwas staerkeren Stromschnellen, die wir aber ohne grosse Probleme meisterten. Da wir aber am morgen kurz vorm Ablegen Besuch bekamen von der Schulklasse, beschlossen wir ein wenig zu warten um zu sehen, wie diese die Stromschnellen meistern. Eigentlich relativ gut, wenn man von den zwei drei Kanus absieht die bei denen gekentert sind. Hilfe war aber nicht von noeten und so zogen wir weiter dem Ende unserer Tour entgegen. Dort kamen wir auch ohne weitere Vorfaelle an und mussten sogar noch einige Zeit warten bis wir von unserem Bootsvermieter wieder eingesammelt wurden.

Alles in allem eine wieder einmal sehr schoene Tour, anders wie die vorherigen und damit wieder auf ihre eigene Art und Weise genial!  Unsere 10. Mehrtagestour, ganz nebenbei bemerkt. Vermutlich unsere letzte, ehe es nachhause geht. Aber wer weiss das schon so genau 😉

Also man liest sich

und gruesse vom anderen Ende der Welt an euch alle da draussen!

Robert und Timo

Eine Tour ohne klaren Weg

Hallo zusammen

gerade sind wir wiedergekommen von einer wirklich unglaublichen Tour. Meiner Meinung nach eine der besten die wir bis jetzt gemacht haben, vielleicht sogar die beste ueberhaupt. Aber so etwas wirklich zu sagen ist immer schwierig, da jede Tour auf ihre eigene Art und Weise natuerlich einzigartig ist.

Um direkt im Vorfeld den Titel des Beitrags zu erklaeren: Wir hatten, wie schon angekuendigt, uns hier im Fjordland wieder eine nette Tour heraus gesucht. Hollyford und Pyke wollten wir in einem Abwasch erledigen. Hollyford eine normale Wanderroute wie es in Neuseeland hunderte gibt. Pyke – naja sagen wir ein wenig anspruchsvoller. Hoher Grad an Fitness und Erfahrung vorausgesetzt genauso wie die Faehigkeit einem Weg anhand von einer Karte und dem was einem die Natur so bietet zu folgen. (das hat man uns im Visitor Center gesagt und uns vor dem Track gewarnt…) Ganz so schlimm sollte es nicht werden aber nun wollen wir mal langsam los legen und in die genauere Beschreibung gehen….

Los ging es von Te Arnau – der Center des Fjordlands. Die beiden Touren beanspruchen eine minimale Zeit von 9-10 Tagen, da wir aber bei schlechtem Wetter mit ueberflutungen der Fluesse zu rechnen haben, hatten wir fuer weiter 4 Tage Essen eingepackt. Also alles in allem ein Essensvorat von 14(!!) Tagen. Reis und Nudeln im Ueberfluss dazu Tueten Sossen und jeden zweiten Tag eine Dose mit Nahrungsergaenzung –  den einen Tag „baked beans in tomato souce“, den anderen ein wenig Mais, Erbsen oder corned beef.

Nach nur sehr kurzer Zeit warten wurden wir von einem sehr netten Israeli augesammelt der uns direkt bis zum Start des Tracks brachte und uns somit, von der Hauptstrasse zum Beginn des Tracks, eine 18km Tour ersparte. Guter Laune und mit gutem Wetter im Ruecken ging es also los. Nach guten zwei Stunden machten wir eine kurze Rast an einer Hut um einen Muesli riegel zu essen und kurz die Trinkflaschen wieder aufzufuellen. Dort trafen wir dann auch Joshi mit dem wir spaeter noch einen weiten Teil des weges laufen sollten, aber dazu spaeter mehr.

Also weiter zur naechsten Hut. Alles in allem war dieser Tag mit gut und gerne 5-6Stunden ein relativ moderater Tag durch das Neuseelaendische Dschungelparadies im Fjordland. Der Weg erinnerte an diesem Punkt mehr einem Highway als einem wirklichen Wanderweg. Trotzdem erhielten wir einen kleinen Eindruck was uns auf dem Weg weiter erwarten sollte. Glocken klare Fluesse, wunderhuebsche Wasserfaelle und die, wie schon fast von Neuseeland bekannte, unberuehrte Natur. Am spaeten Nachmittag kamen wir dann also an der Hut an und kochten dort unser Essen. Dort kommt man dann ein wenig mit den Leuten ins Gespraech um so zu hoeren wie die Tracks sind und was so die einzelnen vor haben und schon gemacht haben. Wie es der Zufall so wolte treffen wir auf ein aelteres Ehepaar aus Auckland, die vorhaben den Pyke zu laufen und danach den Hollyford Track. Jetzt hiess es fuer uns, was tun. Eigentlich wollten wir uns auf dem Hollyford erst ein wenig einlaufen, um danach uns der grossen Herausforderung Pyke zu stellen, aber auf der anderen Seite haben wir so noch zwei Leute mehr zur Hand die uns auf dem Weg begleiten und mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn man sich mal nicht sicher ist wo es weiter geht mit dem Track.

