ÜT 2017

…oder: „…und jetzt nachdem ich ausgeschlafen [und geduscht] bin könnte ich direkt wieder hinfahren“ (Helge the Schmelge Popelge aka. ich-lauf-erstmal-ne halbe-Stunde-zum-Bulli).

Tja Helge, dass wird vermutlich nicht allzu bald geschehen 🙁

Eigentlich war ich froh als ich stinkend zur Haustür reinkam und eigentlich konnten einige von uns auch der ausgiebigen Körperpflege nachgehen. Und eigentlich haben wir vermutlich alle das selbe gedacht wie Helge. Aber ich hau an dieser Stelle erstmal nur ein paar Impressionen in Form von Bildern raus, alles andere würde jetzt meinen Rahmen sprengen. Aber vielleicht sieht es jemand als Aufhänger ein paar seiner Gedanken in Worte zu fassen. Vielleicht auch ich selber, aber das braucht noch ein paar Tage. Ich fasel jetzt einfach noch ein paar Schlagworte raus die mir in den Sinn kommen und alles weitere gibt es dann fertig verdaut an anderer Stelle: Alte Heringe, die meinem Wanderschuh eine derbe Narbe zugefügt haben, 2000 andere irgendwie bündisch orientierte, Sonne – richtig heißt, Regen (REGEN!) am Tag des Abbaus – richtig scheiße, Pinte, Pinte ohne Alkohol, Pinte, Pinte, Lehmofen, Bierbrauen, Schmieden, Kochen, Kochen, Kochen, Kochen, 50 Silberfischchen, Unterlager, Lagerlied, Hamburger, Tische bauen, MARKTZELT, im Marktzelt aushelfen, Mike Essen bringen weil er oder Roffe schon wieder im Marktzelt stehen, was macht die Spinne in meinem Bierkrug, neue Schenkenkarte besorgen, Kochen, Essen, Lachen, ein bisschen Weinen, Schuhe binden, Ökotiolette besuchen, ÜTrinen bestaunen, Mädels verwundert anstarren die die Pissrinne für die ÜTrine halten und auch so behandeln, Schlafsack einpacken und mich über die um halb 8 angetrunkenen Oktoberfestmenschen am Bahnhof freuen…

Danke an Pucho für die Bilder!

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Beräunertreffen

…ein sehr buntes Fest mit einer menge neuer Lieder und neuen

Gesichter, habe sogar unsere entdeckt:)

 

Aber eigentlich wollte ich mal auf die Lieder hinweisen die man sich

schon runterladen kann, zusammengepackt und beschriftet

 

 

Horridoh

wieder „daheim“

so, da in unserem backpackers was mit dem internet nicht stimmt ists fuer alle umsonst, das nutzte ich gleich mal aus da ich ein paar ruhige minuten in der hektischen stadt der inder, in durban, finde.

nachdem es uns die westkueste hoch, durch namibia verschlagen hat sind wir nach einiger zeit ueber die grenze nach botswana gereist um anschliessend nach sambia und fuer einen kurzen augenblick auch zimbabwe, ueberzusetzen. der trip nach sambia+zimbabwe war mit abstand das abenteuerlichste erlebnis weil wir unser auto nicht mit ueber die grenze nehmen durften, das erzaehl ich aber wann anders 😉

nunja und jetzt sind wir seit gestern wieder „daheim“ in sued afrika, zwar noch nicht im camphill, aber auf dem guten weg dort hin, 6 tage urlaub verbleiben uns noch und 8(fast7) sind es noch bis zu meinem rueckflug, etwas gruselig aber freu mich drauf;)

so und als kleiner vorgeschmack ein paar fotos, wenn es mit dem hochladen funktioniert, aber zuviel werde ich auch nicht verraten

,so bis naechste woche dann ihr vielen

horridoh max

heey

CIMG6610 CIMG6781 P1060580 CIMG6856 P1060591 DSC_0348 DSC_0342 DSC_0318 DSC_0310 DSC_0175 DSC_0144 DSC_0097 DSC_0091 DSC_0047 DSC_0029hallo ihr da draussen,  nachdem es mich eine halbe stunde gekostet hat mich hier einzuloggen, da das internet echt langsam ist, sende ich mal meine gruesse hinsaus an euc alle, sofern ihr nicht grade polen durchwandert,

ich sitzte gerade in ene libary einer forschungsstation, mitten in der namib wueste,(gobabeb) das land ist erdrueckend gross und nachts so kalt wie es tagsueber warm ist, aber wunderschoen, seit einer woche sind wir jetyt unterwegs durch suedafrika und namibia, abwechselnd wird auf campingplaetzen, am strassenrand oder bei andern leuten gezeltet,

