Melken


    1. Fünf Uhr morgends der wecker klingelt. Heute ist Freitag. Freitag ist Melktag.

      Ich stehe auf, suche meine klamotten zusammen und gehe los, Es ist dunkel aber der helle mond scheint und so kann ich gerade die Kühe erkennen, die mich freundlich anmuhen. Leider sind sie morgends nicht allzufreundlich. Jedenfalls wollen sie nicht aufstehen. Es dauert eine gute weile bis ich alle Kühe im vorhof der Molkerei habe. In genau diesem Moment kommt Jaques. ER hätte eigentlich helfen sollen, ist aber wie immer zu spät In der hand hält er eine Blume. Ich spare mir das schimpfen und mache lieber die Maschine an. Das vertraute saugen und stampfen erklingt und Gregory lässt die Kühe rein. Wim kommt aus der Käserei wo er gerade doch den großen Milchbehälter gesaübert hat, ER lacht mich an und begüßt mich mit einem fröhlichen „Good morning clara“. Die Kühe stapfen in ihre Boxen und wir säubern ihre warmen vollen Euter. Dann melken wir ein bisschen mit der Hand an, es ist ein gutes gefühl, wie der Milchstahl inzwischen ohne anstrenung aus der zitzte schießt.

      Ich kenne inzwischen jedu Kuh beim namen, habe jede Kuh mit ihrem Kalb erlebt und melke inzwischen auch ohne Problem Eva, die Kuh die jedesmal austritt.

      In den Melkständen iwird es warm. Die Kühe sind ruhig ud morgends sind die Fliegen auch noch nicht wach.

      Sogar jaques und gregoy sind zu müde um zu zanken und so läuft es sehr friedlich ab. Die ersten Kühe sind gemolken, die Eimer sind fast voll und wenn mir danach ist melke ich mir noch einen eigenen becher mit milch aus den fast ausgemolkenen Kühen heraus. Die frische Milch ist genau richtig warm und sättigt ganz gut, falls sich das hungergefühl noch beim melken meldet.

      Nach dem melken müssen wir dann die Kühe rausbringen und die Kälbchen separieren. Das ist immer purer stress oft müssen wir die knuffigen kälbchen bei ohren und schwanz packen um sie von ihren müttern zu trennen. Aber es nützt nichts. Tun wir das nicht gehen sie auf den weiten Felder verloren.

      Das Kühe rausbringen ist mein liebster Teil des melkens. Die Felder sind oft recht weit weg und so geht es erst mal auf einen halbstündigen Spaziergang. Auf dem Hinweg muss man noch nach den Kühen rufen aber das hindert einen nicht nach vorne zu schauen und in einen jeden Tag anderen Sonnenuntergang zu laufen. Auf dem Rückweg, wenn die Kühe im Feld sind und das Frühstück mit selbstgemolkener Milch und selbstgemachtem Joghurt auf einen wartet, bietet der Weg auch immer etwas neues faszinierendes.

      Mal steht ein Regenbogen über den Felder oder der ganze Himmel ist pink, mal ist die Sicht klar und man kann in weiter Ferne den Tafelberg sehen. An anderen Tagen lugt die Sonne nur duch einzelne stellen durch die Woclken oder der Nebel steht noch in den Feldern und lässt einen das gefühl für weg und Zeit verlieren.

Jeden Freitagmorgen den Sonnenaufgang beim Muhen der Kühe beobachten, das ist mein Alltag.

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