Wir haben uns nach langen hin und her ueberlegen dazu entschieden mit den beiden zu  laufen, auch weil uns der Hut-Warden fuer die naechsten 3 Tage gutes Wetter vorraus gesagt hat. (nein, er kann das nicht an den Wolken lesen, sondern hat via Funk den aktuellen Wetterbericht angefordert) Wow, drei Tage, das ist genau die Zeit die man bei gutem Wetter braucht den Pyke zu bewaeltigen!!! Gute Vorraussichten das macht natuerlich die Entscheidung ein wenig einfacher.

Dem See vor der Hut folgend ging es also richtung Norden und wenn ich hier schreibe dem See folgend, dann meine ich das mehr als nur Wort woertlich. Denn der einfachste Weg auf der Route ist bei geringem Wasserlevel durchs Wasser oder an der Boeschung entlang und so kommt es direkt in der ersten halben Stunde vor, dass wir uns durch Huefthohes Wasser schlagen und ueber Stock und Stein steigen/klettern um ans Ende des Sees zu gelangen.

Von da ging es dann weiter einem maerchenhaft schoenen Pfad folgend, der manchmal auch mehr oder weniger frei Schnauze war, bis man das naechste orangene Dreieck irgendwo an einem Baum entdeckte(orangenes Dreieck ist hier in Neusseeland so das Symbol fuer Wanderwege. Die haben das eigentlich alle als „Wegweiser“) Von dort ging es dann weiter durch sogenanntes Black Swamp Land frei uebersetzt schwarzes Sumpf Land. Naja wieder ueber Kniehohes Wasser, aber diesmal mit Schlamm und Sumpf gefuellt. Ein Jump’n’Run von einem Flachs Bueschel zum naechsten. Leider schneiden einem diese Pflanzen teilweise ein wenig in die Finger, aber man lebt nur einmal und was einen nicht umbringt macht einen nur haerter. (nein, keine Sorge keine tiefen Schnitte nur kleine Kratzer – klingt wahrscheinlich schlimmer als es wirklich war). Tja, der Rest der Strecke waren mehr oder weniger trockene Flussbette und weiterer Matsch sowie Wald in seiner natuerlichsten Formen mit unzaehligen Farnen und einem Anblick, dass man alle zehn Meter stehenbleiben moechte um noch mehr von allem in sich aufzunehmen.

Der naechste Tag fuehrte als aller erstes ueber einen Fluss. Dieser wurde aber nicht durchwahrtet sonder ueberbrueckt. Nein nicht mit einer Bruecke, nicht mal mit einer Haengebruecke sondern mit einer Kiste die an einigen Stahlseilen haengt und mit einer Kurbel bewegt wird… Absolut abgefahrenes Teil und einfach ein grosser Spass am fruehen morgen.

Und danach ging es wieder weiter durch schon mehr oder weniger bekanntes Hinterland. Teils durch Waelder, teils durch historische Weidegruende… (vermutlich hat die letzte Kuh da gute 50 Jahre zuvor gegrast, was beim alter Neuseelands seitdem Europaer hier wandeln schon relativ alt ist…) Auch die ein oder andere kleine Querung eines Fluesschens stand wieder auf dem Programm. Uebrigens haben wir uns die neuseelaendische Methode angewohnt einen river zu Crossen. Tevas sind von gestern. Wanderschuhe trocknen wieder, also mittendurch statt nur dabei – oder so 😀

Das Highlight sollte dann am Ende des Tages kommen die Querung des Pyke Rivers an einer Stelle die bekannt dafuer ist bei Regen unpassierbar zu sein (so wie schon einige Teile zuvor, aber egal) Also diese Stelle passiert und dort dann unsere Zelte aufgeschlagen. Das Ehe Paar aus Auckland ist noch weiter zur naechsten Hut gewandert. Alles in allem hatten die Beiden wohl einen etwa 11 Stunden Tag(Hut ab davor, dass sie das durchgezogen haben). wir haben uns mit unseren etwa 8,5 begnuegt. Die Zelte sollten ja schliesslich auch nicht umsonst eingepackt sein. Und eine schon so gut wie vorbereitete Feuerstelle, eine Holzbank + Tisch will schliesslich auch genutzt werden und nicht nur eines sehnsuechtigen Blickes gewuerdigt werden.