so weit ist alles in ordung, wo uns unsere tour hintreiben wird steht noch nicht ganz fest, aber wir versuchen noch nach botswana und dann ueber durban wieder zurueck nach kapstadt zu kmmen, aber mal schauen,

da die tastatu ziemlich verkorkst ist belasse ich es jetzt erstmal dabei, man sieht sich ja bald wieder,

meine handynummer funktioniert uebrigens nicht mehr, ab und zu werde ich aber versuchen ins internet zu kommen 🙂

lieber gruesse aus der wueste

und gut pfad an alle auf sofa

max

longweekend

Es war mal wieder so weit für ein paar Tage zum Reisen und Entspannen und gestern bin ich dann vom langen Wochenende zurück gekommen. Geführt hat uns, drei andere coworker und ich, in die nähe von „Plettenbergbay“ in eine kleine Hütte am Rande des Tsitsikamma Nationalparks und somit mitten im Wald.

Den ersten Stop mussten wir allerdings aus zeitlichen Gründen in Mosselbay einlegen, wo wir die Nacht in einem alten Zugwagon, der entsprechend ausgebaut war verbrachten. Am nächsten Morgen geweckt von den lautstarken Gesprächen anderer Backpacker und relativ schlechtem Wetter ging es dann weiter richtung Knysa und Plettenbergbay. Zwischendurch haben wir allerdings noch einen Abstecher zu einem schweizer Ehepaar gemacht. Wie genau das zustande gekommen ist kann ich garnicht wirklich sagen. Viviane, die aus der Schweiz kommt, kennt irgendjemanden, der wieder jemanden kennt, von dem sie die Adresse bekommen hat und dort unbedingt mal vorbeischauen sollte. So oder so ähnlich zumindest(:. Nunja fest stand, dass sie uns überhaupt nicht kannten und wir sie ebenso wenig, aber vorbei schauen kann man ja trotzdem mal. Obwohl mir die ganze Situatuion etwas merkwürdig vorkam, was dann noch verstärkt wurde als wir vor besagter Adresse an einem riesigen Tor standen und durch die Geitterstäbe hindurch ettliche, gleich aussehende Häuser, oder vielleicht waren es auch schon Villen, sahen. Als wir dann geklingelt haben und uns das Tor geöffnet wurd gings noch ein Stückchen mit dem Auto durch das Wohngebiet, in dem ohne Zweifel die wohlhabendere Bevölkerung hauste. Immer noch sehr skeptisch fuhren wir also den Berg rauf um schon aus der Ferne ein, deutlich älteres Ehepaar, zu erblicken welches hektisch winkte und uns, nachdem wir geparkt hatten, begrüßte als wären wir ihre verloren geglaubten Enkelkinder. Dann wurden wir ins Hausgeführt und bekamen etwas zu trinken, ich klammerte mich an meinen Mangosaft, während die Schweizer in lebhate Unterhaltung verfielen, von der ich quasi nichts verstanden habe, und habe ich doch mal ein paar Worte aufschnappen könnten, musste ich mir das Lachen wirklich verkneifen. Zum Glück sind die dann irgendwann auf „normales“ Deutsch umgestiegen. Nach gut einer Stunde wurden wir dann noch zum Essen eingeladen. Das Essen war gut und weils umsonst war noch etwas leckerer, aber letztendlich war ich froh als wir uns verabschiedet haben und unserem eigentlichen Ziel entgegen fuhren. In Plettenbergbay angekommen mussten wir noch gut 20Km weiterfahren um irgendwann abzubiegen und auf einer Schotterstraße durch Busch und Wald irgendwann im besagtem „Kutumba“ anzukommen. Kutumba ist, so weit ich das verstanden habe eine kleine Ansammlung von Hütten die sich mitten im Wald befinden, einige sind nur „Ferienhäuschen“ und in anderen wohnen die Leute dauerhaft. So wie die nette Frau mit ihrem verstörten Hund, welcher die ganze Zeit hektisch umhergelaufen ist, komische Laute von sich gegeben hat und einen umwuselt hat als würde auf irgendwas warten. Warum wir überhaupt auf die Frau, und ihr wirklich schönes, selbstgebautes Haus, gestoßend sind, ist das unser Schlüssel nicht wie vereinbart, nein nicht im Blumentopf, sondern unter der Fußmatte lag. Also sind wir auf die Suche nach „irgendjemanden“ gegangen und dabei auf besagte Frau gestoßen, die auch gleich in ihrem Element zu sein schien und rumtelefonierte und Nummern aufschrieb und rumtelefonierte. Problem war nämlich das wir das Haus über drei Ecken gebucht hatten und nicht wussten wer der Besitzer eigentlich ist. Nunja nach einigem hin und her hatten wir dann die Information, dass der Schlüssel unter der Spüle liegt. Also wieder zurück, mitlerweile hat es auch angefangen wie aus Eimern zu schütten. Angekommen, einen zwei, drei Blicke unter die Spüle. Aber nichts absolut nichts. Wenigstens hatten wir jetzt eine Handynummer vom Besitzer, der uns nocheinmal auf die Spüle verwiesen hat. Ohne Erfolg. Also sollten wir nach seiner Anweisung einfach die Tür aufschrauben, was sich allerdings sehr schnell als nicht machbar erwies. Also standen wir da, der Regen prasseler unablässig aufs Blechdach und wir waren dabei die abenteuerlichsten Pläne zu schmieden. Bis, anfingen an den Fenstern zu rütteln und siehe da, eines der Fenster war tatsächlich offen. Leider in gut 2 Meter höhe, aber es schien der einzige Weg zu sein, also eine Person rein und von innen ein vorderes Fenster geöffnet, durch das wir dann alle samt Gepäck ins innere geklettert sind, dazu muss allerdings gesagt werden, dass das Fenster nur gut 50x50cm maß und so hoch lag, dass man immer über eine Konstruktion aus Kühlschrank und Hocker, bzw. Von Innen über den Tisch klettern musste. Alles in allem eine sehr wackelige Angelegenheit. Nachdem wir dann alles beisammen hatten fingen wir an darüber nachzudenken wie nervig diese Nacht werden würde, mit dem ständigen geklettere und gehalte. Aber zuerst wollten wir essen. Also alles vorbereitet und gekocht und als die relativ kleine Hütte dann schön mit dem Dunst von gebratenem Hähnchen, welches man noch am nächsten Tag gerochen hat, erfüllt war, hörten wir ein „knock knock“ und da kam er unser Schlüssel. Es war zwar nicht der Besitzer aber er hatte zumindest einen Schlüssel für uns. Dem Mann, „Junkie“ über den Namen haben nicht weiter nachgefragt;), muss sich ein sehr merkwürdiges Bild geboten haben als er die Tür öffnete und vier Leute in dem kleinen Raum samt Gepäck und Kochgeschirr gesehen hat. Froh über die offene Tür sind wir erstmal nach draußen, aber der Regen hat uns doch sehr schnell ins Innere und etwas später ins Bett getrieben.

