Shoppen gehen


Keine Angst Jungs, es geht hier nicht um Klamotten oder Schuhe, sondern das wöchentliche Abenteuer unser Haus mit 11 Menschen zu versorgen.

Unser Budget sind dabei 1500 R. Das entspricht mehr oder weniger 140 €. Das hört sich jetz erst mal verdammt wenig an. Aber wenn man weiß wie man einzukaufen hat. Dann kann man dafür gut und lecker leben.

Jden Dienstag fahren deswegen, je ein vertreter von drei bis vier Häusern mit einem Bus zur nächten größeren Stadt.

Im Sar dort sind wir bekannt und wir stürmen den Laden immer auf die gleiche Weise. Am Eingang gibt Lisa uns unsere Checks und nachdem wir uns einen Einkaufswagen gesichert haben stürtzen wir uns auf die Früchteabteilung. Der Wagen wird vollgeladen mit Äpfeln, Birnen, Papayas,Honigmelonen, Pflaumen und Orangen und wenn ich schnell bin kann ich noch die letzen paar Ananas direkt vor Lisas Nase wegscnappen. Dafür ist sie dann blöderweise schneller bein den Weintrauben und als ich zu den Bananen komme, hat natürlich Ninja schon alle nicht angematschen für Roikraans herausgefischt.

Weiter geht’s zum Gemüse, wo wir und mit Karotten, Brokoli, Bohnen, Mais, Kartoffeln, Gurken, paprika und Salat eindecken. Aber auch mit etwas südafrikanischeren sachen. wie Süßkartoffeln, (Bäh) Butternut (eine art Kürbis, der zwar ganz lecker ist, den ich inzwischen aber schon zu viel gegessen haben) und Sqash ( perfekt runde, grüne Kürbisse, die ich ganz gerne habe).

Danach liefern wir uns jedesmal ein kleines Wettrennen wer zu erst an der waage ist, denn zu warten bis der vor einem einen ganzen Einkaufswagen, Gemüse und Früchte gewogen hat, das will eigentlich keiner.

Der erste wagen ist voll und so wird er vorne an der Kasse abgestellt, wo wir beten, dass keine neuen Angestellten, die uns noch nicht kennen unsere Wagen irgendwo anders parken, und schnappen uns den nächsten Wagen.

Jetzt wird alles andere eingekauft und immer das billigste. Mit ein bisschen Genugtuung sehe ich den anderen zu wie sie über den Fleischpreisen verzweifeln, mich interessiert das Fleisch nicht, das bekommt mein Haus nämlich gespendet. Dafür kann ich ein wenig mehr Käse kaufen und das zweilagige Toilettenpapier. Eine Stunde später, ich habe die nächsten zwei Einkaufswagen mit Nudeln, Reis, Butter, Cornflakes, Porridge, Tee,Brotaufstichen, Zucker Putzmitteln… und allem was man so für eine Woche braucht gefüllt, stehen Lisa, Ninja, Nettie und ich synchon an der Kasse und blockieren 4 komplette Reihen. Es dauert ewig, bis wir den Menschen an der Kasse erklärt haben, wie unsere Tüten einzupacken sind (das macht man hier nicht selber, Teil der Arbeitslosenbekämpfung) und die Neuen verstehen wie sie unseren Rabatt eintippen müssen. Als wir uns darauf konzentrieren ja keinen Fehler in den Check einzubauen, der bei der kleinsten Korrektur schon ungültig ist, dreimal nach dem Datum fragen, und uns darauf konzentrieren keine (deutsche) eins zu malen, sondern einfach nur einen geraden Strich zu machen, werden unsere Einkaufswagen mit den vollgepakten Tüten an der Wand aufgereiht und hinter jeden zweiten, postioniert sich ein Sparhelfer um uns zu helfen die Wagen zum Bus zu transportieren.

Dort angekommen wird der Bus nach strengem System verladen. Die Häuser die im Camphill, als leztes angefahren werden, müssen sich auf die Rückbank quetschen. Acacia kommt danach, auf die zweite Bank kommt Roikraans und auf der ersten ist Platz für die Kühlboxen, Nettie und mich.

Vollgepackt bis an die Decke geht es auf den Heimweg.

Das auspacken in Acacia übernehmen Hilton und Michael und ich räume noch schnell vor dem Mittagsessen die Speisekammern voll.

Die Kühlschränke sind jetzt wieder schön voll und ich sehe, dass ich wirklich etwas getan habe.

Ich mag Hausshopping, aber vielleicht auch nur, weil ich es nur selten mache, eben immer nur dann, wenn Esme verhindert ist. Es ist jedenfalls immer eine wilkommene Abwechslung.

4 Gedanken zu „Shoppen gehen“

  1. Klingt ja fast so als wenn du ab sofort für die Stammeslager einkaufen gehst, wenn dir das eine solche Freude bereitet!

    1. Sies, ich muss mir anscheinend wirklich überlegen was ich hier schreibe 😉

      Beim Stammeslager einkaufen ist das einkaufen aber nicht die einzige gelegenheit in drei wochen, wo ich mal aus dem camphill rauskomme.
      Außerdem habe ich da kein auto.

      Aber wir sehen mal. Grunsätzlich spricht ja nichts
      dagegen.

      Sies, ist übrigends mein absolutes lieblingswort in Afrikaans und bedeutet ungefähr alles was ablehnend ist. Zum Beispiel. Igitt, Tu das nicht, das schickt sich nicht, das mag ich nicht, oh nein oder scheiße.

  2. wie sister nur ohen ter.
    oder wie sisi
    wenn man allerdings besonders angewiedert von etwas ist kann man das i noch zu einen scönen langen ie ausdehen

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