Der naechste Tag war dann im Vergleich zu den vorherigen schon fast langweillig. Wir folgten einer alten Strasse, durch den Wald, wo Rinder und Kuehe und sicherlich auch eine Quads drueber gebraust sind. Zumindest waren die „Fahrrinnen“ fuer uns sehr deutlich im Boden zu erkennen, womit wir auch recht wenig auf die Dreiecke achteten und trotzdem an der naechsten Hut ankamen. Dort trafen wir dann auch unsere Reisegefaehrten, das Ehepaar, wieder und im Laufe des Nachmittags tauchte auch Joschi dort auf, der den Hollyford laufen wollte und sich dann mit uns an der Hut treffen. Voller Freude den Pyke geschafft zu haben beschlossen wir dort eine weiter Nacht zu bleiben. Diese Entscheidung hat sich wieder als sehr gut herrausgestellt und wir hatten eine wahnsinnig tolle Zeit, bestehend aus Aale fangen, Muscheln sammeln und ein wenig auszuspannen.

Aber irgendwann muss es weiter gehen also auf Richtung Hollyford Track. Diesmal ohne Aucklaender, dafuer mit Wuerzburger. Auf dem Weg zur naechsten Hut machten wir dann an ein paar Felsen halt um uns einen kleinen aber sehr, sehr, sehr, sehr, sehr schmackhaften Imbiss zu kochen bestehend aus Paua Muscheln in Knoblauch und Oel gebraten. Danach liefen wir noch an einer Robben Kolonie vorbei und konnten einige Baby Robben sehen. Trotzdem versuchten wir moeglichst einen gewissen Abstand zu halten um die Tiere nicht mehr zu stoeren als unbedingt noetig.

Naechste Hut neues Glueck. Kochen, schlafen, wandern, kochen und schlafen. Zwischendurch wieder wunderbare Landschaft. Das naechste Highlight sollte eine Hut sein, die auf einer kleinen Insel liegt, am Fusse eines Sees. Natuerlich auch nur bei gutem Wetter zu betreten und moeglichst schnell wieder zu verlassen ehe die Fluesse wieder steigen.

Ehm, Nein! Wir hatten uns vorgenommen da wieder 2 Naechte zu verbringen und vielleicht wieder ein wenig Fisch zu fangen oder einfach nur eine gemuetliche Kugel zu schieben.

Aber es kommt halt alles anders als man eigentlich denkt. Der erste Abend war noch relativ ruhig. Zwischendurch kamen ploetzlich einige Jaeger herein die sich, nachdem sie erfuhren, dass wir auch noch den gesammten naechsten Tag da bleiben wuerden, fuer den naechsten Abend ankuendigten.

Also der naechste Tag kam und die Jaeger auch. Mit Sack und Pack wie man so schoen sagt. genauer gesagt waren sie einige der Knalltueten, die diese Idylle mit der Lautstaerke ihrer Jetboote zu zerstoeren drohten. Aber alles in allem echt super Jungs. Am Abend tauchte dann auch noch eine weiter Truppe Jaeger auf und ein etwas verwirrt scheinender aelterer Wanderer.

Das Resumee des Abends: Wir hatten koestlichstes frisches Reh, frisch gereucherte Forelle und eine sehr amuesannte Jetboot Tour um die Insel fuer umsonst, bei der das Boot alles andere als geschohnt wurde. Aber SaftyFirst natuerlich Rettungswesten angehabt und das einzige was dann ein wenig schief ging war der Versuch das Boot ueber ein Kiesbett zu „schiessen“, aber schieben hilft! Haetten wir das ganze ueber einen richtigen Veranstalter gemacht, haette das vermutlich einige viele Dollars gekostet… Alles in allem war es am Ende eine sehr witzige kleine Party, die wir so absolutes nicht erwartet haetten.

Als wir dann weiter wollten bekamen wir sogar noch eine Mitfahrgelegenheit auf den Jetboots – ersparte uns ein klein wenig Strecke durch noch mehr Schlamm. Und wir erhielten dafuer einen etwas anderer Blick auf den Fluss und die Berge drum herum.

Tja und das soll eigentlich auch schon unsere Tour im grossen und ganzen gewesen sein. Noch einmal eine weitere Nacht in einer Hut und dann der heutige Tag mit verdammt viel laufen zur Strasse. Erst gute 2 Stunden auf dem Wanderweg und dann noch einmal 18km vom Strassenende zur Hauptstrasse. Summa sumarum etwas mehr wie 25km.

Aber nun sind wir wieder  gut in Te Arnau angekommen und nach einem guten Essen haben wir den Abend ausklingen lassen und freuen uns darauf, was uns noch hier in Neuseeland erwartet, ehe es dann irgendwann im April heisst: Segel setzen Richtung heimischer Hafen…

Also bis dahin

Gruesse vom anderen Ende der Welt

Robert und Timo

PS: Ist spaet, also wer grobe Rechtschreib und oder sonstige Fehler findet darf sie behalten!