Am nächsten Tag gings dann trotz bescheidenem Wetter ins Nature Valley, wo einer der wohl berühmtesten südafrikanischen Wanderwege der Ottertrail startet. Allerdings braucht man dafür eine Anmeldung und zudem einige Tage Zeit die wir nicht hatten. Also so ein bisschen gelaufen, geklettert, gelaufen und die Aussicht über Küste, Strand und Wald die inneinander übergingen, genossen. Auf dem Rückweg sind wir dann in eine kleine Bucht, eher ein Streifen Meer der zwischen den Felswänden liegt, hinabgestiegen und hatten einigen Spaß mit den in dem kleinen Streifen entstehenden Wellen, die es wirklich in sich hatten.

Ansonsten wurde gegessen, lange geschlafen und an einem andern Tag haben wir noch eine Insel umwandert, auf der wir auch einige Robben sehen konnten. Bevor wir sie aber überhaupt sahen haben wir sie vor allem gerochen und das ungelogen mehrere hundert Meter weit. Die haben wirklich einen üblen Geruch von sich gegeben. Das Wetter wurde dann auch immer besser je näher wir dem Ende des langen Wochenendes entgegen kamen. Den letzten abend haben wir dann lecker gegrillt, der kulinarische Höhepunkt war dann das beerchicken!; man nehme ein ganzes huhn, stelle es auf eine offene Bierdose über den Grill und warte gut eine Stunde und dadaa fertig ist das saftige Hühnchen mit Biernote, müsst ihr mal bei Gelegenheit ausprobieren;) Da das Wetter wieder ziemlich gut war haben wir dann beschlossen draußen auf einer Plattform zu schlafen. Da das ganze Gründstück mehr oder weniger am Hang liegt, ragte die Plattfoem quasi mitten in und über die Bäume, aber vielleicht kann man dass ja ein bisschen auf den Fotos sehen. Auf dem Rückweg haben wir noch einen Stop in Knysna eingeleget, die Stadt an sich ist nicht sonderlich schön, dafür hat sie eine um so interessantere Lage um eine riesige Lagune die nur durch einen schmalen Zulauf mit dem Ozean verbunden ist(Knysna Heads oder so)…außerdem war ich jetzt auch mal im Indischen Ozean schwimmen, von der Temperatur habe ich allerdings keinen großen unterschied gemerkt.