Weiter gehts in den Catlins

Nachdem wir mit dem Nakedbus weiter gefahren sind nach Balclutha, kam da erst einmal die grosse Enttaeuschung. Unsere geplante Tour durch die Catlins koennen wir nicht so machen wie wir es eigentlich vorhatten – es gibt einfach keinen wirklichen mehrtages Wanderweg durch die hiesige Gegend. Aber wir wollten uns davon nicht die Laune verderben lassen und trotzdem unsere Tour machen. Also weiter zum naechsten kleinen Oertchen und schauen was es da so alles gibt.

Also naechste Station Owaka. Hier haben wir einen kleinen Ausflug zum Strand gemacht und einige Seeloewen aus naechster Naehe knipsen koennen. Ziemliche Wuchtbrummen die Viecher… (Erreichen ein Koerpergewicht von um die 350kg)

Okay einige dicke Tiere die am Strand rumliegen sehen, dafuer kann man auch an die Nordsee fahren – also weiter gehts. Daumen raus und weiter warten. Und nach wenigen Minuten stoppt auch ein Campervan – Wohnmobil (Bis jetzt sind das die gewesen, die immer fleissig weiter gebrettert sind…) ! Ein Englaender der hier ein bisschen durch die Catlins faehrt und sich ein paar Sachen anschauen will, aber wenn wir kein Problem damit haben ab und an mal fuer nen Fotostop anzuhalten sollten wir doch reinspringen. Gesagt getan! Und so kamen wir dann in den Genuss uns noch an diesem Tag die Cathedral Caves anzuschauen. Riessige vom Meer in den Fels gespuehlte Hoehlen, die von ihren Dimensionen ein wenig an die hohen Decken von Kirchen erinnern… Ende der Reise war dann fuer uns Curio Bay.

Hier haben wir einen traumhaften Campigplatz gefunden der zur Haelfte auf einem Kliff steht und man in der Bucht vor einem einige Hector Delphine beobachten kann. Und wir hatten sogar mehr als einmal das Glueck dies auch zu tun. Viel mehr wie die Finnen hat man zwar nicht sehen koennen aber immerhin – besser als nichts! Da uns dieser Campingplatz so sehr gefallen hat sind wir dort noch zwei weitere Naechte geblieben und haben am naechsten Tag einen Ausflug zum Slopes Point gemacht.

Wir haben schliesslich den noerdlichsten Punkt der Nordinsel gesehen und somit versteht es sich ja auch irgendwie fast von alleine, dass wir den suedlcihsten Punkt der Suedinsel uns auch anschauen. Aber irgendwie waren wir ich ein klein wenig enttaeuscht. Viel mehr als ein Schild mit zwei Wegweisern(einer zum Suedpol und einer zum Equator) ist dieser Punkt naemlich nicht. Umgeben von eingezaeunten Weiden wo ein paar Schafe drauf stehen…

Gestern haben wir dann uns ncoh mal einen Tag gegoennt um am Strand zu liegen ein wenig Hackisack zu spiele oder einfach nur Musik zu hoeren und den Wellen zuzuschauen und ab und an mal einen Blick auf eine der Finnen der Delphine zu erhaschen. 

Waehrend wir uns dann also mal einen Kaffee holten erfuhren wir auch von dem Erbbeben in Christchurch. Hier haengen heute alle Fahnen auf Halbmast. Uns ist Gott sei Dank ncihts passiert!

Hier heisst wir sind nicht mehr in der Bay sondern in Invercargill um uns bald auf die Reise zu begeben nach Stuart Island, denn da soll es noch einen recht schoenen mehrtages Track geben den wir gerne „erwandern“ wollen.

Bis dahin, schoene Gruesse vom anderen Ende der Welt

Robert und Timo

Die Reise geht weiter – wir wwoofen wieder

Lang ist es her, dass man mal wieder was von uns gehoert hat. Wir waren wohl einfach in der letzten Zeit ein wenig schreibfaul. Macht nichts, dafuer jetzt hier wieder mal ein paar Zeilen 😉

Zum heutigen Wetterbericht:

Die letzte Nacht wurde fuer die Region um Christchurch eine Sturmwarnung ausgesprochen. Windgeschwindigkeiten von bis zu 120km/h seien zu erwarten, Fenster und Tueren sollten geschlossen bleiben.

War nicht der Fall zumindest nicht hier auf der Farm in Oxford. Dafuer hatten wir heute wieder schoenes Wetter mit recht sonnigen 23

°C

So nun zum eigentlichen Bericht:

Nachdem wir vom Nelson Lakes National Park zurueck nach Murchison gekommen sind wollten wir eigentlich nicht viel mehr machen, als unsere Sachen die wir dort gelassen haben zu packen und weiter zu ziehen.

Aber irgendwie hat Murchison die eigenartige Faehigkeit Menschen fest zu halten und so blieben wir noch eine Woche dort und genossen einfach mal unseren Urlaub, mit nichts tun, Geburtstag von einer der Amies zu feiern und ein kleines Konzert in der oertlichen Kneipe zu besuchen. Aber da wir ja schliesslich nicht ewig dort bleiben wollten fingen wir an uns wieder auf die Suche zu machen, nach einem Wwoofing Platz.

Wir waren guter Dinge und machten uns also auf unsere Reise Richtung Sueden den Weg an der Kueste entlang.

Trampend von Murchison nach Westport und von da weiter mit dem Nackedbus in Richtung Greymouth.

Aber hey wo man schon mal dort ist kann man ja auch zu den weltbekannten, absolut seltenen und unglaublich….. von Touristen ueberlaufenen Pancake Rocks gehen und dort eine kleine Tour machen. Die Rocks an sich, naja Steine die aus dem Wasser Ragen und von Wind und Wetter so geschliffen wurden, dass es aussieht, als ob jemand einige Pfannkuchen uebereinander gelegt haette. Dazu noch die Brandung die sich einige unterirdische Gaenge gegraben hat und dort dann die Gischt hochdrueckt. Alles in allem unserer Meinung nach nicht sonderlich spannend. Aber fuer den mueden Sonntags Touristen der mit seinem Campervan nen Monat durch Neuseeland tourt, und nur an den „Highlights“ kurz anhaelt um ein paar Fotos zu machen bestimmt echt spannend… (Sollten sich irgendwelche Eltern meinerseits in dieser Beschreibung wieder erkennen, so ist das in keinster Weise beabsichtigt, auch der gewisse ironische Unterton beim lesen ist nur eine freie Interpretation von jedem selbst…)

Leider wurde auch aus unserer kleinen zwei Tages wanderung nichts, die wir, im den Pancake Rocks angrenzenden Nationalpark, vorhatten zu machen. Laut des dortigen doc Centers, habe der Sturm der letzten Nacht die Tracks zu sehr in mitleidenschaft gezogen und Teile sogar unpassierbar gemacht. Ein wenig veraergert zogen wir also weiter. Aber wir wollten wandern und da wir es ja schliesslich nicht eilig haben beschlossen wir einfach den restlichen Weg in Richtung Greymouth mehr zu bewandern als zu trampen. Denn natuerlich konnten wir auch keinen weiterfahrenden Bus buchen, da der Sturm ueber Nacht die Internet Verbindung gekappt hatte… Also Wort woertlich on the road again. Zwei Tage sind wir teilweise gewandert teilweise getrampt Richtung Greymouth gezogen. Haben die Nacht an einem kleinen stueckchen gruen verbracht nicht weit vom Strand und der Strasse und konnten mal wieder einen recht schoenen Sonnenuntergang am Meer geniessen. Und haben dazu noch ein neues Spiel gefunden: Wer bleibt laenger vor den ausrollenden Wellen am Strand stehen ohne Nasse Fuesse zu bekommen. Wir haben mehr oder weniger Beide gewonnen. (Wichtig bei dem Spiel: Es sollte einsetzende Flut sein, so dass die Wellen langsam naeher kommen – erhoeht den Spassfaktor)

In Greymouth angekommen hatten wir neben unzaehligen Absagen, auch eine Zusage fuer einen neuen Wwoofing Platz erhalten. Leider erst in gut einer halben Woche. Aber was solls, wir muessen ja irgendwie von Greymouth in die Naehe von Christchurch kommen. Und dazwischen liegt noch Arthurs Pass, mit einem wunderbaren National Park. Nebenbei haben wir noch festgestellt, dass 4h in einem Hostel einem Cricketspiel im TV zuzuschauen wenn man eigentlich einen Film gucken wollte, naja sagen wir relativ unspannend ist. Im Nachhinein haette man vielleicht lieber Reiskoerner zaehlen sollen oder irgendwas anderes aufregendes tun sollen….

Auf dem Weg nach Arthurs Pass wurden wir von einem sehr netten Kerl mitgenommen der uns direkt vor dem Visitor Center absetzte und neben einiger guter Ratschlaege noch uns eine Visitenkarte in die Hand drueckte: Solltet ihr in der Naehe nach einem Fruit-picking Job suchen ruft dort an und sagt ihm, ihr haettet die Nummer von mir. Er wird euch was finden…(Wie ueberall im Leben ist Vitamin B das A und O) Auf dem Weg in das Doerfchen Arthurs Pass machten wir, ganz nebenbei kurz an der hoechsten Stelle halt um ein wenig die Aussicht zu geniessen und uns ueber die Keas zu amuesieren. Diese sind dafuer bekannt sehr neugierig und gleichzeitig sehr zerstoererisch zu sein. Es ist angeblich wirklich schon vorgekommen, dass Leute ihr Auto auf einem Parkplatz abgestellt haben und wieder kamen und die Frontscheibe lag auf dem Lenkrad, weil die Voegel das Gummi um die Scheibe herausgepickt und gezogen haben. Leider war es den Tag schon zu spaet und so beschlossen wir eine Nacht in Arthurs Pass zu bleiben und am naechsten morgen nach konsultierung des doc Centers zu starten.