Ich versuche auch noch ein paar Fotos von den anderen zu bekommen, bis dahin müssen erstmal meine ausreichen.

Liebe Grüße an euch alle

Max

Nudeln mit Pesto

So jetzt habe ich mich doch endlich einmal durchgerungen einen kleinen Beitrag zu schreiben, nachdem ich bisher die meister meiner Zeit damit verbracht habe nach etwas-für-danach, zu suchen.

In meinem Haus hat sich seit dem letzten Bericht nicht sehr viel geändert und demanach ist alles beim alten.

Auf der Farm hingegen hat ishc ein bisschen was geändert, erstmal habe ich freitags meinen workshop gewechselt um noch etwas anderes zu lernen. Weshalb ich freitags nicht mehr auf der Farm sondern in der Diary arbeite. Die Arbeit dort ist sehr interessant, habe ich vorher mit den Kühen gearbeitet, arbeite ich nun mit der Milch und werde Schritt für Schritt in die Kunst des Käse machens eingeweiht. Den Weg des Käses jetzt zu erklären erspare ich mir an dieser Stelle.

In ca. Monaten kann ich dann „meinen“ Gouda probieren, denn so lange, oder noch länger, je nach dem wie der Käse schmecken soll, muss er lagern und wird nur manchmal umgedreht oder angemalt. Ansonsten müssen wir noch den Käse, Yoghurt,…für den Markt vorbereiten, eigentlich nicht sonderlich spannend, aber die gute Seite ist, dass natürlich alles probiert werden muss bevor wir es verkaufen wollen. Neben Gouda, Feta und Cheddar machen wir auch noch „Weichkäse“, wobei es sich nach der Aussprache eher um „Weischkäse“ handelt, und wieso kein englischen Wort dafür nehmen konnte ich auch noch nicht rausfinden.

Am letzten off-day, sind zwei andere coworker und ich einem Geheimtipp nachgegangen, was wir eigentlich schon sehr viel früher vor hatten, aber irgendwie ist immer was dazwischen gekommen.

Zumindest ging es dann letzten Donnerstag zu den crystal-pools. Dabei handelt es sich um verschieden große Teiche oder Seen, die sich auf verschiedenen Ebenen befinden und durch einen kleinen Fluss verbunden sind. Bevor wir dort ankamen hieß es allerdings erstmal laufen laufen laufen, völlig unauffällig parkten wir an der besagten Brücke und haben dann die Straße überquert um an einem kleinen Wärterhäuschen ohne Fensterscheiben und ohne jegliche Anzeichen von Leben vorbei eine Art Naturreservat zu betreten. Dort folgten wir, ungefähr für eine Stunde, einem kleinen Pfad der uns sicher aber langsam in die Berge führte.

Nach gut einer Stunde erreichten wir dann auch den ersten, relativ kleinen pool, von da an ging es nur noch steil den Pfad herauf von einem pool zum anderen, das beste nach dem ganzen gewandere in der Hitze war natürlich ins kalte Wasser zu springen, das ganze bei einer atemberaubenden Kulisse aus meter hohen Steinwänden und Wasserfällen. Wir haben uns allerdings damit begnügt vom Rand aus reinzuhüpfen. Dabei sahen wir schon fast etwas lächerlich aus, denn die meisten anderen machten sich daran die Felswände zu erklimmen um dann aus 5,10 und mehr Metern in die Teiche zu springen. Für Unterhaltung war also gesorgt und deshalb konnte uns auch der plötzliche Platzregen nicht viel anhaben, zudem wir unsere Sachen unter einen großen Stein gelegt hatten und eh schon nass waren. Wer langeweile hat und sich das genauer angucken will kann mal bei youtube nach crystall pools capetown oder so suchen;)

Zurück am Auto hat es auch sofort richtig angefangen zu schütten, mittlerweile hatte ich auhc ziemlich hunger, aber zum Glück waren noch ein paar Pommes übrig, so hab ich mir das eigentlich gedacht. Die Pommes, welche von vorne herein schon vollkommen wabbelig waren, waren es jetzt noch viel mehr und haben sich zudem mit dem Fisch vermengt, das ganze roch noch ziemlich nach essig, weil die nette Frau die Pommes nicht nur gesalzen sonder auch gleich noch essig drüber geschüttet hat, und zu guter letzt lag es mehere Stunden im warmen Auto. Also bin ich dann ziemlich hungrig und durstig, denn mein Wasser war auch leer, nach Hause gefahren, trotzdem wars ein guter freier Tag.