Irgendwann in mitten der Nacht wurde ich dann von einem sanften picken gegen meinen Kopf wach. Noch halb schlaftrunken versuchte ich zu realisieren was das eben war. Und dann sah ich es. Ein dicker Riss im Zelt direkt neben dem Eingang und dahinter ein darum stolzierender Kea. Die Nacht wollte ich irgendwie nicht mehr so richtig tief schlafen und mit entsprechender Laune wachte ich dann am naechsten Morgen auf. Und alle Leute in den Zelten um uns herum konnten aehnliches an ihren Zelten vermelden. Ueberall haben die Viecher mit ihren Schnaebeln Loecher in die Zeltplanen gepickt. mal groesser mal kleiner.

Also schnell weg von dem Platz und wieder auf Tour.

Wieder nur eine kleine Tour von drei Tagen, aber die sollten dafuer echt gut werden.

Tag 1:

Los gings mit ein klein wenig Rivercrossing und dann die Berge rauf. An einer Ecke war der Weg so steil, dass man eine Kette angebracht hat, die man wie ein Seil zum klettern als unterstuetzung nutzen sollte. Aber alles kein Problem, ueber Stock und ueber Stein weiter den Berg hoch und an einigen Baechen und Fluessen vorbei. Diesmal war es Robert, der ploetzlich bis zu den Knien in einem Schlammloch steckte, aber auch davon liessen wir uns nicht abhalten und kamen irgendwann zwar relativ erschopeft, aber guter Dinge an unserem Ziel an. Dort trafen wir dann auf einen Australier, mit dem wir den naechsten Tag die Etappe wandern wollten.

Tag 2:

Weiter dem Fluss folgend den wir schon den gesammten vorherigen Tag entlang gelaufen sind kamen wir irgendwann an ein Geroellfeld ueber das wir mit mehr oder weniger nassen Fuessen herueber kletterten. Unsere nassen Fuesse kamen daher, dass wir nicht fuer jeden kleinen Bach die Tevas anziehen wollten aber manchmal das Wasser einfach ein wenig tiefer war und somit von oben in den Schuh reinlief. Also auf dem Geroellfeld kurz ein klein wenig die Socken getrocknet und dann standen wir vor dem steilsten Teil der Tour. Aber wenig Gepaeck und der Tatsache, dass wir in der Huette, in der wir geschlafen und ein Ehepaar mittleren Semesters kennen gelernt hatten, die den Weg herunter geklettert sind, machten wir uns auf den Aufstieg und kamen auch heil oben an, ohne das irgendwer von uns abgestuerzte. Dort oben ging es dann wieder einem Fluss folgend durch eine Schlucht/Busch Landschaft und weiter zur naechsten Huette. Da das Wetter diesmal sehr gut war, beschlossen wir nicht in der Huette zu schlafen sondern uns das Ticket dafuer zu sparen und unsere Zelte halb versteckt zwischen ein paar Baeumen am Fluss aufzubauen. Und dort den gelungenen Tag mit ein wenig lesen ausklingen zu lassen.

Tag 3:

Der letzte der kleinen Tour, eigentlich sehr aehnlich den anderen Tagen zuvor. Viel Rivercrossing, nasse Socken und diesmal alles Berg ab. Nicht zu vergessen auch wieder bestes Wanderwetter.

So kleiner Sprung: Sind jetzt bei unserem neuen Wwoofing Host. Diesmal wirkliche Farm, mit allem was dazu gehoert. Schafe, Schweine, Kuehe, Huehner, Enten und einer mehr oder weniger wilden Katze die seit etwa 6 Monaten hier immer wieder auftaucht und auf der Veranda sitzt.

Unsere Wwoofing Hosts heissen Mike und Pam und sind vor etwa 5 Jahren hier auf die Farm gezogen, nachdem sie vorher eine Zeit lang in Christchurch ein B&B Motel hatten.

Die beiden kuemmern sich echt super um uns. Das Essen ist einsame Spitze und gibt viel lecker Fleisch aufn Tisch. Hungern muessen wir hier in keinem Fall, ganz im Gegenteil, man fuehlt sich eher wie gut gemaesstet…

Unsere Arbeit besteht aus verschiedensten Dingen und ist wirklich nicht sonderlich anstrengend, so haben wir am ersten Tag nur Holz gesammelt und einen uerbmannshohen Haufen aufgeschuettet. Freitag sind wir dann nach Christchurch gefahren und haben dort auf einem Grundstueck welches die beiden vermieten ein wenig Ordnung gemacht. Samstag hiess es nur kurz die Einzelteile eines „kuehlraums“ aus Chch holen. (riesige Styropor Platten mit viel Metal dran) Dabei hatten wir dann noch eine kleine Brauerei Fuehrung, da wir eben dort den Kram abgeholt hatten… Produzieren dort Guiness, Becks und noch allerlei Bier das keinem der nciht mal in Neuseeland war etwas sagen wird….Und als waere das alles nicht schon genug erlebt waren wir abends dann noch auf dem Woodford Glen Speedway und haben uns einige Runden Drek-Racing angeguckt. Auf die Dauer recht langweillig aber irgendwo doch recht imposant zu sehen wie, unter anderem, die mit 6 Motorraedern durch den Matsch im Kreis fahren und hinter dem Fahrer noch einer Sitzt der sich in die Kurven schmeisst und dabei ab und an den Boden streift. (So sieht es zumindest von der Tribune aus) Alles in allem kann man zu diesem Sport sagen: Kids, don’t try this at home!! Aber auch die normalen Autos drehen ordentlich auf und machen gut Krach

Den gestrigen Tag hatten wir dann direkt noch frei, weil ist ja Sonntag. Also die Gelegenheit genutzt und eine Tagestour auf den naechsten Berg gemacht und aufm Rueckweg noch an einem Wasserfall halt gemacht welcher an einem wirklich schoenen Lagerplatz liegt, mitten im Wald. Mal sehen vielleicht gehen wir hier noch ein mal ein wenig laenger wandern. Der Nachmittags Ausflug hat auf jedenfall Interesse nach mehr geweckt. Leider konnten wir auf dem Gipfel des Mt. Oxford auch nicht so sonderlich lange verweilen und die Aussicht geniessen, da der Wind so stark wehte, dass man sich teilweise in den Wind legen konnte…(Wie das aussieht koennt ihr hoffentlich bald irgendwann mal Fotos entnehmen.)

Der heutige Tag war dann nicht sonderlich spannend. Viel Mist haben wir gemacht. Eh weggemacht…

Fotos folgen leider erst irgendwann spaeter, da hier das Internet nur ueber Modem geht und somit das Fotos hochladen eine halbe ewigkeit dauert!

Bis bald mal wieder

Gruesse vom anderen Ende der Welt!!