Was ich sonst noch berichten kann ist, dass wir eines der Kälber, deren Namen ich schon wieder vergessen habe bzw, nie wirkliche wusste, „kelly“ oder sowas, mit der Flasche aufziehen. Was soviel bedeutet wie drei Mal täglich es mit Milch aus Colaflaschen zu füttern. Das seht ihr auch auf dem ersten Bild. Außerdem noch Bilder vom Käse und den crystal pools.

Und heute hat es den ganzen Tag geregnet, so wie ich es nur von einer Großfahrt kenne, die Nacht und den ganzen Tag über dieser penetrante Nieselregen, nur gut das ich heute nicht off war da ich meinen freien Tag diese Woche auf Sonntag gelegt habe.

Grüße erstmal

Max

2011

Was bisher geschah…

Vor und nach Weihnachten ist natürlich noch so einiges passiert, außer von einer Düne zu hüpfen.

Zu aller erst einmal bin ich seit dem 26. Dezember in ein anderes Haus umgezogen um quasi als Urlaubsvertretung einzuspringen. Das Haus ist etwas größer als mein altes und deshalb auch lauter, aber dadurch dass sich mein Zimmer oben befindet und ich dort auch alleine bin, hält es sich ganz gut aus. Außerdem sind wir drei coworker und die Arbeit lässt sich gut aufteilen. Anfang Februar kommen die Hauseltern wieder und dann heißt es für mich wieder Sachen packen und umziehen. Aber bis dahin schaue ich mir noch ein wneig an wie es in anderen Häusern so abläuft, weil man davon eigentlich nichts mitbekommt. Leider gibt hier im Haus auch nur einen Internetanschluss und der befindet sich auch noch unten, was für mich heißt ich müsste jedes Mal meinen ganzen Kram nach unten Schleppen um ins Internet zu gehen. Darauf habe ich nicht so viel Lust und Zeit deshalb war es in den letzten Wochen etwas rar mit Bildern und Berichten.

Bilder zum Beispiel vom Markt, auf dem wir wöchentlich unsere Produkte an glückliche Kunden verkaufen. Von Gemüse und Brot bis Käse haben wir quasi alles 4 Stunden wöchentlich im Angebot. Seit 2 Wochen sogar unseren eigenen Honig, von dem ich mir auch gleich ein Glas zugelegt habe. Leider gibt’s den nur inklusive Wabe, weshalb es sich schwer gestaltet ihn aufs Brot zu schmieren. Deshalb muss man ihn so essen und später den Wachs ausspucken, lohnt aber auf jeden Fall!

Auf dem Bild seht ihr also unser immer nettes und motiviertes Marktteam von Mittwoch(Ich,Nicky,Felix). Ich glaube allerdings das wir nur so motiviert wirken weil wir wussten das unser Bier auf uns wartet, denn nach 31/2 Stunden nett sein und immer die selben Fragen beantworten ist die Energie irgendwann am Ende. An und für sich macht der Markt aber ziemlich Spaß, es gibt viele Stände immer Musik und die ein oder andere lustige Gestalt zu begutachten.

Da natürlich auch nicht immer gearbeitet werden kann gings auch wieder auf Tour, letztes größeres Ziel war Kap Agulhas, der südlichste Punkt Afrikas. Bis da hin waren es aber noch rund 200 Kilometer, was bedeutete, Stunden lang mit dem Auto über unendlich lange Straßen zu fahren. Ich war ziemlich kaputt als wir ankamen. Es hat sich aber gelohnt, nicht zu Letzt für das obligatorische Beweisfoto. Ich konnte also wieder was von meiner nicht existierenden Liste streichen, „war am südlichsten Punkt Afrikas“. Außerdem treffen diesem Punkt indischer und Atlantischer Ozean zusammen.

Nach dem alles erkundet war sollte es noch in einen „nahe gelegenen“ Nationalpark gehen, dessen Namen ich aber leider vergessen habe oder besser gesagt nie wusste. Angekommen mussten wir ein paar Rand zahlen und dann wurden wir von dem freundlichen Wärter reingelassen. Der ganze Park liegt in einer Senke und erstreckt sich bis ans Meer. Man hatte also einen guten Ausblick über das gesamte Gebiet. Von Gras-Busch-Landschaft bis hin zum Meer am Horizont. Da der Park bekannt für seine Dünen war wollten Felix und ich diese natürlich sehen und fuhren geradewegs Richtung Meer, dachten wir zumindest, landeten aber schließlich in einer Sackgasse. Die Beschilderung war ließ wirklich zu wünschen übrig. Nach ein paar Schlangen und Schildkröten sahen wir dann ein etwas größeres Tier weiter weg, leider konnten wir nicht näher ran und die Kamera zoomte auch nicht ausreichend, es sah aber zumindest wie irgend ein Bock-Getier aus.´, dazu später mehr;) Denn vor uns taten sich riesige Dünen auf und die Straße endete auf einem Parkplatz. Also gings zu Fuß weiter, die erste Düne rauf und dann gabs quasi so weit das Auge reichte nur noch Sand, Sand, Sand. Man kam sich schlagartig vor wie in der Wüste. Nur dass das Meer auf der einen Seite tobte. Da standen wir also zwischen Meer und Bergen von Sand und Mal wieder war zu unserem Glück keine Menschenseele zu sehen. Alles in allem ein sehr merkwürdiger Anblick aber faszinierend. Als wir dann genug vom Sand hatten und dieser dank dem kräftigen Wind vom Meer quasi überall hing gings dann auch wider zurück. Und dann aus heiterem Himmel standen wir mitten in einer Herde, bestimmt um die hundert, Buntböcke. Diese schienen nicht sonderlich interessiert an uns weshalb wir ein paar Fotos schießen konnten.

Ansonsten war ja noch Weihnachten und wie man das halt macht an so einem Tag sind wir an den Strand gefahren und haben später gegrillt und gut gegessen. Gut gegessen haben wir auch nachdem wir, nach langen warten, das erste Perlhuhn gefangen haben. Debbie vom Hühnerhaus hat uns angerufen, dass eines der Perlhühner im chickenhouse ist und zudem einen Hahn angegriffen hätte. Also Grund genug es einzufangen. Also sind Sam und ich wie die bekloppten im Kreis hinter dem besagten Tier hergerannt denn diese sind erstens ziemlich schnell zu Fuß und zweitens könnten sie leider auch noch fliegen. Naja unsere Ausdauer hielt länger und so konnten wir dann das Huhn gut gewürzt verspeisen. Besser als Hühnchen! So wurde mir versprochen und das kann ich jetzt auch nur bestätigen.

Silvester haben wir auch alles in allem gut hinter uns gebracht, aber ich hoffe ich bekomme da noch ein paar Fotos, dann werde ich auch was schreiben;) Ansonsten geht das Leben hier so voran und ich schaue so langsam auf mein nächstes langes Wochenende und meine zwei Wochen Urlaub die ich irgendwann nehmen werde. Erstmal Grüße an alle irgendwo da draußen!

Langes Wochenende Teil 2 und und und

Babylonmountain In einer kleinen Senke vorm Gipfel Kurze Pause Klettern ist angesagt B.Garten Botanischer Garten mit Blick nach "oben" der Gipfel nach der Hälfte Aufstieg Am Busbahnhof Fussball eben N2/Kayelitsha Kinder vom BAP BAP CIMG0717 CIMG0710Da ich ihn eben versehentlich gelöscht habe, hier nochmal mein restlicher Bericht vom langen Wochenende.

Erstmal Fotos vom Fußball die ersten Eindrücke von Kapstadt, alles in allem waren wir allerdings sehr Foto-faul. Die anderen Bilder sind aus dem BAP wo wir ebenfalls eine Nachts verbracht haben.