Suedinsel, Wwoofing Nr. 3 und Happy X-Mas

Nach nur etwa zwei Monaten hatten wir die Nordinsel abgeschlossen und die Faehre gebucht um ueberzusetzen. Wellinggton nach Picton. Waehrend der Ueberfahrt hielten wir uns die gesammte Zeit auf dem Oberdeck auf um endlich ein paar Wale zu sehen. Dieses Glueck wurde uns leider nicht zu teil dafuer hatten wir einen kraeftigen Wind und je weiter wir uns von der Nordinsel entfaernten desto besser wurde auch das Wetter.
In Picton angekommen fing es dann leider wieder an zu regnen aber das war halb so schlimm denn wir fanden sehr schnell wieder ein neues Hostel von dem aus wir weiter planen wollten. Gluecklicherweise erhielten wir auch eine positive Antwort auf unsere Wwoofing anfragen und so buchten wir den Bus in Richtung Motueka(die naechste Haltestelle zu unserem eigentlichen Ziel Golden Bay – Takaka). Aber ganz so einfach war es dann doch nicht, denn nachdem ich mein Ticket gebucht hatte hiess es als Robert es versuchte Bus ist voll. Einwenig verwirrt waren wir beiden schon, aber fuer den naechsten Tag konnte er dann noch eins erhalten, ich meines zwar nicht umbuchen oder sonstiges aber „shit happens“….
Am naechsten Tag ging also fuer mich die Reise weiter in einem Bus der alles andere als ausgebucht war. War wohl irgendwie ein Problem von Nakedbus. Wie dem auch sei, auf dem Weg nach Motueka machte der Bus eine gute dreiviertel Stunde Rast in Nelson und wie es der Zufall so will traf ich dort Felix plus seine Freundin wieder. Mit ihm hatten wir die letzten Tage des Northern Circuit gemacht und auch die zwei Tages-Tour am Mt. Taranaki. Haetten wir das vorher gewusst haette er uns bzw Robert wieder mitnehmen koennen. Nach dem wir uns kurz unterhalten ging die Reise auch schon weiter.
In Motueka wurde ich dann bereits von Teegan und Tas erwartet die ein wenig traurig waren nur mich und nicht auch Robert noch einmal zu sehen. Wir machten uns trotzdem einen schoenen Abend und besuchten noch einige Leute die in der Naehe auf einer Farm arbeiteten.
Am darauf folgenden Tag kam dann auch Robert an. Leider zu spaet – die Maedels waren bereits weitere in Richtung Murchinson gezogen wo eine von Beiden einen Job bekommen hatte. Wir liessen uns dadurch aber nicht die gute Laune verderben und genossen die letzten Sonnenstrahlen ehe es wieder Anfing zu regnen mit Fish&Chips im Park.
Da wir nun endlich in die Sagen umwobene Golden Bay wollten hiess es wieder den Daumen raus halten und bei stroehmenden Regen hoffen, dass uns jemand mitnimmt. Aber hier in Neuseeland ist es einfach super, das Trampen geht sehr leicht und man trifft immer wieder witzige Gestalten, so auch diesmal einen Dreadlock Typen der auf halber Strecke auf dem Takaka Hill eine Rast einlegte um in seinem Auto das Kuehlwasser nachzufuellen. Natuerlich mit Regenwasser. Alles in allem war es ein sehr lustiger Typ, denn eigentlich war wirklich Platz zum sitzen nur auf dem Fahrersitz. Beifahrersitz voll mit Muell und allem moeglichen Krimskrams und die Rueckbank oder da wo man sie vermuten wuerde fehlte und war ein Lagerplatz fuer Kettensaegen und sehr viel Werkzeug. Also machte es sich Robert darauf mit dem Hund des Fahrers bequem.
In Takaka angekommen besuchten wir dann „Chris Bones“, ein lustiger alter Mann mit grauem langen Saruman Bart, in seinem Workshop. Dieser gleichte mehr einem Museum fuer alte Bilder und Schnitzereien und noch mehr Krimskrams. Damit verdiente dieser sein taeglich Brot.
Irgendwann kamen wir dann auch endlich zu unserem Wwoofing Platz hier oben auf dem Mt. Pupka(so der inoffizielle Name des Berges). Hier lebt Dr. Michael von Pupka Lipinski mit seinen zwei Hunden Bella und Heidi. Er ist ein ausgewanderter Bayer und lebt schon seit ueber 20 Jahren in Neuseeland. Und von seinem Haus welches auf dem Berge drohnt hatman eine malerische, atemberaubende Aussicht ueber die gesammte Golden Bay. Unsere Arbeit hier besteht bis jetzt fast nur aus Gartenarbeiten, also Unkraut jaehten. Fast weil es vor drei Tagen angefangen hatte extrem zu stuermen und wir ein wenig von der Aussenwelt angeschnitten wurden. Insgesammt lagen drei Baeume auf dem Weg und die Wasserfurt war auch ein wenig wegegespuehlt. Also bewaffneten wir uns mit Kettensaege, Axt und Seil und machten den Weg frei.
Achso stimmt Weihnachten war ja irgendwie auch noch. Da hatten wir ersteinmal Glueck mit dem Wetter (Sommer Sonne Sonnenschein ;)) und noch dazu eine der coolsten Partys „ever“.
Die Party von der wir schon lange vorher gehoert hatten und die irgendwie auf dem Takaka Hill stattfinden soll. Wo genau wussten wir nicht. Aber da die zwei Ami-Maedels auch dort seien wollten und eh aus Motueka abgeholte werden musste machten wir uns auch auf den Weg. Natuerlich wieder mit dem Daumen-Taxi. Sehr leicht zu finden, von der Strasse aus zu sehen – wurde uns gesagt. War aber dann irgendwie doch nicht. Also an einem Carpark auf dem Berg rauswerfen lassen und gehofft, dass die Maedels uns nicht uebersehen. Und wie wir da so sassen und warteten fuhren ploetzlich drei Vans vor – keiiner von ihnen waren die Maedels, dafuer aber ein Typ den ich den einen Abend in Motueka kennengelernt hatte. Der nahm uns dann auch mit zu der Location, die wir zu Fuss niemals gefunden haetten und die auch absolut nicht von der Strasse einzusehen war. Dafuer ein riessiges Gelaende, wo Ende Januar auch immer ein grosse Festival stattfindet, mitten im gruenen umgeben von Wald und Bergen.
Ein richtiges kleines Weihnachtsfestival fuer all die Backpacker die an Weihnachten eh nichts bessers zu tun haben als eine grosse Party zu feiern – mit Lagerfeuer, ein klein wenig Livemusik, circa 40 Leuten und jeder Menge kalter Getraenke.

Alles in allem eine sehr coole Zeit. Und waehrend Pupka gerade das Abendessen vorbereitet und ich diesen Artikel schreibe wurde Robert auch in die Hohe Kunst des dunklen Gerstensafts abfuellens eingeweiht.

Also euch allen dort draussen ein wenig verspaetet frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins Neue Jahr
Gruesse vom anderen Ende der Welt
Robert und Timo

PS: Da wir hier nur mit UMTS Stick online sind werden wir Bilder bei Gelegenheit einfach nachreichen…

PSS: Und hier sind nun endlich mal ein paar Bilder…

Unser "Weihnachtsfestival"entspannter Blick vom Mt. Pupka ueber die Golden Bay....So lebt man als Wwoofer - immer ein wenig Chaos ;)Mittagessen auf Mt. Pupka (Pupka Robert und Timo)Dr Michael von Pupka Lipinski mit seinem Mercedes 170 SD (eine geile Karre!)