Unsere letzte Nacht haben wir in einem kleinen Cottage in Nordhoek geschlafen, was dann wirklich Feriencharakter hatte und ich auch das erste Mal an diesem Wochenende ausschlafen konnte.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Fishhoek, einem kleinen Fischer Dörfchen und einem Eis sollte es eigentlich schon wieder zurück gehen. Den ersten Zug haben wir erstmal verpasst, die Züge kamen aber auch alle untypisch südafrikanisch pünktlich auf die Minute. Glücklicherweise wurden wir dann nochmal mit nach Plumstead zu den anderen Freiwilligen mitgenommen, um dort eine weitere Stunde zu warten. Gute 11/2 Stunden später trafen wir wieder auf die Hektik des Bahnhofs von Kapstadt ein; lautes Gehupe überall, unendlich viele Menschen zwängen aus oder in Züge, Leute tragen Kinder, Hühner und Gepäck durch die Gegend oder verkaufen von Obst bis Socken alles am Straßenrand. Bis zum Minibusbahnhof waren es dann noch 5 Minuten zu laufen und dort angekommen hieß es erstmal den richtigen Bus finden. Als wir uns durchs Getümmel gekämpft hatten fanden wir auch die Haltestellen für die long distance Busse und auch den gewünschten nach Hermanus. Also hieß es erstmal warten. Warten darauf, dass der Bus voll ist. Nachdem dann alle Plätze mehr als belegt waren und alles Geld irgenwie zum Fahrer gereicht wurde ging es auch schon, in der letzten Reihe mit zwei Kindern und einer afrikanischen Mama inklusive unseren Rücksäcken zurück über die N2 nach Hermanus. Dort wurden wir dann an der Straßenkreuzung rausgelassen von einem netten Camphillmitarbeiter abgeholt. In Protea angekommen traf ich dann noch unsere Köchin und ihren Mann, der auch Max heißt, nach etwas Sushi, was ich immer noch nicht mag, gings dann ins Bett um am Montag wider zurück an die Arbeit zu gehen. Was wirklich nicht leicht war, nach gefühlten 2 Wochen Ferien.

Was sonst noch geschehen ist. Da alles etwas zurück liegt kann ich nicht in chronologischer Reihenfolge berichten.
Erstmal ein paar Worte darüber wie Felix und ich den Babylon-Mountain gewandert, erklettert…haben. Der babylon-Mountain ist der höchste Punkt in unserer näheren Umgebung und nachdem ich ihn quasi jeden Tag zu Gesicht bekommen habe habe ich vorgeschlagen einfach Mal hoch zu wandern. Mit einfach mal war am Ende zwar nichts aber angekommen sind wir trotzdem.
Andere Freiwillige haben schon öfters von ihrem Versuch den Gipfel zu erklimmen erzählt, allerdings sind sie den Berg von Vorne angegangen wo er nach einigen Metern quasi senkrecht nach oben ragt. Wir sind dann über ein Weingut an die Seite des Berges gelangt und nachdem die nette Frau vom Wein uns nochmal den Weg grob geschildert hatte gings auch schon los.
Der Weg fand auch recht schnell ein Ende jedenfalls war nicht mehr ersichtlich wo mal ein Pfad langgeführt haben könnte. Aber dar der Gipfel ja nicht zu übersehen war haben wir immer die grobe Richtung angepeilt und einfach immer hoch. Meine Motivations nahm erstmal drastisch ab, da ich warum auch immer nichts außer einem kleinen Stück Rosinenbrot gefrühstückt hatte. Aber als ich mich nach einigen hundert Metern umdrehte kam mir der Gedanke es könnte sich doch lohnen ganz rauf zu steigen. Auf dem ersten Palteau angekommen überraschte uns erstmal eine Gruppe Baboons die allerdings ziemlich schnell das weite suchten. Langsam aber sich konnten wir dann weite Teile unseres Tals überblicken und auch das Meer zeigte sich bereits am Horizont. Mein Hunger wurde immer größer und die Sonne wärmer aber nach ungefähr 1 ¼ Stunden sind wir dann doch am Gipfel angekommen und die Aussicht hat wie immer alles wieder gutgemacht. Auf der einen Seite das Meer und auf der anderen Seite Felder und Berge bis zum Horizont. Aber seht selbst, wobei ihr ja wisst wie das mit Fotos so ist.

Letzte Woche Samstag hat dann unser sogenanntes Zwischenseminar begonnen welches 5 Tage andauerte. Einerseits war es sehr schoen all die anderen wieder zutreffen zu hören was sie so erlebt haben, andererseits hieß es natürlich auch nicht arbeiten zu müssen. Da alle Kinder momentan Ferien haben, sind alle Häuser der Schule leer und dutzende leere Betten stehen zur Verfügung. Deshalb hab ich mich auch entschlossen wie alle anderen in der Schule und nicht in meinem Haus zu schlafen. Was mich am Ende einige Flohbisse gekostet hat aber trotzdem besser war als jedes mal zurück zu laufen und dann quasi wieder halb an der „Arbeit“ zu sein. Man kann manchmal schon garnicht recht zwischen Arbeit und Freizeit unterscheiden, aber das ist vermutlich ein camphillsyndrom. Das Seminar war jedenfalls ziemlich entspannend, natürlich auf begleitet vom vielen Gerede innerhalb der Seminarstunden, aber das gehört auch irgendwie dazu. Der erste abend war auch gleich so entspannenden dass wir uns um 3 entschlossen ins Bett zu gehen, dann aber irgendwie noch in einem Haus bis 5 Hängengeblieben sind, mein Wecker hat dann um 8 geklingelt aufgewacht bin ich um 5 vor 9, also noch 5 Minuten bis wir uns treffen sollten. Frühstück war dann erstmal nicht, allerdings musste ich dann feststellen, dass ich einer der ersten war und auch das ganze Seminar über Pünktlichkeit nicht großgeschrieben wurde, was mich nicht gestört hat, nur am ersten morgen vielleicht. (Also Clara lass dir Zeit, auf welchem Seminar bist du denn eigentlich?)
Das Beste am ganzen Seminar war eigentlich, dass es Mittwoch nach dem Mittagessen endete und ich Donnerstag frei hatte; also sind Moiken, Felix und ich einfach nochmal mit den anderen nach Kapstadt gefahren, um dort erstmal einen, vom Seminar sehr müde, ruhigen Abend zu verbringen und Pläne für den nächsten Tag zu schmieden.
Der Plan sah dann so aus, dass wir erstmal in den Botanischen Garten gefahren sind und von dort aus den Tafelberg erklimmen wollten. Der Botanische Garten zählt auf jeden Fall zu einem der schöneren Orte die ich Kapstadt gesehen habe, wie erwartet natürlich von Touristen überlaufen, aber war ja nicht anders zu erwarten. Nachdem wir ein bisschen Zeit im Garten, wo ab Sonntag jeden Tag live Bands unter freiem Himmel auftreten (was leider nicht ganz in meinen Zeitplan passt), verbracht hatten ging es auch schon los. Die Temperaturen waren vorher schon unerträglich und nach den ersten Metern bergauf kamen mir erste Zweifel, als wir dann anfangen mussten Leitern hochzuklettern kam alle ziemlich ins Schwitzen. Mittlerweile war es auch schon 2Uhr und das beängstigende war, dass alle Leute die Wir trafen schon wieder auf dem Rückweg waren. Im Wanderführer waren 3 Stunden rauf und 2 runter angegeben, da wir schon eine gute Stunde unterwegs waren müsste es also irgendwie klappen. Also stetig weiter nach oben. Als dann irgendwann keine Bäume wuchsen konnte man auch den ersten Ausblick genießen, was mich dann motiviert hat weiter zu laufen. Dann ging es noch gut 1 ½ Stunden weniger steil von einer Erhebung zu nächsten und ich hoffte bei jeder einzelnen endlich den Gipfel erreicht zu haben. Dem war natürlich nicht so, also haben wir uns erstmal hingesetzt und eine Pause gemacht, nach weiteren 15Minuten Fußweg sahen wir dann mehr und mehr von Kapstadt und dem Meer ringsherum. Nach weiteren Scheingipfeln haben wir doch den höchsten Punkt des Berges erreicht, der gute ist nicht so flach wie ich erwartet hatte, eigentlich ist dies nur ein kleiner Teil des Berges. Vorher wurde von anderen aus Erzählungen noch scherzhaft berichtet, das nur Deutsche dort oben anzutreffen seien.
Das konnte ich erstmal nicht ganz glauben, die ersten beiden und auch einzigen Leute waren dann auch gleich zwei Deutsche die lauthals am Quatschen waren und nicht nur das, nein sie taten das auch noch im tiefsten schwäbisch. Weshalb ich allerdings auch nur die Hälfte verstand und mich nicht mehr ganz nur unter Deutschen gefühlt habe.
Aus Zeitmangel ging es dann auch wieder zurück, und zwar genau den Weg den wir gekommen waren, es war nervig und ermüdend und unten angekommen haben meine Knie schon etwas gezittert. Aber dann gings wieder rein nach Kapstadt Moiken absetzten und drei andere Freiwillige von der Schule einpacken und nach Hermanus. Vorher waren wir noch was zu Essen beim Inder kaufen. Der ist relativ günstig und hat ziemlich viel Auswahl, die nach Landesgebieten unterteilt ist, wenn also mal jemand zufällig in Kapstadt sein sollte, müsst ihr mal vorbei schauen.
Da wir ja diesmal mit dem Auto unterwegs waren gestaltete sich die Rückfahrt sehr unkompliziert und dann bin ich wieder im Camphill seit gestern Abend

Hier erstmal die Bilder:

Jetzt ist es auch schon spät und morgen muss ich früh in die Stadt und raffle-tickets verkaufen.
Grüße und bis dann!
Max